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Luftangriffe gegen Terroristen: Türkei tritt Anti-IS-Koalition bei

Luftangriffe gegen Terroristen  

Türkei tritt Anti-IS-Koalition bei

29.08.2015, 19:42 Uhr | dpa

Luftangriffe gegen Terroristen: Türkei tritt Anti-IS-Koalition bei. Die Türkei fliegt nach langem Zögern Angriffe gegen den Islamischen Staat. (Quelle: Reuters)

Die Türkei fliegt nach langem Zögern Angriffe gegen den Islamischen Staat. (Quelle: Reuters)

Lange hat die Türkei gezögert, nun schließt sich Ankara dem US-geführten Bündnis gegen die Terroristen des Islamischen Staates (IS) an. Kritiker sehen in dem neuerlichen Engagement jedoch Verschleierungstaktik: Eigentlich geht es der Türkei um ihren Krieg gegen die PKK.

Kurswechsel in Ankara: Die Türkei hat sich mit ersten Luftangriffen am Kampf des internationalen Bündnisses gegen die Terrormiliz IS beteiligt. Die Luftwaffe habe in der Nacht zum Freitag in Syrien Einsätze als Teil der von den USA angeführten Militärallianz geflogen, teilte das Außenministerium mit. Die Terrormiliz bedrohe die Sicherheit der Türkei. Der IS hat im Irak und in Syrien große Gebiete erobert und dort ein Kalifat ausgerufen.

Angriffe zunächst nicht nur gegen den IS

Nach einem dem IS zugeschriebenen schweren Anschlag im südtürkischen Suruc am 20. Juli hatte die türkische Luftwaffe schon einmal Angriffe auf die Terrormiliz in Syrien geflogen. Danach hatte sie aber zunächst deutlich häufiger Stellungen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) angegriffen. Die PKK verschärfte deshalb ihrerseits ihre Anschläge auf türkische Sicherheitskräfte. Der syrische Ableger der PKK - die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) - kämpft in Nordsyrien gegen den IS. Die PKK wird von der Türkei und ihren Verbündeten als Terrororganisation eingestuft.

Nach zähen Verhandlungen hatte das Nato-Land Türkei den USA dann kürzlich die Nutzung des Luftwaffenstützpunktes Incirlik erlaubt. Damit verkürzen sich die Flugzeiten der US-Kampfjets deutlich, die IS-Ziele in Syrien angreifen.

Kritiker werfen der islamisch-konservativen Regierung der Türkei vor, unter dem Deckmantel der Bekämpfung des IS vor allem gegen die PKK vorzugehen. Bislang war immer wieder kritisiert worden, dass die Türkei eine Behandlung verletzter IS-Kämpfer in türkischen Krankenhäusern erlaube und die Durchreise von IS-Anhängern aus dem Ausland nach Syrien nicht stoppe.

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