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Moskau beschuldigt Niederlande

Mysteriöse U-Boot-Sichtung  

Moskau beschuldigt Niederlande

20.10.2014, 20:58 Uhr | AFP , t-online.de

Moskau beschuldigt Niederlande. Die Suche nach dem unbekannten Schiff, das vor der Küste Stockholms aufgenommen wurde, geht weiter. (Quelle: AFP)

Die Suche nach dem unbekannten Schiff, das vor der Küste Stockholms aufgenommen wurde, geht weiter. (Quelle: AFP)

Die mögliche Sichtung eines ausländischen U-Bootes in schwedischen Gewässern wird immer rätselhafter. Russischen Angaben zufolge soll es sich bei dem Unterwasserobjekt vor der Küste von Stockholm um das U-Boot "Bruinvis" aus den Niederlanden gehandelt haben.

Den Angaben aus Moskau zufolge hatte die "Bruinvis" in der vergangenen Woche vor der schwedischen Küste "Übungen" vorgenommen, darunter das schnelle Auftauchen. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Quellen im Moskauer Verteidigungsministerium und meldete weiter, die "Bruinvis" sei am Freitag im Hafen der estnischen Hauptstadt Tallinn eingelaufen und werde vermutlich am Montag wieder Richtung Niederlande auslaufen. Die schwedische Regierung solle zur Aufklärung der Frage Kontakt mit der niederländischen Marine aufnehmen, empfahl die Quelle im Moskauer Verteidigungsministerium demnach.

Niederlande dementieren

Diese Darstellung hat das niederländische Militär jedoch dementiert. Das niederländische U-Boot sei weder in den Fall verwickelt, noch beteilige sich die Armee an den Suchmaßnahmen vor der schwedischen Küste, erklärte eine Sprecherin des niederländischen Verteidigungsministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Zwar habe sich die Armee an einer Übung mit Schweden beteiligt, wobei auch das niederländische U-Boot "Bruinvis" zum Einsatz gekommen sei. Diese habe aber bereits am Dienstag vergangener Woche geendet. .Die "Bruinvis" habe sich daraufhin in den Hafen der estnischen Hauptstadt Tallinn begeben, wo es sich auch am Wochenende befunden habe.

Foto zeigt fremdes Schiff

Die schwedische Armee hatte im Zuge ihrer Suche nach dem mysteriösen Objekt ein Foto des mutmaßlichen U-Boots veröffentlicht. "Das ist ein fremdes Schiff", erklärte der schwedische Konteradmiral Anders Grenstad vor Journalisten und zeigte auf ein körniges Bild, das am Sonntagmorgen gemacht worden sein soll. Darauf ist in weiter Entfernung ein schwarzes Objekt zu sehen. Wegen der unzureichenden Qualität der Aufnahme sei es aber nicht möglich, die Herkunft des Schiffs zu bestimmten, sagte Grenstad.

Der Konteradmiral wies zudem Medienberichte zurück, wonach sich das schwedische Militär auf der "Jagd auf ein U-Boot" befinde. Vielmehr gehe es darum, zunächst Geheimdienstinformationen zu den Hinweisen auf eine "fremde Unterwasseraktivität" zu sammeln. Ähnlich hatte sich zuvor bereits ein Armeesprecher geäußert.

Großeinsatz der schwedischen Armee

In schwedischen Medien war über einen russischen Geheimdiensteinsatz in der Nähe der Inseln um Stockholm spekuliert worden. Russland dementierte das. Die schwedische Armee versucht seit dem Wochenende mit einen Großeinsatz, das Rätsel um das unbekannte Objekt zu lösen. Mehr als 200 Soldaten sowie mehrere Schiffe, Minensuchboote und Hubschrauber waren im Einsatz.

In der Vergangenheit hatte sich die schwedische Marine vergeblich bemüht, vermutete U-Boote aus der Sowjetunion beziehungsweise Russland aufzuspüren. Besonderes Aufsehen erregte ein Fall im Oktober 1981, als ein sowjetisches U-Boot in einem militärischen Sperrgebiet vor der Küste von Karlskrona im Süden des Landes sank.

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