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Islamischer Staat: Marokko hebt Terrorzelle mit IS-Verbindung aus

Islamischer Staat  

Marokko hebt Terrorzelle mit IS-Verbindung aus

30.01.2017, 14:28 Uhr | dpa, rtr, AFP, t-online.de, AP

Islamischer Staat: Marokko hebt Terrorzelle mit IS-Verbindung aus. Die Terrormiliz Islamischer Staat nimmt die Stadt Palmyra wieder ein. (Quelle: AFP)

Die Terrormiliz Islamischer Staat nimmt die Stadt Palmyra wieder ein. (Quelle: AFP)

+++ Marokko hebt Terrorzelle mit IS-Verbindung aus +++

Marokkanische Sicherheitskräfte haben Behördenangaben zufolge eine Terrorzelle mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgehoben. Die sieben Mitglieder der Gruppe hätten Anschläge in dem nordafrikanischen Land geplant, berichtete das Innenministerium in einer Mitteilung am Freitag.

Die Aufträge für die Attacken seien dabei von Dschihadistenführern aus Syrien, dem Irak und Libyen gekommen. Bei der Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Anführers in der Küstenstadt El-Jadida seien unter anderem Sprengstoffgürtel, Chemikalien zum Bombenbau, eine Maschinenpistole und Munition gefunden worden.

Die marokkanischen Behörden führten in den vergangenen Monaten eine Reihe von Anti-Terror-Einsätzen durch. Viele ausländische Kämpfer der Terrormiliz IS kommen aus dem Land.

Islamischer Staat: News im Überblick

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist nicht nur die finanzstärkste, sondern auch eine der gefährlichsten Terrororganisationen der Welt. Im selbst ausgerufenen Kalifat in Syrien und im Irak baut der IS staatliche Strukturen auf und geht mit äußerster Brutalität gegen Gegner vor.

+++ Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat einen Großangriff auf eine Regierungsenklave im Osten Syriens gestartet. +++

Die sunnitischen Extremisten rückten am Samstag und Sonntag gegen Stellungen des Regimes bei Dair as-Saur sowie den Flughafen der Stadt vor, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Es sei der größte Angriff auf die Enklave seit einem Jahr.

Bei den Kämpfen wurden demnach mindestens 12 regierungstreue Kämpfer und 20 Extremisten getötet. Bei dem umkämpften Gebiet handelt es sich um die einzige Präsenz von Regimetruppen in der Region.

Im zwischen Rebellen und Regierung umkämpften Tal Wadi Barada nördlich von Damaskus brachen erneut Kämpfe aus. Regierungstreue Einheiten nahmen demnach weitere Rebellenstellungen in der Region ein. Die beiden Seiten werfen sich gegenseitig den Mord an dem pensionierten General und Unterhändler Ahmed al-Ghabdan vor.

Das Tal Wadi Barada ist wichtig für die Wasserversorgung von Damaskus. Die Rebellen hatten kurz vor Weihnachten das Tal und die Pumpwerke der Wasserquellen besetzt. Seitdem gibt es in Damaskus eine nur noch sehr eingeschränkte Wasserversorgung. Ein Team zur Reparatur der Pumpen wurde nach dem Tod des Unterhändlers Regimekreisen zufolge am Sonntag wieder abgezogen. Zudem berichteten die Menschenrechtler von neun Toten, nachdem Regierungstruppen das Dorf Dair Kanun in dem Tal beschossen hatten.

Nahe dem zentralsyrischen Palmyra startete die syrische Armee eine Offensive, um die Terrormiliz IS aus dem Gebiet zurückzudrängen. Die Regierungstruppen eroberten Gebiete nahe einem Militärflughafen bei Palmyra zurück, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Auch am Sonntag gingen die Gefechte weiter.

Aus Militärkreisen der syrischen Armee hieß es, dass die Truppen versuchten, große Öl- und Gasfelder in der syrischen Wüste zurückzuerobern. In einem zweiten Schritt, der von der syrischen und russischen Luftwaffe unterstützt werde, solle dann versucht werden, auch Palmyra selbst zurückzuerobern.

+++ Islamischer Staat verliert mehr und mehr an Boden in Mossul +++

Irakische Eliteeinheiten haben im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Mossul am Sonntag erstmals das Ostufer des Tigris erreicht. Der Fluss teilt die nordirakische Stadt. Ein Sprecher der Terrorismus-Abwehr CTS sagte, einige Einheiten der Truppe hätten sich zu einer Brücke über den Fluss durchgekämpft. Bislang konzentrieren sich die Kämpfe auf den Ostteil der Stadt, der letzten IS-Hochburg in Irak.

Beim Vorrücken auf die Stadtbezirke Baladijat und Sukkar seien sie am Sonntag von IS-Kämpfern aus der Umgebung einer historischen Anhöhe beschossen worden, sagte ein irakischer General. Er bezog sich offenkundig auf einen Hügel nahe der Ruinen der alten assyrischen Hauptstadt Ninive. Irakische Truppen und die US-Luftwaffe hätten die IS-Stellungen auf dem Hügel unter Beschuss genommen. Dutzende Extremisten seien getötet worden

+++ IS bekennt sich zu Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Berlin +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Angriff auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sich in Anspruch genommen.

Der Täter sei ein "Soldat des Islamischen Staates" gewesen, meldete das IS-Sprachrohr Amak im Internet. Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht verifizieren. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle im Internet verbreitet. 

Auch die Form der Erklärung entspricht früheren Bekenntnissen der Extremisten. Die Operation sei eine Reaktion auf Aufrufe, die Bürger der Staaten der internationalen Koalition anzugreifen.

+++ Islamischer Staat schlägt im Jemen zu +++

SANAA (dpa-AFX) - Bei einem Selbstmordanschlag der Terrormiliz IS in der jemenitischen Hafenstadt Aden sind am Sonntag mindestens 49 Soldaten getötet worden. Viele weitere Menschen seien verletzt worden, als sich der Attentäter in der Nähe einer Militärbasis in die Luft sprengte, berichtete medizinisches Personal weiter. Sicherheitskreisen zufolge hatten sich die Soldaten an dem Stützpunkt versammelt, um ihren Sold abzuholen. Der Islamische Staat (IS) bekannte sich über sein Sprachrohr Amak zu der Tat.

Im Jemen tobt seit fast zwei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern der Regierung und schiitischen Huthi-Rebellen. Weil die Rebellen die Hauptstadt Sanaa und weite Teile im Norden des Landes kontrollieren, regiert die international anerkannte Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi von Aden im Süden aus. Die Soldaten, denen der Anschlag galt, kämpfen für die Regierung.

Extremisten machen sich das Chaos in dem bitterarmen Land zunutze und verüben immer wieder blutige Anschläge auf Sicherheitskräfte. Ähnliche Anschläge auf Sicherheitskräfte im Süden des Jemens hatten schon in der Vergangenheit die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und das Terrornetzwerk Al-Kaida für sich beansprucht.

Erst am vergangenen Wochenende hatte ein Selbstmordattentäter in Aden Dutzende Soldaten mit in den Tod gerissen. Dem Auswärtigen Amt zufolge bekannte sich der IS damals ebenfalls. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen zündete der Attentäter auch dort vor einem Armeelager einen Sprengstoffgürtel inmitten wartender Soldaten.

Nach UN-Angaben wurden seit Beginn der saudischen Luftangriffe auf die Huthis mehr als 7000 Menschen getötet. Die humanitäre Situation im Jemen ist katastrophal. Mehr als 14 Millionen Menschen leiden unter Nahrungsmittel- und Wasserknappheit - das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung. In der Hauptstadt Sanaa waren Cholerafälle gemeldet worden. Zudem mussten Millionen Menschen im Land aus ihren Häusern in andere Landesteile fliehen.

Diplomatische Vermittlungsversuche waren in der Vergangenheit immer wieder gescheitert. Zuletzt lief eine brüchige Waffenruhe zwischen Huthis und Regierung aus, ohne dass weitere Gespräche vereinbart wurden.

+++ Terrormiliz fielen syrische Waffen in die Hände +++

Bei ihrer Flucht aus der antiken Wüstenstadt Palmyra haben die syrischen Soldaten nach US-Angaben zahlreiche Waffen zurückgelassen, die der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in die Hände gefallen sind.

Die Truppen der syrischen Armee hätten Palmyra "sehr schnell" verlassen, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Dienstag. "In der Folge hat der IS das gesamte Material übernommen, das vom Regime vor Ort gelassen wurde. Dies könnte gepanzerte Fahrzeuge und Artillerie umfassen."

Die Extremisten hatten Palmyra acht Monate nach ihrer Vertreibung aus der Stadt am Sonntag zurückerobert, obwohl zeitweise russische Kampfjets Luftangriffe zur Unterstützung der syrischen Einheiten flogen. Die Dchihadistenmiliz hatte Palmyra erstmals im Mai 2015 eingenommen. Während ihrer Herrschaft zerstörten die IS-Kämpfer dort zahlreiche einzigartige Kulturgüter.

Washington verwies darauf, dass Palmyra wohl deshalb von der syrischen Armee aufgegeben werden musste, weil sich diese völlig auf den Kampf um die Großstadt Aleppo konzentriert habe. Moskau, das den syrischen Machthaber Baschar al-Assad militärisch unterstützt, hatte am Montag mangelnde Kooperationsbereitschaft der USA für den Verlust von Palmyra verantwortlich gemacht

+++ Mutmaßliches IS-Mitglied festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Beamte der Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen und des Bundeskriminalamts (BKA) nahmen den 30-jährigen tadschikischen Staatsangehörigen Mukhamadsaid S. am Dienstag fest, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Er wird demnach verdächtigt, sich von April bis September 2015 dem IS angeschlossen zu haben. Der 30-Jährige reiste den Ermittlungen zufolge Mitte April 2015 von Tadschikistan aus über die Türkei nach Syrien. Dort soll er für den IS gekämpft haben und auch in Videobotschaften aufgetreten sein. Darin habe er vornehmlich tadschikische Landsleute aufgerufen, für die Dschihadisten zu kämpfen. Spätestens Anfang September 2015 soll er nach Deutschland gekommen sein. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ordnete Untersuchungshaft für ihn an.

+++ Schwere Kämpfe um libysche IS-Hochburg Sirte +++

Bei den bislang schwersten Kämpfen um die libysche IS-Hochburg Sirte haben Anhänger der neuen Einheitsregierung nach eigenen Angaben weitere Teile der Stadt eingenommen. Allerdings erlitten sie dabei hohe Verluste. Ahmed Ruiati, Sprecher des Bündnisses "Bunjan Marsus", sagte am Mittwoch, bei den Gefechten am Vortag seien 84 Soldaten getötet und 135 weitere verletzt worden. Seit Beginn der Offensive auf Sirte im vergangenen Monat kamen demnach etwa 220 Anhänger der Einheitsregierung ums Leben. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) setzt zur Verteidigung der Stadt Scharfschützen sowie Selbstmordattentäter ein. Über Verluste des IS gibt es keine verlässlichen Angaben. Ruiati schätzt die Zahl ihrer Gefallenen auf mehrere Hundert. Ihm zufolge nahmen die Truppen unter anderem das Radiogebäude Sirtes sowie ein weiteres zentrales Viertel ein. Wegen der heftigen Gegenwehr des IS war die Offensive gegen die Extremisten zuletzt ins Stocken geraten. Sirte rund 450 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis ist das Machtzentrum des libyschen Ablegers der Terrormiliz.

+++ Drei mutmaßliche IS-Attentäter in Türkei festgenommen +++

Die türkischen Behörden haben Medienberichten zufolge drei mutmaßliche Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur DHA am Mittwoch berichtete, planten die Festgenommenen angeblich einen Anschlag auf ein Transsexuellen-Event am vergangenen Sonntag. Die Männer seien in der letzten Woche festgenommen worden. Zwei von ihnen sollen aus der russischen Unruheregion Dagestan stammen.

+++ Islamischer Staat leistet erheblichen Widerstand im Kampf um Falludscha im Irak +++

Bei der Militäroffensive zur Rückeroberung der irakischen Stadt Falludscha haben die Extremisten der Miliz Islamischer Staat (IS) am Dienstag weiterhin erbitterten Widerstand geleistet. Der für den Einsatz der irakischen Kräfte verantwortliche Kommandeur Abdelwahab al-Saadi sagte, die Dschihadisten hätten am frühen Morgen einen heftigen Gegenangriff im Süden der Stadt gestartet. Rund hundert schwerbewaffnete Kämpfer stellten sich demnach den irakischen Truppen entgegen.

Eliteeinheiten der irakischen Armee waren am Montag aus drei Richtungen in die bislang vom IS kontrollierte Stadt eingedrungen. Unterstützung erhielten sie aus der Luft von der internationalen Militärkoalition. Der größte Vormarsch auf Falludscha gelang im Süden der Stadt, wo die Soldaten in den Vorort Naimija eindrangen. Dort habe es am Dienstag dann auch den Gegenangriff gegeben, sagte al-Saadi. Die Eliteeinheiten hätten die Attacke aber zurückgeschlagen und 75 IS-Kämpfer getötet. Zu Toten auf Seiten der Regierungstruppen machte er keine Angaben. Der IS hatte 2014 die Kontrolle über Falludscha übernommen.

