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IS-Kämpfer Christian Emde im Interview: "Wir werden Europa erobern"


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"Wollen Sie Europa erobern?" - "Nein, wir werden!"

Aktualisiert am 13.01.2015Lesedauer: 2 Min.
Publizist und Politiker Todenhöfer mit dem deutschen Islamisten Christian Emde (rechts) im Dezember in Mossul
"Wer uns nicht anerkennt, den werden wir töten": Publizist und Politiker Todenhöfer mit dem deutschen Islamisten Christian Emde (rechts) im Dezember in Mossul (Quelle: RTL)
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Wie tickt das Hirn eines Islamisten? Das zeigt auf unfassbare Weise das Interview, das der Publizist Jürgen Todenhöfer mit dem deutschen Konvertiten und IS-Kämpfer Christian Emde im irakischen Mossul geführt hat.

Auszüge:

Jürgen Todenhöfer: "… das heißt, Sie wollen eines Tages auch Europa erobern?"
Emde: "Nein, nein ... wir werden eines Tages Europa erobern. Nicht: wir wollen - wir werden! Da sind wir uns sicher."

"Muss man in absehbarer Zeit mit Anschlägen des Islamischen Staates in Deutschland rechnen?"
"Der deutsche Staat bekämpft ja uns, denn er hat Waffenlieferungen an die Peschmerga gemacht … Und er bekämpft den Islam schon seit sehr, sehr langer Zeit. Deswegen müssen sie sich drauf gefasst machen - definitiv!"

"... und wenn sich die Schiiten Iraks und die Schiiten Irans, die 150 Millionen, die es auf der Welt gibt, weigern zu konvertieren, dann heißt es, sie werden getötet?"
"Ja."
"150 Mio?"
"150 Millionen, 200 Millionen, 500 Millionen, uns ist die Anzahl egal."

"Sie waren deutscher Protestant, Sie wurden Muslim, und sind jetzt hier im Islamischen Staat, sind hier in Mossul, was Sie erobert haben … Werden Sie eines Tages nach Deutschland zurückkehren?"
"Ob ich zurückkehre nach Deutschland, das weiß ich nicht, das weiß nur Allah. Aber wir werden definitiv zurückkehren und das wird nicht mit Freundlichkeiten sein oder sonst irgendwas, sondern das wird mit der Waffe sein und mit unseren Kämpfern. Und wer den Islam nicht annimmt oder das Schutzgeld nicht zahlt, den werden wir töten."


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RTL-Redaktionsleiter Christian Berger bezeichnet dieses Interview als "ein ebenso erschreckendes wie wichtiges Dokument der ganzen Entschlossenheit und Gefährlichkeit der Dschihadisten-Miliz". Nie zuvor habe ein deutscher Konvertit "so offen mit einem Journalisten gesprochen und dabei mit einer so zynischen Gelassenheit die finstere und todbringende Gedankenwelt des Islamischen Staates preisgegeben".

Konspirative und gefährliche Reise

Der deutsche Publizist Todenhöfer, der einst für die CDU im deutschen Bundestag saß, reiste Ende vergangenen Jahres mit seinem Sohn Frederic in den Machtbereich des sogenannten Islamischen Staates in Syrien und dem Irak. Monatelang hatte er sich um Sicherheitsgarantien bemüht, sie bekommen und dann die gefährliche Reise unter konspirativen Umständen gewagt.

In der zweitgrößten irakischen Stadt Mossul, die im Sommer 2014 im Zuge ihres handstreichartigen Feldzuges von den IS-Milizen erobert wurde, traf Todenhöfer Christian Emde. Der Deutsche ohne Migrationshintergrund ist ein islamischer Extremist aus dem Umfeld der berüchtigten und mittlerweile geschlossenen Millatu-Ibrahim-Moschee in Solingen.

In London verurteilt, später abgetaucht

Emde war 2011 in London festgenommen worden - zusammen mit seinem Kumpanen Robert Baum, der inzwischen bei einem Selbstmordanschlag im irakisch-syrischen Grenzgebiet ums Leben gekommen ist. In ihren Koffern fand die britische Polizei Bombenbauanleitungen. Ein britisches Gericht verurteilte ihn deshalb zu 16 Monaten Haft.

Emde wurde anschließend nach Deutschland abgeschoben, tauchte dort unter - und später in Syrien als IS-Kämpfer wieder auf. "Das ist ein Überzeugungstäter, der glaubt, eine historische Mission zu erfüllen", urteilt der Journalist Todenhöfer über Christian Emde. Und: "Der Islamische Staat, wie er sich nennt, ist viel stärker, viel gefährlicher, viel cleverer, als unsere westlichen Politiker meinen."

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