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IS-Geisel Peter Kassig soll bei Luftangriff gestorben sein

Grausame Inszenierung der IS?  

Kassig soll vor Enthauptung schon tot gewesen sein

18.11.2014, 12:28 Uhr | dpa, t-online.de

IS-Geisel Peter Kassig soll bei Luftangriff gestorben sein. Peter Kassig (Quelle: dpa)

Ein am Sonntag von der IS verbreitetes Video zeigte angeblich die Enthauptung des US-amerikanischen Entwicklungshelfers Peter Kassig (Quelle: dpa)

Peter Kassig soll einem Zeitungsbericht zufolge bei seiner Enthauptung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bereits tot gewesen sein. Es gebe Hinweise darauf, dass der entführte Ex-Elitesoldat aus den USA bei einem Luftangriff ums Leben gekommen sei, berichtet die britische "Daily Mail".

Die Zeitung beruft sich auf den Anführer einer syrischen Untergrundorganisation, den Medizinstudenten Abu Ibrahim Raqqawi. Weitere Quellen oder eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

IS-Soldat: Kassig starb bei amerikanischen Luftangriff

Laut Raqqawi habe ihm ein IS-Soldat berichtet, dass Kassig bereits am 5. November bei einem amerikanischen Luftangriff in der Ortschaft Tell Abjad in der Nähe der türkischen Grenze getötet worden war. Der Soldat habe beobachtet, wie zwei Leichen aus einem zerstörten IS-Gebäude getragen und in ein Fahrzeug gelegt wurden. Gegenüber der "Daily Mail" behauptet Raqqawi, der Soldat versicherte ihm, dass eine der Leichen die von Peter Kassig war.

Ermordung womöglich inszeniert

Das am Sonntag aufgetauchte Video von der Enthauptung unterscheidet sich von den vier vorangegangenen Clips, in denen die Tötung westlicher Geiseln zu sehen war. So sprach Kassig vor seiner Enthauptung nicht direkt in die Kamera und sein Körper war nicht komplett zu sehen. Auch der Ort der Aufnahme könnte ein anderer sein. Das gab Anlass zu zahlreichen Spekulationen über die Todesumstände.

Laut dem US-amerikanischen Pathologen Michael Baden könnte es sein, dass die Ermordung inszeniert wurde. Das sei möglich, wenn Kassig bei dem Luftangriff nicht am Kopf verletzt worden sei, zitiert die "Daily Mail" den Wissenschaftler. Baden wirft aber auch die Frage auf, ob der Schock in der Öffentlichkeit nicht sogar noch größer gewesen wäre, wenn die Tötung Kassigs durch einen Luftangriff der USA gemeldet worden wäre.

Am Wochenende hatte die Zeitung bereits berichtet, dass der mutmaßlich aus London stammende Mörder der westlichen Geiseln bereits vor einer Woche bei einem Luftangriff verletzt worden sein soll.

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