+++ Libysche Miliz drängt IS-Kämpfer zurück +++

Libysche Kämpfer, die die Einheitsregierung des Landes unterstützen, haben nach eigenen Angaben die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückgedrängt. Eine Gruppe, die die wichtigen Ölhäfen im Osten kontrolliert, erklärte am Montag, sie habe den IS aus der Stadt Ben Dschawad vertrieben. Es habe heftige Gefechte gegeben, sagte ein Sprecher der Gruppe, die sich Wächter der Ölanlagen nennt. Sie verfolgten die sich in Richtung Sirte zurückziehenden IS-Kämpfer. Die Küstenstadt Sirte ist die IS-Hochburg in Libyen.

+++ Irakische Truppen dringen von drei Seiten in Falludscha ein +++

Bei ihrer Offensive zur Rückeroberung von Falludscha sind irakische Eliteeinheiten am Montag in die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierte Stadt eingedrungen. Der Einsatz habe am frühen Morgen begonnen, sagte der Sprecher der irakischen Anti-Terror-Eliteeinheiten, Sabah al-Norman, am Montag. Seinen Angaben zufolge fielen die Truppen von drei Seiten in die Stadt ein. Unterstützung erhielten die Elitetruppen aus der Luft von der internationalen Militärkoalition, erklärte der für den Einsatz verantwortliche Kommandeur Abdelwahab al-Saadi. Der IS leiste Widerstand, hieß es.

Seit dem Wochenende hatten sich die irakischen Einheiten auf die Erstürmung der vom IS gehaltenen Stadt westlich von Bagdad vorbereitet. Die irakische Armee versucht seit etwa einer Woche mit Unterstützung von verbündeten Milizen und von Kampfflugzeugen der US-geführten Militärallianz, Falludscha zurückzuerobern.

+++ Türkische Justiz: IS-Kommandant im Irak befahl Anschlag auf deutsche Touristen +++

Der Selbstmordattentäter, der im Januar in Istanbul zwölf deutsche Touristen in den Tod gerissen hatte, hat nach Erkenntnissen der türkischen Justiz auf Weisung eines ranghohen Kommandanten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak gehandelt. Der Anschlag auf die deutsche Besuchergruppe im Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet sei vom IS-Auslandschef Omar-Ebu Abid angeordnet worden, heißt es laut einem Bericht der Zeitung "Hürriyet" vom Montag in Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft. Der mutmaßliche IS-Kämpfer Nabil Fadli hatte sich am 12. Januar in Istanbul inmitten einer deutschen Touristengruppe in die Luft gesprengt. Die Tat gilt als gezielter Schlag der Dschihadisten-Gruppe gegen den türkischen Tourismus. Laut "Hürriyet" kundschaftete Fadli vor der Tat über mehrere Tage hinweg verschiedene mögliche Anschlagsziele in Istanbul aus. Der Zeitung zufolge will die Istanbuler Staatsanwaltschaft vor Gericht für insgesamt 26 mutmaßliche Komplizen des Attentäters Haftstrafen von siebeneinhalb Jahren bis lebenslang fordern. Derzeit sitzen 18 Verdächtige in Untersuchungshaft.

+++ Islamischer Staat spricht neue Drohungen gegen die USA und Europa aus +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den USA und Europa mit neuen Angriffen gedroht: In einer neuen Audiobotschaft werden die Anhänger der Extremistengruppe aufgerufen, im Anfang Juni beginnenden Fastenmonat Ramadan Anschläge zu verüben. Die Audiobotschaft wurde am späten Samstagabend im Internet verbreitet, sie stammt offenbar von IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani. In seiner etwa 30 Minuten langen Botschaft versuchte der Sprecher zugleich, die Moral der IS-Kämpfer zu heben. Selbst wenn der IS die Kontrolle über seine Hochburgen Mossul im Irak, Sirte in Libyen oder Raka in Syrien verlieren sollte, wäre dies keine Niederlage, sagte al-Adnani. "Eine Niederlage ist es nur, wenn wir die Überzeugung und den Willen zum Kampf verlieren."

+++ Islamischer Staat tötet Arzt in Bangladesch +++

Erneut ist in Bangladesch ein Mann wegen seines Glaubens von Extremisten getötet worden. Der 60-jährige Arzt sei im Bezirk Kushtia von drei Angreifern mit Macheten zerhackt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Sein Freund sei schwer verletzt worden. Die Angreifer seien auf einem Motorrad geflohen. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu dem Attentat. Der Homöopath sei angegriffen worden, weil er für das Christentum geworben habe, teilte die dem IS nahestehende Agentur Amak mit. Die Mitteilung konnte nicht unabhängig überprüft werden. Die Behörden in Bangladesch bestreiten, dass der IS im Land präsent ist. Bangladesch ist überwiegend muslimisch. Der jüngste Angriff ereignete sich in einer Gegend, die rund 260 Kilometer westlich der Hauptstadt Dhaka liegt.

+++ USA sehen Terrormiliz Islamischer Staat in der Defensive +++

Die USA sehen den IS in der Defensive. Wie der Sonderbeauftragte von US-Präsident Barack Obama für die IS-Bekämpfung, Brett McGurk, am Sonntag bei einem Besuch in der jordanischen Hauptstadt Amman sagte, erleide der IS militärische und ideologische Rückschläge. Nach Angaben der Zeitung "Jordan Times" erklärte McGurk weiter, die Dschihadisten hätten Gebiete in Syrien und im Irak verloren. Er betonte, dass der Krieg gegen den Islamischen Staat nicht nur militärisch sondern auch diplomatisch geführt werde. McGurk erklärte, die finanziellen Möglichkeiten der Terrormiliz würden kontinuierlich eingeschränkt. Erfolgreich sei auch der Kampf gegen die IS-Propaganda, sagte McGurk. Er wies zudem auf die Wichtigkeit eines Endes der Kämpfe zwischen dem Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und der moderaten Opposition hin. Diese Opposition könne den Islamischen Staat nicht bekämpfen, solange sie sich im Krieg mit der Regierung in Damaskus befinde.

+++ FBI-Chef: Weniger Amerikaner schließen sich IS an +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat erhält immer weniger Rekruten aus den USA. Nach FBI-Erkenntnissen reisen deutlich weniger US-Amerikaner in den Nahen Osten, um sich dem IS anzuschließen, als noch vor einem Jahr. Seit vergangenem August liege die Zahl bei einem US-Bürger pro Monat, sagte der Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, nach Medienberichten am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. In den eineinhalb Jahren zuvor waren demnach monatlich sechs bis zehn Amerikaner in die Kriegsgebiete in Syrien oder dem Irak gereist, um für den IS zu kämpfen, oder hatten es versucht. "Die Marke des sogenannten Islamischen Staates hat in den Vereinigten Staaten bedeutend an Macht verloren", sagte Comey. "Sie haben die Fähigkeit verloren, Menschen aus den USA in ihr Kalifat zu locken." Allerdings ermittle das FBI derzeit gegen rund 800 Menschen in den USA wegen des Verdachts, sie seien vom IS radikalisiert worden.

+++ Islamischer Staat verübt blutige Anschläge in Bagdad +++

Es war der blutigste Tag in der irakischen Hauptstadt seit Jahresbeginn: Bei einer Anschlagserie sind am Mittwoch in Bagdad über 90 Menschen getötet worden. Allein bei einem Autobombenanschlag im schiitischen Stadtteil Sadr City starben nach Behördenangaben über 60 Menschen. Später gingen noch in zwei weiteren überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtvierteln Autobomben hoch. Zu den Anschlägen bekannte sich die sunnitische Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Die Autobombe in Sadr City im Norden Bagdads explodierte am Vormittag in der Nähe eines Marktes, mindestens 64 Menschen starben. Umliegende Geschäfte gerieten in Brand, überall lagen Trümmer verstreut. Auch das ausgebrannte Auto des Attentäters stand auf der Straße. Am Nachmittag explodierte eine weitere Autobombe im schiitischen Stadtteil Kadhimija im Nordwesten der Hauptstadt, der wie Sadr City schon mehrfach Ziel von Anschlägen war. Mindestens 17 Menschen wurden getötet, darunter auch mehrere Sicherheitskräfte. Die dritte Autobombe explodierte im Viertel Dschamea im Westen Bagdads, wo neben vielen Schiiten auch Sunniten leben. Dort wurden nach Angaben von Rettungskräften mindestens 13 Menschen getötet. Rund 150 Menschen wurden bei der Anschlagsserie verletzt.

Die IS-Miliz erklärte, alle drei Anschläge seien von Selbstmordattentätern verübt worden, für jeden von ihnen nannte sie einen Kampfnamen.

+++ USA melden Tötung von IS-Führer in irakischer Provinz Anbar +++

Bei einem Luftangriff der von den USA geführten Anti-IS-Koalition in der irakischen Provinz Anbar ist ein Führer der Terrormiliz Islamischer Staat getötet worden. Neben Abu Wahib seien drei weitere Personen umgekommen, als ihr Auto in der Stadt Rutba getroffen worden sei, sagte Pentagonsprecher Peter Cook. Demnach erfolgte die Attacke bereits am Freitag. Einem hohen US-Vertreter zufolge wurde sie von der amerikanischen Luftwaffe geflogen. Cook bezeichnete Wahibs Tod als schweren Schlag für die IS-Führung. Demnach gehörte er früher der Al-Kaida im Irak an. Beim IS sei er in Hinrichtungsvideos der Dschihadistengruppe zu sehen gewesen. Schon in der Vergangenheit hatte es unbestätigte Berichte über Luftangriffe auf Wahib gegeben.

+++ 55 IS-Kämpfer bei Angriffen der türkischen Armee getötet +++

Bei Angriffen der türkischen Streitkräfte auf Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien sind laut Medienberichten 55 IS-Kämpfer getötet worden. Die in Grenznähe stationierte Artillerie habe am Samstagabend Ziele nördlich der Stadt Aleppo unter Beschuss genommen, meldeten die Nachrichtenagenturen Anadolu und Dogan am Sonntag. Dabei seien drei Raketenabschussbasen und drei Fahrzeuge zerstört worden. Die Angaben konnten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüft werden.

Seit Jahresbeginn gerät die türkische Grenzstadt Kilis immer wieder von syrischer Seite aus unter Beschuss. Mindestens 21 Menschen wurden durch Raketenangriffe getötet. Ankara macht die IS-Miliz für die Attacken verantwortlich und nimmt daher immer wieder Stellungen der Dschihadisten im Nachbarland unter Beschuss.

+++ Acht Polizisten in Ägypten von IS-Kämpfern erschossen +++

Bei einem Angriff von Islamisten sind in Ägypten acht Polizisten getötet worden. Die Täter hätten den Kleinbus der Sicherheitskräfte in Helwan südlich von Kairo mit automatischen Waffen unter Beschuss genommen, teilte das Innenministerium in Kairo am Sonntag mit. Bei den Opfern handle es sich um einen Leutnant und sieben niedrigrangigere Beamte. Der ägyptische Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu der Attacke. Die Polizisten in Zivil waren nach Angaben des Innenministeriums auf einer nächtlichen Patrouillenfahrt, als ihnen ein Geländewagen den Weg versperrte. Die Attentäter hätten dann mit automatischen Waffen das Feuer eröffnet. Der ägyptische IS-Ableger erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass "Soldaten des Kalifats" das Polizeifahrzeug in Helwan angegriffen und acht "ungläubige" Beamte getötet hätten. Es handelte sich demnach um einen Vergeltungsangriff für die Inhaftierung "reiner Frauen" in ägyptischen Gefängnissen.

+++ IS-Rückkehrer soll Kontakt zu Pariser Terrorist gehabt haben +++

Ein in Hamburg angeklagter mutmaßlicher IS-Rückkehrer soll nach "Spiegel"-Informationen Kontakt zum möglichen Organisator der Terroranschläge von Paris gehabt haben. Der 27 Jahre alte Angeklagte habe Abdelhamid Abaaoud auf Fotos wiedererkannt, die ihm bei seiner Vernehmung vorgelegt wurden, schreibt das Magazin. Die beiden sollen sich kurze Zeit im selben Haus im Norden von Syrien aufgehalten haben. Abaaoud gilt als einer der Planer der Anschläge in Paris im vergangenen November.

Der 27-jährige Angeklagte, der laut "Spiegel" aus Bremen stammt, war bei seiner Rückkehr im Juli 2015 am Flughafen festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft hatte vor rund einer Woche Anklage gegen ihn erhoben, weil er sich in Syrien der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben soll. Der Mann soll sich im Frühjahr 2015 von IS-Kämpfern für den Einsatz in einer Spezialeinheit ausgebildet haben lassen. Ihm wird außerdem vorgeworfen, nach Abbruch der Militärausbildung an einem Propagandavideo mitgewirkt zu haben.

