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Ägypten: Mann sprengt sich in Luxor in die Luft

Terror in Ägypten  

Mann sprengt sich in Luxor in die Luft

10.06.2015, 15:58 Uhr | dpa

Ägypten: Mann sprengt sich in Luxor in die Luft. Auf dem Parkplatz des weltberühmten Karnak-Tempels in Luxor hat sich ein Mann in die Luft gesprengt. Mehrere Geschäfte wurden schwer beschädigt. (Quelle: Reuters)

Auf dem Parkplatz des weltberühmten Karnak-Tempels in Luxor hat sich ein Mann in die Luft gesprengt. Mehrere Geschäfte wurden schwer beschädigt. (Quelle: Reuters)

Bei einen Selbstmordanschlag in der Touristenstadt Luxor haben ägyptische Sicherheitskräfte Schlimmeres verhindert. Zwei Attentäter kamen ums Leben. Nach Angaben des Innenministeriums hatten insgesamt drei Angreifer mit Schusswaffen und Sprengstoff versucht, eine Sicherheitsabsperrung des bekannten Karnak-Tempels zu durchbrechen.

In der Anlage hielten sich zu dem Zeitpunkt einige Gruppen ägyptischer und ausländischer Touristen auf.

Ein Attentäter sprengt sich in die Luft

Einer der Attentäter habe sich auf dem Vorplatz des Tempels in die Luft gesprengt, teilte die Polizei mit. Bei einer Schießerei mit Sicherheitskräften sei ein zweiter Täter getötet und ein dritter verletzt worden. Auch ein Angestellter des Tempels wurde demnach verwundet.

Touristen kamen dem Ministerium zufolge nicht zu Schaden. Allerdings wurden laut Sicherheitsbehörden auch mehrere Souvenir-Verkäufer verwundet. Zum Hintergrund der Tat gibt es bislang noch keine Informationen. Die Behörden arbeiteten daran, die Identität der Attentäter und ihre Beweggründe ausfindig zu machen, hieß es.

Weniger Touristen in Ägypten

Die südägyptische Tempelstadt Luxor am rechten Ufer des Nils gilt als eines der bekanntesten Touristenziele Ägyptens. Die Stadt entstand auf dem Siedlungsgebiet der altägyptischen Hauptstadt Theben. Der Karnak-Tempel ist Unesco-Weltkulturerbe. 1997 waren bei einem islamistischen Terroranschlag in Luxor Dutzende Urlauber ums Leben gekommen, darunter 36 Schweizer und 4 Deutsche.

Der Tourismus in Ägypten hatte in den vergangenen Jahren unter der teils instabilen Lage und der Gewalt im Land gelitten: Kamen 2010 - ein Jahr vor dem Arabischen Frühling - noch mehr als 14 Millionen Besucher aus dem Ausland, waren es 2013 nur noch 9,2 Millionen.

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