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Frankreich rüstet sich für "Krieg gegen Terrorismus"

Hollande mobilisiert 10.000 Soldaten  

Frankreich rüstet sich für "Krieg gegen Terrorismus"

12.01.2015, 14:29 Uhr | dpa, AFP, AP

Frankreich rüstet sich für "Krieg gegen Terrorismus". Frankreich erhöht die Präsenz der Sicherheitskräfte "an sensiblen Punkten des Landes" (Quelle: AP/dpa)

Frankreich erhöht die Präsenz der Sicherheitskräfte "an sensiblen Punkten des Landes" (Quelle: AP/dpa)

Nach der Anschlagsserie gilt in Frankreich weiter die höchste Terrorwarnstufe. Das Militär soll zusätzlich für Sicherheit sorgen. Neben 10.000 Soldaten sind auch 5000 Polizisten im Einsatz. Die Regierung plant neue Schritte im Kampf gegen Islamisten.

Nach der Terrorserie und der beispiellosen Welle der Solidarität verstärkt Frankreich die Sicherheit des Landes. Zum Schutz vor Terroranschlägen werden 10.000 Soldaten mobilisiert. Sie sollen nach den Worten von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian "an sensiblen Punkten des Landes" eingesetzt werden. Nach seinen Angaben ist es das erste Mal, dass die Streitkräfte im Inneren so zum Einsatz kommen.

Präsident François Hollande, oberster Befehlshaber der französischen Armee, habe die Militärs mit Blick auf das Ausmaß der Bedrohung aufgefordert, sich an Sicherheitsmaßnahmen zu beteiligen, sagte Le Drian.

Islamistische Häftlinge werden isoliert

Nach Angaben von Premierminister Manuel Valls bleibt wegen der unveränderten Sicherheitslage die höchste Terrorwarnstufe in Kraft. Das Land befinde sich im Krieg gegen "Terrorismus, gegen Dschihadismus, gegen den radikalen Islam", sagte Valls.

Valls sprach im Sender BFMTV von neuen Maßnahmen: Zunächst sollten Abhörmaßnahmen verbessert werden. Islamistische Häftlinge sollten in Gefängnissen isoliert werden. Zwei der drei Terroristen, die in der vergangenen Woche bei einem Doppelschlag der Sicherheitskräfte getötet wurden, waren in ihrer Haftzeit in Kontakt.

Jagd nach Komplizen geht weiter

Die Polizei sucht weiter nach Unterstützern der islamistischen Terroristen. Es gebe "ohne Zweifel einen Komplizen", sagte Valls. "Die Jagd geht weiter"; mehr wolle er dazu nicht sagen.

Für diesen Dienstag kündigte Valls eine Trauerfeier für die bei den Anschlägen getöteten Polizisten an. Dazu wird auch Präsident Hollande erwartet. Noch in dieser Woche solle zudem eine Zeremonie im Gedenken an alle Opfer stattfinden. Die Nationalversammlung plant eine Gedenkstunde anstatt der ursprünglich für Dienstag geplanten Regierungsbefragung.

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