+++ Plant der IS ein Attentat auf den König von Schweden? +++

Die schwedische Sicherheitspolizei geht Berichten über einen möglichen Terroranschlag auf die Geburtstagsfeier für König Carl XVI. Gustaf nach. Man bemühe sich um Informationen, erklärte die Säpo am Dienstag, nannte aber keine Einzelheiten. Zuvor hatte die Zeitung "Expressen" berichtet, irakische Behörden hätten schwedische Stellen darüber informiert, dass sieben oder acht Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat nach Schweden aufgebrochen seien. Die Säpo habe Mitarbeiter in den Irak geschickt, um genauere Informationen zu bekommen. Schwedische Medien berichteten, die Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen und Flughäfen seien nicht erhöht worden. Ziel eines Anschlags könne die Feier für König Carl Gustaf sein, der am Samstag 70 Jahre alt wird. Dazu werden dessen Familie, Regierungsmitglieder sowie Monarchen aus ganz Europa erwartet. Eine Gästeliste war aber noch nicht veröffentlicht worden. Der Sprecher des Königshauses, Daniel Urso, wollte sich zu Sicherheitsfragen nicht äußern.

+++ Islamischer Staat ermordet Uni-Professor in Bangladesch +++

Mutmaßliche Islamisten haben in Bangladesch einen Universitäts-Professor ermordet. Der Mann sei am Samstag auf dem Weg zu seiner Arbeit in der Stadt Rajshahi im Nordwesten des Landes überfallen und mit scharfgeschliffenen Waffen getötet worden, sagte Polizeikommissar Nahidul Islam. Die Angreifer seien geflohen. Das auf die Beobachtung von Dschihadistenseiten im Internet spezialisierte Institut Site erklärte, die Terrormiliz Islamischer Staat habe sich zu dem Anschlag bekannt und dem Getöteten Atheismus vorgeworfen. Das Verbrechen an dem Englisch-Dozenten ähnelt den Morden an atheistischen Bloggern, die das vorwiegend von Muslimen bewohnte Bangladesch erschüttert haben. Der IS hatte sich auch zu früheren Mordanschlägen bekannt.

In den vergangenen Jahren sind mindestens drei weitere Professoren der Rajshahi-Universität ermordet worden. Am Samstag zogen Hunderte Studenten und Lehrer auf den Campus und forderten die Bestrafung der Täter. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf den Behörden in Bangladesch vor, zu wenig zu tun, um die Morde zu stoppen. "Nicht eine einzige Person ist vergangenes Jahr wegen der Angriffe vor Gericht gekommen", sagte die Südasien-Direktorin von Amnesty, Champa Patel. Die Regierung versichert, der IS sei in Bangladesch nicht aktiv und wirft der Opposition vor, religiöse Extremisten zu unterstützen.

+++ Französischer Minister sieht Chance zur Vernichtung des IS +++

Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sieht die Chancen auf einen Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat steigen. Die Extremisten hätten 30 bis 40 Prozent ihres Territoriums in Syrien und im Irak verloren, und es bestehe die Möglichkeit, den IS "auszurotten", sagte er am Donnerstag dem Radiosender France Info. Ziel der US-geführten Koalition sei die Einnahme der Städte Mossul im Irak und Rakka in Syrien bis Ende des Jahres. Er fügte hinzu: "Ich sage das mit viel Vorsicht, aber zum ersten Mal habe ich diese ziemlich optimistische Botschaft." Rakka dient dem IS als Hauptstadt, Mossul ist seit Juni 2014 unter Kontrolle der Extremisten.

+++ Islamischer Staat macht neue Bodengewinne im Osten von Syrien +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat im Osten Syriens Aktivisten zufolge weitere Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. In der Stadt Dair as-Saur eroberte sie nach heftigen Kämpfen ein von der Regierungsarmee bisher kontrolliertes Viertel im Industriedistrikt, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch berichtete. Fünf Luftangriffe wurden den Angaben zufolge auf das Gebiet geflogen, Angaben über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht.

Die Nachrichtenagentur Aamak, die dem IS nahesteht, meldete ebenfalls, die Miliz habe Regierungstruppen aus dem Viertel vertrieben. Nun rücke sie näher an einen begehrten Luftwaffenstützpunkt heran. Unklar war zunächst, wer die Luftangriffe flog. Russland unterstützt seinen Verbündeten, Syriens Präsident Baschar al-Assad, seit Ende September mit Luftangriffen. Regierungstruppen vertrieben mit russischer Hilfe den IS Ende März aus der antiken Oasenstadt Palmyra. Doch im Norden wehrten die radikalislamischen Kämpfer Angriffe von anderen Rebellengruppen ab.

+++ Massengräber in ehemaliger IS-Stadt Ramadi entdeckt +++

Die irakische Polizei hat in Massengräbern in der Stadt Ramadi rund 40 Leichen entdeckt. Gefangen genommene Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat hätten die Beamten am Dienstag zu den Gräbern in einem Fußballstadion geführt, hieß es aus Polizeikreisen. Unter den Opfern seien Frauen, Kinder und männliche Zivilisten. Die Hauptstadt der Provinz Anbar war bis Dezember unter Kontrolle des IS.

Auch in anderen Städten im Irak und Syrien, aus denen die der IS vertrieben wurde, waren Massengräber gefunden worden. Einer der schlimmsten Massenhinrichtungen ereignete sich im Juni 2014 in der Stadt Tikrit, in der bis zu 1700 Soldaten von IS-Kämpfern gefangen genommen und dann getötet wurden. Nach der Befreiung der Stadt fast ein Jahr später wurden Hunderte Leichen in Massengräbern gefunden. Auch aus Sindschar hatte das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen im Irak im Dezember den Fund von 16 Massengräbern mit teilweise mehr als 60 Leichen gemeldet.

+++ Agenturen melden türkischen Angriff auf IS-Kämpfer im Irak +++

Im Norden des Irak haben sich türkische Soldaten und mutmaßliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach Angaben aus Ankara heftige Zusammenstöße geliefert. Türkische Soldaten hätten einen Angriff auf einen ihrer Panzer erwidert und dabei 32 mutmaßliche IS-Kämpfer getötet, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Nach Angaben der Agentur Dogan blieben die türkischen Soldaten unverletzt. Der Vorfall ereignete sich den Agenturen zufolge nahe des türkischen Lagers Baschika im Nordirak. Von unabhängiger Seite ließen sich die Darstellungen zunächst nicht bestätigen.

Anadolu und Dogan berichteten übereinstimmend, zunächst seien zehn mutmaßliche IS-Kämpfer bei einem Angriff auf ein Haus getötet worden, in dem sie sich verschanzt hatten. Weitere 22 mutmaßliche Islamisten seien getötet worden, als sie vor den türkischen Truppen fliehen wollten.

+++ Islamischer Staat kämpft mit Einbruch seiner Einnahmen +++

Der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) brechen Experten zufolge die Einnahmen weg. Die Luftangriffe auf die Öl-Anlagen der Islamisten und die Rückeroberung von der IS kontrollierter Gebiete hätten dazu geführt, dass die Extremisten derzeit rund ein Drittel weniger einnähmen als Mitte vergangenen Jahres, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des Analysehauses IHS. Zwar sei der IS noch eine ernstzunehmende Macht, schrieb der Analyst Ludovico Carolino. "Aber dieser Einnahmerückgang ist bedeutend und macht es für die Gruppe schwieriger, langfristig ihr Gebiet zu verwalten." Dem Bericht zufolge sucht der IS nach neuen Einnahmenquellen. So könnten sich Verurteilte jetzt von Prügelstrafen freikaufen, und es könnten nun Strafgelder für falsche Antworten auf Fragen zum Koran verhängt werden. Dem Bericht zufolge sind die Einnahmen des IS von 80 Millionen Dollar pro Monat Mitte 2015 auf 56 Millionen im März zurückgegangen. Im selben Zeitraum sei die tägliche Ölförderung von 33.000 Barrel auf 21.000 Barrel eingebrochen. Die Einnahmen des IS stammten etwa zur Hälfte aus Steuern und Beschlagnahmungen, 43 Prozent komme aus Ölverkäufen und der Rest aus Spenden, dem Stromverkauf sowie dem Drogenschmuggel.

+++ Afghanische Luftwaffe greift IS-Stellungen an +++

Die afghanische Luftwaffe hat Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat im Osten des Landes angegriffen und dabei mindestens 40 Kämpfer getötet. Ziel sei ein Treffen von IS-Rebellen in der Gegend Pikha Lataband gewesen, sagte Bezirksgouverneur Gahlib Mudschahid am Freitag. Bei dem Angriff am Donnerstagabend in der Provinz Nangarhar wurden den Angaben zufolge weitere IS-Kämpfer verletzt. Die meisten Opfer stammten aus dem Ausland. Ihre Leichen seien von Dorfbewohnern aufgesammelt und dem IS übergeben worden. Viele IS-Kämpfer in Nangarhar sind ehemalige Taliban-Mitglieder, die enttäuscht sind, dass es noch nicht gelang, die Regierung in Kabul zu stürzen.

+++ Obama: Islamischer Staat in Syrien und dem Irak in der Defensive +++

US-Präsident Barack Obama sieht die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak in der Defensive. Die USA seien dagegen in der Offensive und gedächten auch, dies zu bleiben, sagte Obama am Mittwoch nach Beratungen mit seinem Team für nationale Sicherheit am Sitz des US-Geheimdienstes CIA in Langley im US-Bundesstaat Virginia. Bei den jüngsten US-Luftangriffen in der Region seien drei führende IS-Mitglieder getötet worden, sagte Obama. In den "kommenden Tagen und Wochen" würden es mehr werden. "Jeden Tag werden IS-Führer aufwachen und wissen, es könnte ihr letzter sein", sagte der US-Präsident. Berichte zeigten, dass die Zahl der IS-Kämpfer auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gesunken sei. Der Schlüssel zur Bezwingung des IS sei ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien, sagte Obama. Daher werde die diplomatische Arbeit zur Beendigung des "schrecklichen" Konflikts fortgesetzt. In Genf hatte am Mittwoch die zweite Runde der von den Vereinten Nationen vermittelten Friedensgespräche für Syrien begonnen. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura empfing Vertreter des Hohen Verhandlungskomitees (HCN), eines von Saudi-Arabien geschmiedeten Oppositionsbündnisses. Wegen der ebenfalls am Mittwoch abgehaltenen Parlamentswahl in Syrien wurden die Vertreter der Regierung erst am Donnerstag oder Freitag in Genf erwartet.

+++ Maaßen: Verfassungsschutz muss bei Terrormiliz IS dazulernen +++

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat nach Darstellung seines Präsidenten Hans-Georg Maaßen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anfangs falsch eingeschätzt. So habe man es zunächst für unwahrscheinlich gehalten, dass der IS den Flüchtlingsstrom nutzen werde, um Anhänger nach Deutschland zu bringen, sagte Maaßen der "Welt am Sonntag". "Wir dachten, das Risiko sei schlichtweg viel zu hoch. Mittlerweile wissen wir: Was den IS angeht, müssen wir eben auch dazulernen. Obwohl er es nicht nötig hätte, seine Leute unter die Flüchtlinge zu mischen, hat er es getan. Ich nenne das eine "show of force" (Machtdemonstration)." Es sei ein großes Problem, dass etwa 70 Prozent der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge keine gültigen Pässe vorlegten. Sie würden nur aufgrund ihrer eigenen Angaben registriert. "Ich habe die Sorge, dass wir und unsere Partnerdienste in unseren Datenbanken zwar Informationen über gefährliche Personen gespeichert haben. Uns könnte jedoch entgehen, dass sie bei uns sind, weil sie mit falschen Identitäten einreisen." Maaßen erneuerte seine Warnung vor möglichen Terroranschlägen in Deutschland. "Der IS will auch Anschläge gegen Deutschland und deutsche Interessen durchführen. Dazu wird in der Propaganda ausdrücklich aufgerufen. Deutsche Städte werden in einem Zusammenhang mit anderen Metropolen wie Paris, London oder Brüssel genannt." Der Verfassungsschutz halte die Sicherheitslage für "sehr ernst". Es lägen jedoch derzeit keine Erkenntnisse über konkrete Pläne für Terroranschläge in Deutschland vor, sagte Maaßen.

+++ Islamischer Staat lässt 170 verschleppte Arbeiter frei +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Syrien nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte rund 170 der mehr als 300 Arbeiter eines Zementwerks freigelassen, die sie am Donnerstag verschleppt hatte. "Ich denke, die werden alle Arbeiter freilassen", sagte Rami Abdurrahman, der Gründer der Beobachtungsstelle, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. "Doch sie werden 30 bis 40 Wachleute weiter festhalten, weil die für das (syrische) Regime gearbeitet haben." Die Freilassung wurde den Angaben zufolge von örtlichen Würdenträgern vermittelt. Die ersten Arbeiter seien in der Region Damaskus eingetroffen.

Die Mitarbeiter des Zementwerks von Al-Dumeir nordöstlich von Damaskus waren am Donnerstag entführt worden. Aktivisten berichteten der dpa, der "heftige" Angriff der Terrormiliz sei eine Vergeltung für die Vertreibung des IS aus der historischen Oasenstadt Palmyra Ende März durch Regimetruppen gewesen. In der Umgebung von Al-Dumeir hatte es in den Tagen zuvor mehrfach Angriffe des IS gegeben. So waren bei einem Angriff mit fünf sprengstoffbeladenen Autos auf einen Fliegerhorst 12 Soldaten getötet worden.

+++ USA: Zahl der IS-Kämpfer in Libyen binnen gut eines Jahres verdoppelt +++

Die Zahl der Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen hat sich nach Angaben der USA binnen gut eines Jahres verdoppelt. Derzeit seien schätzungsweise zwischen 4000 und 6000 IS-Kämpfer in dem nordafrikanischen Land aktiv, sagte der Oberbefehlshaber des US-Afrika-Kommandos, David Rodriguez, am Donnerstag in Washington. Dies seien gut doppelt so viele wie noch vor zwölf bis 18 Monaten, sagte der General. Allerdings gelinge es ihnen anders als den IS-Kämpfern in Syrien und dem Irak nicht, rasch Geländegewinne zu erzielen. In Libyen herrschten "bedeutend andere Bedingungen", sagte Rodriguez. Dort habe der IS nicht genügend einheimische Kämpfer, die das Land gut kennen würden. Zudem schätzten die einheimischen Milizen keine Einmischung von außen.

+++ Mindestens sieben Tote bei IS-Anschlägen auf dem Sinai +++

Bei zwei Anschlägen der Extremisten-Miliz Islamischer Staat auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind mindestens sieben Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Mehrere an Straßen versteckte Sprengsätze seien detoniert, als Militärfahrzeuge die Stellen passiert hätten, hieß es am Freitag in Sicherheitskreisen. Unter den Toten seien fünf Soldaten, ein Militäroffizier und eine Zivilistin. Der IS bekannte sich auf mehreren Internet-Seiten zu den Anschlägen. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das ägyptische Militär im Jahr 2013 haben Extremisten ihre Anschläge im Land verstärkt. Hunderte Menschen sind seitdem getötet worden. Die Attentate richten sich sowohl gegen Soldaten und Polizisten als auch gegen Zivilisten und Urlauber. 

+++ Islamischer Staat entführt hunderte Fabrikarbeiter in Syrien +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat in Syrien nach offiziellen Angaben mehr als 300 Fabrikarbeiter entführt. Die Dschihadisten hätten Mitarbeiter und Führungskräfte der Zementfabrik Badijah verschleppt, berichtete die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag. Das Unternehmen habe "das Industrieministerium informiert, dass es keinen Kontakt zu den Entführten herstellen konnte", hieß es weiter. Ein Sprecher des betroffenen Unternehmens hatte zuvor gesagt, seit dem Überfall am Montag fehle von rund 250 Angestellten jede Spur. Bewohner am Standort der Fabrik nahe der Kleinstadt Dmeir bestätigten die Angaben. "Seit dem IS-Angriff auf die Fabrik am Montagmittag können wir unsere Angehörigen nicht mehr erreichen", sagte ein Bewohner der Nachrichtenagentur AFP.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte ihrerseits mitgeteilt, von Dutzenden Fabrikarbeitern fehle jede Spur. Es sei zu befürchten, dass sie vom IS an einen unbekannten Ort verschleppt worden seien. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk vor Ort; eine unabhängige Bestätigung für ihre Angaben hatte zunächst nicht vorgelegen. Die Badijah-Zementfabrik liegt vor den Toren von Dmeir rund 50 Kilometer von Damaskus entfernt. Dort hatte es in den vergangenen Tagen heftige Kämpfe gegeben. Syrische Regierungstruppen nahmen dabei IS-Aktivisten unter Beschuss, die in dem Ort Stellung bezogen hatten.

+++ Islamischer Staat greift syrische Armee bei Damaskus an +++

Kämpfer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben in der Nacht zum Mittwoch Stellungen der syrischen Regierungstruppen nahe der Hauptstadt Damaskus angegriffen. In anderen Teilen des Landes hatte die Armee zuvor den IS zurückgedrängt und mehrere Orte eingenommen. Die Extremisten erklärten, sie hätten das Tischrin-Kraftwerk rund 50 Kilometer nordöstlich von Damaskus angegriffen. In syrischen Militärkreisen wurden Attacken der Extremisten bestätigt. Alle Angreifer seien aber getötet worden. Nach Erkenntnissen der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle für Menschenrechte haben IS-Kämpfer auch Militärstellungen am Flughafen von Damaskus ins Visier genommen. Er liegt südöstliche der Hauptstadt. Dabei hätten sie fünf mit Sprengstoff beladene Autos eingesetzt. Bei den Anschlägen seien zwölf Soldaten getötet worden. Die Regierungstruppen hätten mit Artilleriebeschuss und Luftangriffen auf IS-Stellungen reagiert, teilte die Beobachtungsgruppe mit. Dabei sei auch die Stadt Dumeir bombardiert worden. Sie wird von einer dem IS nahestehenden Rebellengruppe kontrolliert.

+++ Islamischer Staat droht mit Anschlägen in Europa: "Vielleicht Berlin" +++

Rund zwei Wochen nach den Anschlägen von Brüssel hat die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit weiteren Attentaten in Europa gedroht und dabei auch die deutsche Hauptstadt erwähnt. "Gestern war es Paris und heute Brüssel, Allah weiß, wo es morgen passiert. Vielleicht in London, Berlin oder Rom", erklärt ein Sprecher der Extremisten in einem am Dienstag verbreiteten Video, das auch Szenen nach den Anschlägen von Paris und Brüssel zeigt. Zudem wurden Bilder vom Colosseum in Rom und vom Parlament in London gezeigt. Vor einer Woche hatte der IS schon zu Anschlägen in Deutschland nach dem Vorbild der Brüsseler Attentate aufgerufen. Der Aufruf war mit Bildern von den Flughäfen Frankfurt und Köln/Bonn sowie vom Kanzleramt in Berlin unterlegt.

+++ Islamischer Staat setzt in Deir Essor Senfgas ein +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat laut einem syrischen Agenturbericht die Armee nahe Deir Essor mit Senfgas angegriffen. Die Dschihadisten hätten den Militärflughafen der ostsyrischen Großstadt mit Geschossen voller Senfgas attackiert, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana. US-Militärvertreter, Beobachter und Aktivisten hatten bereits in der Vergangenheit berichtet, die IS-Miliz habe in Syrien und dem Irak das gefährliche Giftgas eingesetzt. Deir Essor wird zu 60 Prozent von den Dschihadisten kontrolliert, während der Rest der Stadt in der Hand der Armee und kurdischer Milizen ist. Rund 200.000 Zivilisten sind praktisch eingeschlossen von der IS-Miliz, russische Flugzeuge werfen regelmäßig Hilfsgüter aus der Luft ab. Die IS-Miliz versucht seit 2014, den Militärflughafen zu erobern, steht jedoch seit dem Verlust von Palmyra zunehmend unter Druck der syrischen Armee und ihrer russischen Verbündeten.

+++ Türkisches Konsulat in Mossul bei Angriffen auf IS zerstört +++

Das von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat besetzte türkische Konsulat in der irakischen Stadt Mossul ist bei westlichen Luftangriffen gezielt zerstört worden. Das Militärbündnis unter Führung der USA habe die Türkei in alle Phasen der Operation einbezogen, teilte das Außenministerium in Ankara am Montag mit. Den Angaben zufolge wohnten in dem seit Juni 2014 besetzten Konsulat in Mossul ranghohe Mitglieder der Extremistengruppe. Kampfjets hätten das Gebäude am Montag um drei Uhr morgens beschossen, hieß es. Welche Staaten des Bündnisses beteiligt waren, wurde nicht bekannt. Der IS hatte Mossul im Frühjahr 2014 eingenommen und dabei auch 49 Türken als Geiseln genommen, unter ihnen Generalkonsul Özturk Yilmaz. Die Gefangenen wurden später freigelassen.

+++ Irakische Truppen erreichen vom IS kontrollierte Stadt Hit +++

Nach einer Reihe von Niederlagen in Syrien steht die Terrormiliz Islamischer Staat möglicherweise auch im benachbarten Irak vor dem Verlust einer strategisch wichtigen Stadt. Irakische Truppen erreichten am Sonntag den nördlichen Stadtrand von Hit rund 140 Kilometer westlich von Bagdad, wie das von den USA angeführte Militärbündnis mitteilte. Der Vormarsch sei durch Hunderte Landminen und Sprengfallen immer wieder verzögert worden. Nächster Schritt sei es, die Stadt zu umzingeln, hieß es. Hit liegt an einer Versorgungsroute, die IS-Kämpfer in Syrien mit jenen in der irakischen Provinz Anbar verbindet. Ihre Eroberung gilt als wichtiger Etappenerfolg, bevor die irakischen Truppen sich dann auf Mossul im Norden konzentrieren.

+++ USA vermelden Tötung von IS-Raketenexperten durch Drohnenangriff im Irak +++

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben im Irak einen Raketenexperten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Dschasim Kadidscha sei bei einem Drohnenangriff getötet worden, teilte am Sonntag der Sprecher der US-geführten Allianz gegen die Dschihadisten, Steve Warren, in Bagdad mit. Kadidscha sei mutmaßlich an einem IS-Raketenangriff beteiligt gewesen, durch den im März im Nordirak ein US-Soldat getötet worden war.

Bei dem IS-Raketenangriff in der Nähe von Machmur im vergangenen Monat waren acht weitere US-Marineinfanteristen verletzt worden. Laut Pentagon war es das zweite Mal seit dem Beginn des internationalen Einsatzes gegen den IS im Irak im Sommer 2014, dass ein US-Soldat getötet wurde. Der IS-Angriff in der Nähe von Machmur sei "offenbar von Kadidscha kontrolliert worden", sagte Warren. Der IS-Raketenexperte sei früher Offizier der irakischen Armee gewesen.

+++ Syrische Armee erobert Zitadelle von Palmyra von IS zurück +++

Die syrische Armee hat laut dem Staatsfernsehen die symbolisch wichtige Zitadelle von Palmyra von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Die Streitkräfte hätten wieder die Kontrolle über die Zitadelle gewonnen, nachdem sie den Dschihadisten "viele Verluste" beigebracht hätten, zitierte das Staats-TV am Freitag eine Armeequelle. Der IS kontrollierte Palmyra, deren antike römische Ausgrabungsstätten zum Weltkulturerbe zählen, seit Mai vergangenen Jahres.

+++ Haftbefehl gegen mutmaßliches IS-Mitglied +++

Die Bundesanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erwirkt. Der 19-jährige Syrer soll sich 2013 in Syrien dem IS angeschlossen und auch an verschiedenen Militäroperationen teilgenommen haben, wie die Anklagebehörde am Donnerstag mitteilte. Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne liegen demnach nicht vor. Die Ermittler sehen auch keine Bezüge zu den Anschlägen in Paris und Brüssel.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte den Angaben zufolge gegen den Mann wegen des Verdachts des Verabredung zu einem Verbrechen ermittelt und ihn am Dienstag festnehmen lassen. Am Mittwoch übernahm die Bundesanwaltschaft demnach das Verfahren wegen des Vorwurfs der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof erließ daraufhin einen Haftbefehl.

+++ Mutmaßliches IS-Mitglied in Frankfurt festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat festnehmen lassen. Der 22-Jährige soll Ende November 2013 nach Syrien gereist sein und sich dort spätestens im Januar 2014 dem IS angeschlossen haben, wie die Bundesanwaltschaft am Freitag mitteilte. Der aus der Region Ostwestfalen-Lippe stammende Mann sei am Mittwoch aufgrund eines Haftbefehls aus dem März 2015 am Frankfurter Flughafen bei der Einreise festgenommen worden. Der Beschuldigte wurde demnach am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen. Den Ermittlungen zufolge erhielt der Verdächtige eine Schusswaffenausbildung und nahm an Kämpfen teil. Außerdem soll er im Internet für die Terrorvereinigung geworben und zu Gewalttaten in Deutschland aufgerufen haben.

+++ Kerry wirft IS Völkermord an Christen vor +++

US-Außenminister John Kerry wirft der Terrormiliz Islamischer Staat Völkermord an Christen und anderen Minderheiten in Syrien und im Irak vor. Dieses Urteil wollte Kerry noch am Donnerstag bekannt geben, wie die Nachrichtenagentur AP aus gut unterrichteten Quellen erfuhr. Kerry werde namentlich Christen, Jesiden und schiitische Gruppen als IS-Opfer erwähnen. Allerdings verpflichtet das Ergebnis die USA nicht, weitere Aktionen gegen den IS einzuleiten. Der Kongress hatte Kerry eine Frist bis Donnerstag gesetzt, zu diesem Thema Stellung zu beziehen. Noch am Mittwoch hatte das Außenministerium mitgeteilt, Kerry werde die Frist verpassen. Das hatte ihn heftige Kritik von Abgeordneten und anderen eingebracht, die diese Festsetzung empfohlen hatten.

+++ In Brüssel getöteter Terror-Verdächtiger war Algerier +++

Der bei einem Anti-Terror-Einsatz in Brüssel getötete Mann stammte aus Algerien. Er habe sich illegal in Belgien aufgehalten, sagte Staatsanwalt Thierry Werts am Mittwoch. In seiner Wohnung seien eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat, salafistische Literatur und eine Kalaschnikow gefunden worden.

Behördensprecher Eric Van der Sypt sagte, bei der Aktion im Stadtteil Forest seien am Dienstag drei Polizisten verletzt worden. Sie seien unter Beschuss geraten, als sie die Tür der Wohnung öffneten. Zwei Verdächtige seien noch auf der Flucht. Bei der Aktion wurde nach mutmaßlichen Beteiligten der Anschläge vom 13. November in Paris gesucht, bei denen Islamisten 130 Menschen getötet hatten. Dabei hatten belgische Staatsbürger eine wichtige Rolle gespielt.

+++ 26 Tote bei Offensive gegen IS nahe der syrischen Stadt Palmyra +++

Bei der Offensive der syrischen Armee gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) nahe der Stadt Palmyra sind am Dienstag nach Informationen der Beobachtungsgruppe für Menschenrechte mindestens 26 Menschen getötet worden. Die syrischen Streitkräfte seien dort von russischen Kampfflugzeugen unterstützt worden. Die in Großbritannien ansässige Gruppe stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien.

Die Armee habe westlich von Palmyra große Geländegewinne gemacht, meldete ein Fernsehsender der libanesischen Hisbollah. Deren Kämpfer unterstützen die syrischen Regierungstruppen. Auch der Sender berichtete über intensive Luftunterstützung durch russische Flugzeuge.

Russland hat einen Teil seiner Truppen aus Syrien abgezogen. Am Kampf gegen den IS werde es sich aber weiterhin beteiligen, sagte Vize-Verteidigungsminister Nikolai Pankow. Die USA erklärten, es sei noch zu früh einzuschätzen, welche Auswirkungen der russische Abzug aus Syrien für den weiteren Verlauf des Bürgerkrieges und für die gesamte Region haben werde.

+++ Mutmaßlicher IS-Terrorist bricht Schweigen - schwere Kindheit +++

Der mutmaßliche IS-Terrorist Kerim Marc B. hat vor Gericht sein Schweigen gebrochen und von seiner schweren Kindheit in Nordrhein-Westfalen berichtet. Er habe als Kind mehrfach kurz davor gestanden, sich umzubringen, sagte der Angeklagte am Montag am Düsseldorfer Oberlandesgericht in einer von seiner Verteidigerin verlesenen Erklärung aus. Er habe mit seinen Eltern nie über Gefühle sprechen können. Der Islam habe ihm in dieser Situation Halt gegeben. Der Gang zur Moschee sei eine Rebellion gegen sein Elternhaus gewesen. Nach Syrien sei er "eher aus einem Abenteuer heraus gegangen". Er habe vor allem vor den Belastungen in Deutschland fliehen wollen. Der 23-Jährige sitzt wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf der Anklagebank. Dafür drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

+++ Nato: Islamischer Staat in Afghanistan nur noch in einem Bezirk +++

Der Versuch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), sich in Afghanistan auszubreiten, ist aus Sicht der Nato gescheitert. Der IS sei nach verstärkten Luftangriffen seit dem Sommer nur noch in einem Bezirk der Ostprovinz Nangarhar zu finden, sagte der Sprecher der Nato- und US-Streitkräfte in Afghanistan, Wilson Shoffner, in der Nacht zu Freitag. Im Sommer seien die Extremisten noch in sechs bis sieben Provinzen aktiv gewesen. Das bedeute nicht, dass der IS keine Bedrohung für Afghanistan oder die Region darstelle, sagte Shoffner. Es sei wichtig, den Druck aufrechtzuerhalten. Shoffner fügte hinzu, ein Grund für die Erfolglosigkeit der Extremisten sei, dass "keine bedeutenden Geldmittel von außerhalb" kämen. "Wir sehen auch nicht, dass Operationen in Afghanistan von IS-Elementen in Syrien oder Irak orchestriert werden." Shoffner erwähnte auch den Druck der Taliban auf den Rivalen IS.

+++ Afghanischer Präsident: IS im Osten des Landes besiegt +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat ist nach Angaben des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani im Osten des Landes besiegt worden. Afghanische Streitkräfte hätten IS-Anhänger aus den an Pakistan grenzenden Regionen in der Provinz Nangarhar entfernt, sagte er am Sonntag im Parlament und fügte hinzu, Afghanistan werde für den IS zu einem Friedhof. Nach einer dreiwöchigen Operation in dem Gebiet hatten die afghanischen Truppen den Sieg erklärt und berichtet, mindestens 200 Kämpfer getötet zu haben.

Der IS ist seit mehr als einem Jahr auch in Afghanistan aktiv. Die meisten Extremisten, die sich selbst als IS bezeichnen, sind nach Einschätzung von Experten desillusionierte Taliban-Kämpfer. In Nangarhar hatten die Terroristen einige entlegene Bezirke eingenommen. Die Hoffnung auf ein Ende des seit 15 Jahren dauernden Kriegs in dem Land hat sich trotzdem nicht verbessert. Am Samstag hatten die Taliban erklärt, sie wollten mit der afghanischen Regierung erst in Friedensverhandlungen treten, wenn die ausländischen Truppen das Land verlassen haben. Die Regierungskräfte hätten den Kampf gegen die Aufständischen verstärkt. Zudem warfen die Taliban den USA vor, ihre Zahl an Soldaten zu erhöhen, Luftangriffe und nächtliche Razzien in Wohngebieten durchzuführen.

+++ Polizeikommandeur in Aden getötet +++

In der südjemenitischen Hafenstadt Aden ist ein Polizeikommandeur ermordet worden. Mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat hätten das Fahrzeug eines Bezirkskommandanten unter Feuer genommen und auch zwei seiner Leibwächter getötet, teilten Sicherheitsbeamte am Samstag mit. Der Jemen wird seit 2014 von Kämpfen erschüttert, als schiitische Huthi-Rebellen die Kontrolle über die Hauptstadt Sanaa übernahmen. Die international anerkannte Regierung und ihre Verbündeten haben sich zwar in Aden behaupten können, doch haben lokale Anhänger der Terrorgruppen IS und Al-Kaida das Chaos genutzt, um ihren Einfluss auszuweiten.

+++ Mutmaßlicher Terror-Anwerber des IS in Berlin festgenommen +++

In Berlin ist am Mittwoch ein mutmaßlicher Anwerber der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) verhaftet worden. Der aus Mannheim stammende Arzt habe einen geistig eingeschränkten Mann für den IS rekrutiert und dessen Ausreise finanziert, teilten das für die Ermittlungen zuständige Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Karlsruhe mit. Der angeworbene 24-Jährige habe sich im Frühjahr 2015 selbst in die Luft gesprengt. Dem 33-jährigen Arzt wird Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Die Festnahme in einer Berliner Wohnung erfolgte aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erwirkten Haftbefehls durch Spezialkräfte der Polizei.

Parallel wurden drei weitere Wohnungen in Berlin und Mannheim untersucht. Dabei fanden die Ermittler den Angaben zufolge eine optische Zieleinrichtung für eine Schusswaffe sowie schriftliche Unterlagen, Mobiltelefone und elektronische Datenträger. Bei dem Selbstmordanschlag am 18. Mai 2015 in der nordirakischen Stadt Baidschi starben den Angaben zufolge mindestens zwölf irakische Regierungssoldaten. Der Attentäter soll zuvor in Freiburg auf den deutschen Mediziner getroffen sein, als dieser dort noch wohnte. Der Beschuldigte habe den leicht zu beeinflussenden Mann mit Propagandavideos "salafistisch-dschihadistisch" radikalisiert, teilte das LKA mit. Zudem habe der Arzt "militärische Gebrauchsgegenstände beschafft" und den Mann finanziell unterstützt. Auch das Einweg-Flugticket von Deutschland in das Krisengebiet habe der heute 33-Jährige bezahlt, teilte das LKA mit. Die Ermittler prüfen noch, ob der Mann den späteren Attentäter gezielt ausgesucht hatte, weil er psychisch labil war. Der Festgenommene soll dem Haftrichter des Amtsgerichts Karlsruhe vorgeführt werden.

+++ Nato-General: Islamischer Staat breitet sich aus "wie ein Krebsgeschwür" +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) breitet sich nach Einschätzung des Nato-Oberbefehlshabers Philip Breedlove unter dem Deckmantel der Migration von Flüchtlingen rasant aus. "Der IS oder Daesh wuchert wie ein Krebsgeschwür", sagte der US-General am Dienstag (Ortszeit) Reportern im US-Verteidigungsministerium in Washington. Daesh ist die arabische Abkürzung für die IS-Miliz. Unter die Migranten, die in Europa Zuflucht suchen, hätten sich auch Kriminelle, Terroristen und ausländische Kämpfer gemischt. Dadurch drohten Anschläge sowohl in europäischen Ländern als auch in den USA, so der General. Die Brutalität der Miliz zwinge Millionen Menschen, Syrien und den Irak zu verlassen und verursache eine fast nie da gewesene humanitäre Herausforderung.

+++ Islamischer Staat exekutiert acht niederländische IS-Kämpfer +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Aktivisten in Syrien acht ihrer Kämpfer exekutiert, die aus den Niederlanden stammten. Die Männer seien wegen versuchter Fahnenflucht und Aufruhrs getötet worden, berichtete die Organisation "Raka wird im Stillen geschlachtet" am Montag über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Niederländer seien am Freitag in Maadan in der Provinz Raka exekutiert worden. Die Organisation "Raka wird im Stillen geschlachtet" dokumentiert seit April 2014 das Vorgehen der IS-Miliz in der nordsyrischen Stadt Raka, der Hochburg der Dschihadisten. Nach ihren Angaben gab es seit einem Monat Spannungen zwischen einer Gruppe von 75 niederländischen IS-Kämpfern, von denen einige marokkanische Wurzeln hätten, mit irakischen Mitgliedern des IS-Geheimdienstes. Bei einem Verhör sei ein Niederländer nach Schlägen gestorben. Ein Abgesandter aus Raka sei daraufhin aus Rache von den Niederländern erschossen worden. Daraufhin seien alle Niederländer auf Anordnung aus dem Irak ins Gefängnis geworfen, acht von ihnen seien exekutiert worden. Nach Angaben des niederländischen Geheimdienstes, der die Exekutionen nicht bestätigte, haben sich 200 Niederländer der IS-Miliz in Syrien und im Irak angeschlossen, darunter 50 Frauen.

+++ Nach IS-Anschlag in Bagdad: Zahl der Todesopfer auf 73 gestiegen +++

Nach zwei verheerenden Bombenanschlägen der IS-Terrormiliz auf einen Markt in Bagdad ist die Zahl der Opfer auf 73 gestiegen. Mehrere Schwerverletzte seien über Nacht gestorben, berichteten die irakischen Behörden am Montag. 112 Menschen lägen noch im Krankenhaus. Mindestens fünf Menschen würden noch vermisst. Am Sonntag waren kurz nacheinander zwei Bomben auf einem Markt im schiitischen Viertel Sadr City im Osten der irakischen Hauptstadt hochgegangen. Die Terrormiliz Islamischer Staat, die weite Teile des Westens und Nordens des Landes beherrscht, hatte sich zu dem Anschlag bekannt.

+++ 15 Tote bei mutmaßlichen IS-Anschlägen in Bagdad +++

Selbstmordattentäter haben in Bagdad Behördenangaben zufolge mindestens 15 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Bluttaten ereigneten sich am Donnerstag im schiitisch geprägten Viertel Schula, wie ein Sicherheitsbeamter mitteilte. Demnach brachte ein Angreifer seinen Sprengstoffgürtel in einer Menschenmenge zur Explosion, die gerade ein Gebetshaus verlassen hatte. Bei dieser Attacke seien zehn Menschen getötet und 34 weitere verletzt worden, sagte Brigadegeneral Saad Maan der Nachrichtenagentur AP. Ein weiterer Attentäter habe später an einem Militärkontrollpunkt zugeschlagen und dabei fünf Menschen in den Tod gerissen, darunter drei Soldaten. 14 weitere wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich in einer im Internet verbreiteten Botschaft zu den Anschlägen, wie die amtliche irakische Nachrichtenagentur meldete.

+++ Syrische Armee erobert Stadt bei Aleppo von IS zurück (25. Februar 2016) +++

Die syrische Armee hat mit Unterstützung der russischen Luftwaffe nach zweitägigen Kämpfen eine Stadt bei Aleppo von der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert, wie die Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte. Die eingenommene Stadt Chanaser liegt rund 50 Kilometer südöstlich von Aleppo an einer Straße, die der Armee als wichtige Nachschublinie dient. Die staatlichen Medien berichteten, die Streitkräfte hätten Sicherheit und Stabilität in Chanaser wiederhergestellt. Nach Informationen der Beobachtungsstelle ist die Straße nach Aleppo aber noch immer unterbrochen. Die Armee muss diese Verbindung nutzen, weil Aufständische die Hauptroute nach Aleppo weiter westlich kontrollieren. Die Eroberung von Chanaser durch den IS vor zwei Tagen hatte etwas Druck von den Rebellen im Kampfgebiet genommen.

+++ Kurden befreien 16-jährige Schwedin vom IS +++

Die Kurden-Milizen im Irak haben nach Angaben der Regionalregierung eine schwedische Jugendliche aus den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat befreit. Die 16-Jährige aus der Stadt Borås sei von einem IS-Mitglied in Schweden dazu verleitet worden, nach Syrien und von dort aus weiter in die irakische Stadt Mossul zu reisen, hieß es am Dienstag von der kurdischen Regierung. Die Rettungsaktion fand demnach bereits am 17. Februar in der Nähe von Mossul statt, das unter Kontrolle des IS ist. Die schwedischen Behörden und die Familie der Jugendlichen hätten die kurdische Regierung um Hilfe gebeteten. Den Angaben zufolge hielt sich der Teenager am Dienstag noch im kurdischen Teil des Iraks auf, sollte aber bald nach Schweden zurückkehren.

+++ Vier mutmaßliche Dschihadisten in Spanien und Marokko festgenommen (23. Februar 2016) +++

Die spanischen und marokkanischen Sicherheitskräfte haben eine islamistische Terrorzelle an der nordafrikanischen Mittelmeerküste zerschlagen. Wie das spanische Innenministerium am Dienstag in Madrid mitteilte, wurden vier Verdächtige festgenommen, drei davon in der - zu Spanien gehörenden - Exklave Ceuta und einer in der nordmarokkanischen Stadt Nador. Das Quartett stehe im Verdacht, Terroristen für Anschläge in Spanien und Marokko angeworben zu haben. Außerdem sollen sie dschihadistische Kämpfer für die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak rekrutiert haben. In Spanien waren im vorigen Jahr etwa 60 mutmaßliche Dschihadisten festgenommen worden, die meisten von ihnen in der Nordafrika-Exklave Ceuta.

+++ Singapur weist vier Indonesier wegen IS-Verbindungen aus (23. Februar 2016) +++

Singapur hat vier Indonesier in ihre Heimat abgeschoben, die sich in Syrien offenbar der Terrormiliz Islamischer Staat anschließen wollten. Das hätten Ermittlungen ergeben, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Die Lokalzeitung "Straits Times" berichtete, bei einem der vier handele es sich um einen 15-jährigen Jungen. Er sei am Sonntag beim Versuch von Malaysia nach Singapur einzureisen, festgenommen worden. Am Montag hatte die Regierung in Singapur mitgeteilt, demnächst würden Pläne veröffentlicht, wie auf Terrorattacken reagiert werden könnte. Im Januar hatten die Behörden berichtet, es seien 26 Arbeiter aus Bangladesch ausgewiesen worden, weil sie eine religiöse Arbeitsgemeinschaft gegründet hätten. Diese habe die Ideologie des Terrornetzwerks Al-Kaida und des IS verbreiten wollen.

+++ Über 800 Islamisten aus Deutschland nach Syrien und Irak gereist (23. Februar 2016) +++

Mehr als 800 Islamisten aus Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge nach Syrien und in den Irak ausgereist, um sich dort Gruppierungen wie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Etwa ein Drittel der Kämpfer sei wieder nach Deutschland zurückgekehrt, zitierte die Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe) eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA). Damit habe sich die Zahl der "Dschihad-Reisenden" seit Jahresbeginn noch einmal leicht erhöht.

Dem Blatt zufolge gehen deutsche Sicherheitsbehörden inzwischen davon aus, dass mehr als 130 Dschihadisten aus der Bundesrepublik in Syrien oder dem Irak ums Leben gekommen sind - einige davon als Selbstmordattentäter.

+++ Zahl der Toten bei zwei Terroranschlägen in Syrien steigt auf 184 (22. Februar 2016) +++

Die Zahl der Opfer bei zwei der blutigsten Terroranschläge seit Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs ist auf 184 gestiegen. Am südlichen Stadtrand der Hauptstadt Damaskus kamen 120 Menschen ums Leben, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag meldete. Dort waren am Vortag vier Bomben explodiert.

+++ Kurden werfen IS Chemiewaffenangriff vor (18. Februar 2016) +++

Kurdische Milizen im Irak haben der Terrormiliz Islamischer Staat den Einsatz von Chemiewaffen vorgeworfen. Bei einem Angriff des IS in der Nähe von Sindschar seien mit einer chemischen Substanz gefüllte Granaten eingeschlagen, sagte der kurdische Kommandeur Luchman Kulli Ibrahim am Donnerstag. Vermutlich habe es sich um Chlor gehandelt. 30 kurdische Kämpfer wurden seinen Angaben zufolge verletzt. Der Leiter des Krankenhauses in Dohuk sagte der Nachrichtenagentur AP, dass neun von ihnen mit Symptomen wie Übelkeit, Kurzatmigkeit und Juckreiz aufgenommen worden seien. Es seien noch weitere Tests nötig, bevor zweifelsfrei festgestellt werden könne, welcher Substanz sie ausgesetzt waren. Aber die Symptome deuteten auf Chlor hin, sagte er. Ibrahim berichtete, er habe das Bewusstsein verloren, als die Granate einschlug. Er habe zudem kaum atmen können und ein brennendes Gefühl in Augen und Brust gespürt. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen hatte bestätigt, dass der IS im vergangenen August Senfgas gegen kurdische Kämpfer eingesetzt hatte.

+++ 14 Soldaten bei IS-Anschlag im Jemen getötet (17. Februar 2016) +++

Bei einem Selbstmordanschlag im Jemen sind mindestens 14 Soldaten getötet worden. Laut Militärangaben sprengte sich ein Attentäter am Mittwoch in einem Militärstützpunkt in Aden inmitten von Soldaten in die Luft. Zu dem Anschlag bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Der Anschlag erfolgte während eines militärischen Trainings in dem Militärlager Ras Abbas im Westen von Aden. Das Militärcamp wird von der arabischen Militärkoalition überwacht, die angeführt von Saudi-Arabien im Jemen die Regierung im Kampf gegen die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt. Die Soldaten trainierten mit Ausbildern aus dem Sudan. Das Land ist ebenfalls an der Allianz beteiligt.

+++ Islamischer Staat: Flüchtlinge aus Deutschland wohl auf dem Weg zu Islamisten gefasst (16. Februar 2016) +++

In Bulgarien sind drei als Flüchtlinge anerkannte Syrer festgenommen worden. Sie scheinen Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat zu haben und wollten sich der islamistischen Gruppe wohl anschließen. Nun drohen ihnen zehn Jahre Haft. Die drei Männer seien bei dem Versuch gefasst worden, illegal in die Türkei zu gelangen, teilte das Innenministerium in Sofia mit. Diesen Informationen zufolge, wollten sie sich dem IS anschließen. Schon einmal in diesem Jahr hatten die Männer versucht, über Griechenland in die Türkei zu reisen. Bulgarien hat bereits an die Europäische Union appelliert, die Außengrenzen zu schließen, bis eine gemeinsame Lösung in der Flüchtlingskrise gefunden ist.

+++ Islamischer Staat setzte Senfgas gegen Kurden im Irak ein (15. Februar 2016) +++

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat hat Labortests zufolge Giftgas gegen kurdische Kämpfer im Irak eingesetzt. Ein mit dem Vorgang vertrauter Diplomat sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dies gehe aus Untersuchungen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag hervor. Ein OPCW-Insider sagte, die Proben auf Senfgas seien positiv gewesen. Die Organisation will sich allerdings nicht darüber äußern, wer den international weitgehend geächteten Kampfstoff einsetzte. Anlass der Tests waren Erkrankungen von 35 kurdischen Kämpfern im August vergangenen Jahres. Die von der OPCW untersuchten Proben wurden nach Kämpfen in der Region nordwestlich von Erbil genommen, der Hauptstadt des autonomen Kurdengebietes im Irak. Die OPCW hatte bereits im Oktober bestätigt, dass bei Kämpfen im benachbarten Syrien ebenfalls Senfgas eingesetzt wurde. 

+++ CIA-Chef: Islamischer Staat setzte bereits mehrfach Chemiewaffen ein (12. Februar 2016) +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben des US-Auslandsgeheimdiensts CIA bereits mehrfach Chemiewaffen eingesetzt. Die Organisation sei auch in der Lage, kleine Mengen an Chlor- und Senfgas selbst herzustellen, sagte CIA-Chef John Brennan in einem am Donnerstag in Auszügen veröffentlichten Interview mit dem Sender CBS. US-Geheimdienstkoordinator James Clapper hatte sich vor zwei Tagen vor einem Kongressausschuss ähnlich geäußert. Der Generaldirektor der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), Ahmet Üzümcü, hatte vergangene Woche erklärt, es bestehe der begründete Verdacht, dass der IS Senfgas "und andere Waffen" selbst herstellen könne. Ehemalige irakische Soldaten, die am Chemiewaffenprogramm unter Saddam Hussein beteiligt gewesen seien, arbeiteten heute für die Dschihadistenmiliz.

+++ Türkische Polizei stoppt Gruppe mit Sprengstoffgürteln im Gepäck (10. Februar 2016) +++

Die türkische Polizei hat möglicherweise einen weiteren schweren Anschlag vereitelt. Nahe der Grenze zu Syrien sei eine Gruppe mit 34 Menschen aufgegriffen worden, die vier Sprengstoffgürtel und 15 Kilogramm Sprengstoff bei sich gehabt hätten, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach hatte die Polizei einen Tipp bekommen, wonach Sprengstoff über die Grenze geschmuggelt werden sollte. Der Gruppe, die nahe der Stadt Oguzeli in der Provinz Gaziantep gefasst wurde, gehörten neben vier Männern auch zehn Frauen und 20 Kinder an. Wann sie festgenommen wurden, blieb ebenso unklar wie ihre Nationalität. Attentäter der Terrormiliz Islamischer Staat hatten in den vergangenen Monaten eine Reihe schwerer Anschläge in der Türkei verübt, unter anderem auf eine deutsche Urlaubergruppe in Istanbul.

+++ US-Geheimdienstkoordinator: IS mischt Kämpfer unter Flüchtlinge (9. Februar 2016) +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) schleust nach Angaben von US-Geheimdienstkoordinator James Clapper als Flüchtlinge getarnte Kämpfer nach Europa ein. Clapper sagte am Dienstag bei einer Anhörung im US-Senat, dass die IS-Miliz "den Flüchtlingsstrom ausnutzt". Außerdem seien die Dschihadisten "ziemlich geschickt" bei der Herstellung falscher Pässe, mit denen sie ihre Kämpfer ausstatten würden. Die größte Gefahr in den Vereinigten Staaten ist laut Clapper, dass sich Menschen durch die IS-Propaganda im Internet radikalisieren und Anschläge verüben. Als Beispiel nannte er die Attacke Anfang Dezember im kalifornischen San Bernardino, als ein pakistanischstämmiger US-Bürger zusammen mit seiner pakistanischen Ehefrau die Weihnachtsfeier seines Arbeitgebers gestürmt und 14 Menschen getötet hatte. Der IS sei "die vordringliche Terrorbedrohung", sagte Clapper. Neben dem in Syrien und im Irak ausgerufenen Kalifat schlage die Organisation auch in anderen Ländern Wurzeln, insbesondere in Libyen. Der US-Geheimdienstkoordinator zeigte sich besorgt über die "wachsende Fähigkeit, Anschläge gegen eine große Reihe von Zielen rund um die Welt auszuführen und zu inspirieren".

+++ Islamischer-Staat-Unterstützer wieder auf freiem Fuß (4. Februar 2016) +++

Der wegen eines Propaganda-Videos für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommene Darmstädter Student ist wieder auf freiem Fuß. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mit. Der 35 Jahre alte Syrer habe am Mittwoch nach dem Ende der Vernehmung wieder gehen dürfen. Die Staatsanwaltschaft sehe keine Gründe, einen Haftbefehl zu beantragen. Dem Mann wird vorgeworfen, gegen das Vereinsgesetz verstoßen zu haben, da der IS verboten ist. Dem Promotionsstudenten der Technischen Universität (TU) Darmstadt wird außerdem vorgeworfen, in seinem öffentlich einzusehenden Facebook-Profil ein Bild mit der verbotenen Flagge des IS mit arabischen Schriftzeichen gezeigt zu haben. Die Universität kündigte Konsequenzen an. Geprüft werden sollen ein Ende des Promotionsverfahrens sowie eine Exmatrikulation.

+++ Polizeieinsatz gegen mutmaßliche IS-Anhänger wegen Anschlagsverdachts (4. Februar 2016) +++

Mit 450 Beamten ist die Polizei am Donnerstagmorgen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gegen mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat vorgegangen. Die Ermittlungen richten sich gegen vier Angehörige der dschihadistischen Szene "wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat", wie die Berliner Polizei mitteilte. Die Männer stammen aus Algerien. Es bestehe der Verdacht, dass die vier Männer an der Planung von Gewalttaten in Deutschland beteiligt seien und Kontakte zum IS hätten. "Einer von ihnen wird wegen Zugehörigkeit zum IS auch von den algerischen Behörden gesucht. Er ist nach dem Ergebnis der Ermittlungen in Syrien militärisch ausgebildet worden."

Der Mann wurde einem Berliner Polizeisprecher zufolge in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Dort wurde auch eine Frau wegen eines Haftbefehls in anderer Sache festgenommen. Zudem nahm die Polizei einen der vier Algerier in Berlin wegen Urkundenfälschung fest. In Berlin durchsuchten demnach Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt vier Wohnungen in den Stadtteilen Kreuzberg und Tempelhof sowie zwei Arbeitsstellen in Berlin-Mitte. Zeitgleich habe es Durchsuchungen der Länderpolizeien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gegeben.

Die Ermittlungen seien in enger Kooperation mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Bundeskriminalamt, der Generalstaatsanwaltschaft Hamm und den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geführt worden. "Bei den zeitgleich zur Ergreifung durch Spezialkräfte erfolgten Durchsuchungen wurden unter anderem Computer, Mobiltelefone und Aufzeichnungen sichergestellt, deren Auswertung andauert", teilte die Polizei weiter mit. "Bevor wir weitere Schlüsse ziehen können, müssen wir die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und die Auswertung der sichergestellten Objekte abwarten", erklärte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU). Die Bedrohungslage durch militante Islamisten bleibe hoch. "Wir haben weiterhin allen Grund, wachsam und vorsichtig zu sein." Deshalb seit ein konsequentes Vorgehen gegen die Islamistenszene geboten, besonders wenn es um mögliche IS-Bezüge gehe.

+++ 34-Jähriger soll IS-Kämpfer in Syrien finanziert haben (3. Februar 2016) +++

Ein 34-Jähriger aus Baden-Württemberg soll von Deutschland aus Aktionen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien finanziert haben. Ermittler des Landeskriminalamtes durchsuchten am Dienstag seine Wohnung im Landkreis Esslingen sowie sieben weitere Wohnungen im Rhein-Neckar-Kreis, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Mittwoch mitteilte. Dabei wurden rund 60 000 Euro und 1500 US-Dollar (gut 1370 Euro), Mobiltelefone, elektronische Datenträger und schriftliche Unterlagen gefunden. Festnahmen gab es den Angaben zufolge nicht. Der 34-Jährige soll verschiedene Geldgeber gehabt und das gesammelte Geld über die Türkei nach Syrien transferiert haben. Damit sollen dann zuvor aus Deutschland ausgereiste IS-Kämpfer unterstützt worden sein.

+++ Student nach Sympathiebekundungen für IS im Internet festgenommen (3. Februar 2016) +++

Sympathiebekundungen für die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in einem Video haben einen Promotionsstudenten aus dem Raum Darmstadt ins Visier der Ermittlungsbehörden gerückt. Polizisten nahmen den 35-Jährigen Mann am Dienstagabend fest, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Es seien "umfangreiche Ermittlungen" gegen ihn eingeleitet worden. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main sagte, dauerten die Vernehmungen des syrischen Staatsbürgers am Mittwoch an. Das Vorgehen der Behörden stützt sich demnach auf mögliche Verstöße gegen das Vereinsgesetz. Das Bundesinnenministerium hatte den IS 2014 verboten, wobei es sich auf die entsprechenden Regeln des Vereinsgesetzes berief. Seitdem ist jegliche Form der Werbung und Unterstützung für den IS hierzulande verboten. Dem Mann wird ferner vorgeworfen, in seinem öffentlichen Profil in einem großen sozialen Netzwerk eine Flagge des IS gezeigt zu haben. Auch das ist nicht erlaubt.

Nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft bekundete der Beschuldigte aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg in dem bereits am 7. Januar in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video "Sympathie für den Islamischen Staat" und erläuterte darin, warum er diesen unterstützt. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde in diesem Zusammenhang unter anderem auch dessen Wohnung und sein Büro an der Technischen Universität (TU) Darmstadt durchsucht. Dabei seien sein Mobiltelefon und Speichermedien gesichert worden.

Der Mann schreibt nach Behördenangaben derzeit seine Doktorarbeit an der TU und ist dort als Promotionsstudent eingeschrieben. Nach dem Bekanntwerden des Videos hatte die Hochschule bereits am Dienstag das Betreuungsverhältnis zu ihm beendet und Schritte eingeleitet, um ihm den Zugang zu Büros und Kommunikationsmitteln zu verwehren.

Radiosender des Islamischen Staats in Afghanistan zerstört (3. Februar 2016) +++

Ein Radiosender der Terrormiliz Islamischer Staat in der ostafghanischen Provinz Nangahar namens "Stimme des Kalifats" ist bombardiert und zerstört worden. Der Polizeisprecher der Provinz, Hasrat Maschrikiwal, sagte am Mittwoch, in der Nacht auf Dienstag hätten "Nato-Streitkräfte" den Standort im Atschin-Bezirk beschossen. "Wir haben ihn seit vorgestern nicht mehr gehört." Fünf Männer seien dort beschäftigt gewesen. Außerdem sei eine "zur Kommunikation bestimmte Station mit Empfängern für Satelliteninternet" getroffen worden. Insgesamt wurden laut Maschrikiwal 29 IS-Kämpfer getötet. Das Radio, das seit Ende 2015 sendet und in Nangahar sowie in Grenzgebieten Pakistans zu hören war, hatte jüngst sein Programm ausgebaut. Es diente auch zur Rekrutierung neuer Kämpfer.

+++ Nach Luftschlägen: Islamischer Staat kürzt Gehälter (20. Januar 2016) +++

Luftangriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Schließung der türkisch-syrischen Grenze setzen die Extremisten nach Einschätzung von Aktivisten finanziell unter Druck. Der IS habe angeordnet, die Gehälter aller seiner Kämpfer um die Hälfte zu kürzen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. In einer IS-Mitteilung heiße es, Grund dafür seien "außergewöhnliche Umstände". Die Maßnahme sei eine Folge der Grenzschließung sowie der Luftangriffe auf IS-Ölfelder und die dazugehörigen Transportwege, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdelrahman. Die Terrormiliz finanziert sich nach Einschätzung von Experten zu einem Großteil aus dem Verkauf von Erdöl, unter anderem in die Türkei. Syrische IS-Kämpfer erhalten laut den Menschenrechtsbeobachtern nach der Kürzung monatlich noch rund 200 US-Dollar (gut 180 Euro), ausländische etwa 400 US-Dollar.

+++ Islamischer Staat lässt 270 Gefangene frei (20. Januar 2016) +++

Nach einer Woche in Gefangenschaft der Terrormiliz Islamischer Staat sind 270 Syrer nach Angaben von Aktivisten wieder frei. 50 Zivilisten würden aber immer noch vom IS festgehalten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Die Menschen waren bei Kämpfen des IS mit syrischen Regierungstruppen vergangene Woche in die Fänge der Dschihadisten geraten. Die Freigelassenen durften nach Angaben der Beobachtungsstelle ins Dorf al-Bagalie nördlich der belagerten Stadt Dair as-Saur im Osten des Landes zurück.

+++ UN prangern Gräueltaten von IS-Miliz im Irak an (19. Januar 2016) +++

Die Vereinten Nationen haben erneut erschütternde Gräueltaten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak angeprangert. Es gebe "zahlreiche Beispiele für Morde als grausame öffentliche Inszenierungen", erklärte die UN-Mission für den Irak (Unami) am Dienstag im schweizerischen Genf. So würden Menschen erschossen, geköpft, überrollt, bei lebendigem Leib verbrannt oder von hohen Gebäuden in den Tod gestoßen. IS-Kämpfer hätten Kindersoldaten ermordet, die zu fliehen versucht hätten, erklärte Unami. Zudem missbrauchten sie Frauen und Kinder sexuell, "insbesondere in Form von sexueller Sklaverei". Die Gräueltaten seien teilweise als "Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und möglicher Völkermord" einzustufen, hieß es in dem Bericht, der sich in weiten Teilen auf Augenzeugenberichte stützt. Die Zahl der Gewaltopfer im Irak von Januar 2014 bis Oktober 2015 gab Unami mit mindestens 18.802 Toten und 36.245 Verletzten an. Im Sommer 2014 hatte der IS große Teile des Nordiraks und des benachbarten Syriens erobert. Seither wurden den Angaben zufolge zahlreiche Massengräber entdeckt, unter anderem in Gebieten, die unter IS-Kontrolle standen. Seit Anfang 2014 seien zudem etwa 3,2 Millionen Binnenflüchtlinge gezählt worden, erklärte Unami.

+++ Aufklärungsflüge der Bundeswehr nachts nicht möglich (19. Januar 2016) +++

Beim Einsatz gegen den IS in Syrien und im Irak kann die Bundeswehr ihre Tornados nicht nachts zu Aufklärungsflügen einsetzen. Die "Bild"-Zeitung berichtete unter Berufung auf die Luftwaffe, wegen der Aufrüstung der Flieger mit neuer Soft- und Hardware reflektiere die Cockpit-Beleuchtung der Tornados so stark, dass ein Einsatz bei Nacht nicht möglich sei. Die Luftwaffe arbeite an einer "zeitnahen Zwischenlösung", sagte ein Sprecher der "Bild". Die Luftwaffe hoffe, die Probleme bis Ende des Jahres grundsätzlich beheben zu können. Der Einsatz sei durch die Nachtflug-Probleme nicht gefährdet, hieß es laut "Bild" bei der Luftwaffe. Seit Jahresanfang beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen den IS.

+++ Islamischer Staat nutzt Sandsturm für Offensive in Syrien (18. Januar 2016) +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat einen Sandsturm im Osten Syriens für eine Offensive auf die umkämpfte Stadt Dair as-Saur genutzt. Das berichteten Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte und der Oppositionelle Omar Abu Leila. Wegen des Sandsturms herrschten schlechte Sichtverhältnisse, die syrische Luftwaffe konnte nicht eingesetzt werden, sagte Abu Leila, der aus Dair as-Saur stammt, sich derzeit aber in Europa aufhält. Die Beobachtungsstelle in London berichtete unter Berufung auf ihr Netzwerk in Syrien, IS-Kämpfer hätten den Norden der Stadt eingenommen, darunter einen Militärstützpunkt. Zudem sei ein Waffendepot in dem Dorf Ajash in die Hände des IS gefallen.

+++ Belgier mit Verbindung zu Paris-Attentätern in Marokko festgenommen (18. Januar 2016) +++

In Marokko ist nach Regierungsangaben ein Belgier mit "direkten Verbindungen" zu den Attentätern von Paris festgenommen worden. Wie das marokkanische Innenministerium am Montag in Rabat mitteilte, handelt es sich um einen Belgier marokkanischer Abstammung. Er soll sich in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben und auch kurz in Deutschland gewesen sein. Nach Angaben des Innenministeriums wurde der Mann am Freitag in der Stadt al-Mohammadiya in der Nähe von Casablanca festgenommen. Seine Identität wurde nicht bekanntgegeben. Die belgische Staatsanwaltschaft gab seinen Namen mit Gelel Attar an.

Nach einem Bericht der flämischen Zeitung "De Standard" soll er 2013 dauerhaft nach Marokko gezogen sein. Attar sei 2015 in Abwesenheit in Belgien zu fünf Jahren Haft wegen Zugehörigkeit zu einer Terrorgruppe und wegen mehrerer Diebstähle verurteilt worden. Nach Angaben der Zeitung "Het Nieuwsblad" ist er 26 Jahre alt und stammt aus dem Brüsseler Problemviertel Molenbeek. Seit März 2014 habe gegen ihn ein internationaler Haftbefehl vorgelegen.

Der Belgier soll nach Angaben der marokkanischen Regierung gemeinsam mit einem der späteren Attentäter, der sich am 13. November vor dem Pariser Stade de France in die Luft sprengte, nach Syrien gereist sein. In Syrien schloss er sich der Ministeriumserklärung zufolge zunächst der islamistischen Al-Nusra-Front und dann der IS-Miliz an, die sich zu den Anschlägen im November in Paris mit 130 Todesopfern bekannt hatte. In Syrien soll Attar ein Ausbildungslager durchlaufen und Kontakt zu IS-Kommandeuren hergestellt haben - unter ihnen auch "der Planer der Terroranschläge in der Hauptstadt" Frankreichs. Der Verdächtige soll schließlich aus Syrien über die Türkei, Deutschland, Belgien und die Niederlande nach Marokko gereist sein.

+++ IS verschleppt 400 Zivilisten in Syrien und richtet Massaker an (17. Januar 2016) +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Ostsyrien ein Massaker angerichtet und viele Hundert Menschen getötet oder entführt. Die Dschihadisten überrannten am Samstag einen Vorort der Stadt Dair as-Saur, die teils von Regierungstruppen kontrolliert wird. Sie verschleppten 400 Zivilisten, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Nach syrischen Angaben wurden zudem mehr als 300 Zivilisten massakriert. Die Menschenrechtler sprachen von 85 getöteten Einwohnern. Bei den Gefechten in dem Dorf Al-Bagalija seien zudem 50 Mann auf Seiten der Regierungstruppen sowie 42 IS-Mitglieder getötet worden.

Die meisten Verschleppten sollen Familienangehörige regimetreuer Kämpfer sein. "Wir befürchten, dass die 400 unter dem Vorwand, dass sie loyal zum Regime stünden, hingerichtet oder versklavt werden", erklärte der Leiter der Menschenrechts-Beobachter, Rami Abdel-Rahman, der Deutschen Presse-Agentur. Die Verschleppten wurden Berichten der Menschenrechtler zufolge in den Westen der Provinz sowie in Richtung der inoffiziellen Hauptstadt des vom IS ausgerufenen Kalifats, Al-Rakka, etwa 125 Kilometer nordwestlich gebracht.

+++ Islamischer Staat finanzierte Jakarta-Attentäter (15. Januar 2016) +++

Die für den Anschlag von Jakarta verantwortliche Gruppe ist nach Angaben der Polizei von der Terrormiliz Islamischer Staat finanziert worden. Gefördert worden seien die Extremisten vom Indonesier Bahrun Naim, der 2011 wegen illegalen Waffenbesitzes ein Jahr im Gefängnis gesessen habe, bevor er in Syrien für den IS gekämpft habe, sagte Polizeichef Badrodin Haiti am Freitag. Am Vortag hatten Selbstmordattentäter ein beliebtes Geschäftsviertel stundenlang in Angst und Schrecken versetzt. Fünf Männer griffen ein Starbucks-Café und eine Polizeiwache mit selbst gebauten Bomben, Waffen und Sprengstoffwesten an. Zwei Zivilisten - ein Indonesier und ein Kanadier - kamen um, 20 weitere Menschen wurden verletzt. Alle Angreifer wurden bei einem Feuergefecht mit der Polizei getötet.

+++ Offenbar enge Kontakte der Paris-Attentäter zu deutschen IS-Anhängern (15. Januar 2016) +++

Die Verbindungen zwischen deutschen Dschihadisten der Miliz Islamischer Staat (IS) und den Attentätern, die vergangenen November in Paris 130 Menschen ermordeten, waren offenbar enger als bislang angenommen. Aus Vernehmungsprotokollen des im vergangenen Januar festgenommenen radikalen Konvertiten Nils D. gehe hervor, dass einige der großteils aus Belgien stammenden Attentäter gemeinsam mit deutschen Islamisten in einem Haus in Syrien gelebt haben, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag. Zudem hätten deutsche IS-Anhänger in Syrien auch in von Belgiern geführten Einheiten der Dschihadistenmiliz gekämpft, soll Nils D. laut der Zeitung ausgesagt haben. Der 25-Jährige aus Dinslaken diente deutschen Ermittlern seit seiner Festnahme schon in mehreren Prozessen gegen Islamisten als Zeuge. In rund 40 Vernehmungen berichtete er außerdem über seinen Aufenthalt in Syrien, wo er zwischen Oktober 2013 und November 2014 beim IS aktiv war.

+++ Weniger Menschen aus Deutschland schließen sich IS an (15. Januar 2016) +++

Die Zahl der Menschen, die aus Deutschland nach Syrien und in den Irak reisten, um dort möglicherweise für die Extremistenmiliz Islamischer Staat zu kämpfen, geht nach Worten von BKA-Präsident Holger Münch zurück. "Die Ausreisewelle wird flacher", sagte Münch in der ARD. Gleichzeitig zähle man immer mehr Rückkehrer aus den Kampfgebieten. Das stelle die Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen. "Wir zählen inzwischen über 400 Gefährder, die wir im Auge behalten müssen", erläuterte er. Münch sprach sich nachdrücklich dafür aus, die europäische Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden zu verbessern, um auf die Bedrohungen wirksam reagieren zu können. "Wir brauchen einen engeren Kontakt", forderte er.

+++ Afghanistan-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat angeblich getötet (15. Januar 2016) +++

Der Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat in Afghanistan, Hafis Said, ist angeblich bei einem amerikanischen Drohnenangriff in Ostafghanistan getötet worden. Das berichtete am Freitagmorgen der afghanische Sender "Tolo News" unter Berufung auf Beamte in der Provinz Nangarhar. Der Leiter des Bezirks Atschin, Galib Mudschahid, habe bestätigt, dass Said in der Zhwara-Gegend gemeinsam mit zehn IS-Kämpfern ums Leben gekommen sei. Der Sprecher der Polizei in der Provinz, Hasrat Hussain, bestätigte zwei Luftschläge am Donnerstag um 15.00 Uhr und um 16.30 Uhr (Ortszeit) und den Tod von zehn IS-Kämpfern. Es gebe aber bisher keine offizielle Bestätigung, dass Said unter ihnen sei. Ähnliches sagte der Sprecher des Gouverneurs, Attaullah Chogiani. Es ist das zweite Mal, das Said totgesagt wird. Bereits im Juli sollte er bei einen Kampfdrohnenangriff getötet worden sein. Der IS hatte das damals verneint. Vonseiten des IS gab es zunächst keine Stellungnahme. 

+++ Türkei greift nach Istanbuler Attentat fast 500 IS-Stellungen an (14. Januar 2016) +++

Nach dem schweren Anschlag in Istanbul mit zehn deutschen Todesopfern hat die Türkei nach eigenen Angaben einen Großangriff im Irak und in Syrien gestartet. Wie Regierungschef Ahmet Davutoglu am Donnerstag mitteilte, griffen Bodentruppen mit Panzern und Artilleriegeschützen "fast 500" Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) an. Binnen 48 Stunden seien 200 IS-Kämpfer getötet worden. "Jeder Angriff auf Gäste der Türkei wird bestraft werden", sagte Davutoglu. Es seien IS-Stellungen sowohl im irakischen Baschika als auch entlang der syrischen Grenze bombardiert worden. Davutoglus Angaben zur Armeeoffensive konnten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüft werden.

+++ Islamischer Staat bekennt sich zu Attentatsserie in Jakarta (14. Januar 2016) +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu der Anschlagserie in der indonesischen Hauptstadt Jakarta bekannt. Eine entsprechende Erklärung des IS wurde am Donnerstag in arabischer Sprache im Internet verbreitet. Darin hieß es, "vier Soldaten" des muslimischen "Kalifats" hätten die Angriffe mit "leichten Waffen und Sprengstoffgürteln" verübt. Zugleich seien Bomben gezündet worden. Die indonesischen Behörden sprachen zuvor von fünf Angreifern, die getötet worden seien. Zudem wurden bei den Angriffen mindestens zwei Zivilisten getötet und 20 Menschen verletzt. Die Anschläge wurden in einem Stadtbezirk mit Einkaufszentren, Botschaften und UN-Büros verübt. Sie folgten nach den Worten des indonesischen Polizeisprechers Anton Charliyan dem Muster der Pariser Anschläge vom 13. November, bei denen 130 Menschen getötet worden waren.

+++ Frankreich bombardiert IS-Kommunikationszentrum nahe Mossul im Irak (14. Januar 2016) +++

Die französische Luftwaffe hat in der Nacht zum Donnerstag in der Nähe der irakischen Stadt Mossul ein Telekommunikationszentrum der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bombardiert. Nach Angaben von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian handelte es sich um ein "Propagandazentrum" der Dschihadisten. Seit Montag flog die Luftwaffe demnach sieben Angriffe im Rahmen ihres Einsatzes im Irak und in Syrien gegen den IS.

+++ Großangriff des IS nahe der irakischen Stadt Tikrit (14. Januar 2016) +++

Der IS hat nahe der irakischen Stadt Tikrit einen Großangriff auf Anhänger der Regierung begonnen. Die Extremisten seien aus mehreren Richtungen vorgerückt, teilten irakische Sicherheitskreise am Donnerstag mit. IS-Kämpfer hätten unter anderem einen Teil der Hauptverbindungsstraße zwischen den Städten Tikrit und Kirkuk unter Kontrolle gebracht. Mindestens zwölf Dschihadisten und sieben Anhänger der Regierung seien getötet worden, hieß es weiter. Nahe dem Ort Tall Kasiba riss ein IS-Selbstmordattentäter demnach zwei Soldaten mit in den Tod. Die Armee habe Verstärkung geschickt, um die Regierungsanhänger bei den Kämpfen rund 30 Kilometer östlich von Tikrit zu unterstützen. Armee und schiitische Milizen hatten die Stadt rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad im März von der IS-Terrormiliz zurückerobert. Es war eine der schwersten Niederlagen für die Extremisten im Irak, die noch immer große Teile des Landes kontrollieren.

+++ Maaßen: Keine Gewissheit über IS als Urheber des Istanbuler Anschlags (14. Januar 2016) +++

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat keine Bestätigung dafür, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hinter dem Anschlag auf eine deutsche Reisegruppe in Istanbul steckt. Man sei bisher noch nicht in die Ermittlungen eingebunden, sagte Maaßen am Donnerstag dem rbb Inforadio. "Wir wissen allerdings, dass die Türkei derzeit mehrere innenpolitische Konflikte hat. Einer ist der mit dem IS", sagte Maaßen. Auch die kurdische Arbeiterpartei PKK habe wiederholt Anschläge in dem Land verübt. Maaßen erwähnte auch die linksextremistische Revolutionäre Volksbefreiungsfront DHKPC.

+++ Anti-IS-Koalition nimmt Raka und Mossul ins Visier (14. Januar 2016) +++

Die US-geführte Militärkoalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nimmt deren Hochburgen Mossul und Raka ins Visier. US-Verteidigungsminister Ashton Carter sagte am Mittwoch vor US-Soldaten in Fort Campbell, die Kontrolle des IS über die beiden Städte werde gebrochen werden und dann würden andere Gebiete zurückerobert, die die Islamisten im Irak und Syrien hielten. Raka in Syrien und Mossul im Irak seien "das militärische, politische, wirtschaftliche und ideologische Gravitationszentrum" des IS. Die US-geführte Koalition konnte zusammen mit lokalen Einheiten zuletzt Erfolge im Kampf gegen den IS im Irak und in Syrien vermelden.

+++ Sieben Tote bei Anschlag nahe Pakistans Konsulat in Dschalalabad (13. Januar 2016) +++

Bei einem offenbar von Islamisten verübten Anschlag nahe dem pakistanischen Konsulat im afghanischen Dschalalabad sind nach Behördenangaben sieben afghanische Sicherheitskräfte getötet worden. Die Angreifer verschanzten sich am Mittwoch nach einem Selbstmordanschlag in einem leerstehenden Gästehaus neben dem Konsulat und lieferten sich stundenlange Schusswechsel mit Soldaten. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu der Tat. Die afghanische Armee tötete nach Behördenangaben alle in dem Gebäude verschanzten Angreifer. Sieben Sicherheitskräfte seien dabei getötet, sieben weitere verletzt worden, erklärte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums. Nach pakistanischen Angaben konnten sich alle Mitarbeiter des Konsulats in Sicherheit bringen.

Die Dschihadistenmiliz IS erklärte im Internet-Kurzmitteilungsdienst Twitter, drei IS-Kämpfer hätten den Angriff verübt. Zwei von ihnen hätten sich in die Luft gesprent. Bei dem vierstündigen Angriff seien das Konsulatsgebäude "zerstört und dutzende Konsulatsmitarbeiter sowie mehrere Mitarbeiter des ketzerischen pakistanischen Geheimdienstes getötet worden". Der IS macht häufig übertriebene Angaben zur Zahl der Todesopfer bei Anschlägen.

+++ Drei mutmaßliche IS-Mitglieder nach Anschlag in Istanbul gefasst (13. Januar 2016) +++

Nach dem Selbstmordanschlag mit zehn Toten, darunter acht Deutschen, im Zentrum Istanbuls hat die türkische Polizei laut Medienberichten drei mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) festgenommen. Die drei Russen seien im Badeort Antalya in Gewahrsam genommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Dogan am Mittwoch. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Attentat in Istanbul und den Festnahmen besteht, war zunächst unklar. Bei der Razzia in Antalya wurden laut Dogan zahlreiche Dokumente und CDs sichergestellt. Bereits am Dienstag waren bei Razzien in mehreren türkischen Städten 65 mutmaßliche Dschihadisten festgenommen worden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Unter ihnen seien 16 Verdächtige, die einen Anschlag in der Hauptstadt Ankara geplant haben sollen. Eine andere Gruppe habe ein Attentat an einem unbekannten Ort in der Türkei verüben wollen. Die Festnahmen erfolgten den Berichten zufolge in Ankara, Izmir, Kilis, Sanliurfa, Mersin und Adana. Ein Selbstmordanschlag hatte am Dienstag vor der Blauen Moschee in Istanbuls Altstadt zehn Menschen mit in den Tod gerissen, unter ihnen acht Deutsche. Zudem gab es mindestens 15 Verletzte, darunter neun Bundesbürger.

+++ IS-Selbstmordattentäter tötet acht Deutsche bei Anschlag in Istanbul (12. Januar 2016) +++

Ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im historischen Zentrum Istanbuls mindestens acht Deutsche mit sich in den Tod gerissen. Neun weitere Bundesbürger wurden zum Teil schwer verletzt. Der Angreifer sprengte sich nach türkischen Angaben mitten in einer deutschen Reisegruppe in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee in die Luft. Der 1988 geborene Attentäter habe dem IS angehört, sagte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu in Ankara. Insgesamt gab es nach türkischen Angaben zehn getötete Opfer sowie den toten Attentäter und 15 Verletzte. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan machte in Ankara einen "Selbstmordattentäter syrischer Herkunft" für die Tat verantwortlich. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete dagegen, der Attentäter stamme aus Saudi-Arabien und sei kürzlich aus Syrien in die Türkei eingereist. Saudi-Arabien und Ägypten verurteilten den Terroranschlag.

+++ Milizionäre erschießen zwei Journalisten nördlich von Bagdad (12. Januar 2016) +++

Bewaffnete Milizionäre haben am Dienstag nördlich von Bagdad zwei irakische Fernsehjournalisten erschossen. Wie der Fernsehsender Scharkija berichtete, befanden sich der Korrespondent Saif Tallal und der Kameramann Hassan al-Anbaki auf der Rückkehr von einer Reportagereise mit dem Sicherheitschef der Provinz Dijala. Vermummte Milizionäre in drei Geländewagen stoppten demnach ihr Auto im Dorf Abu Saida in der Nähe der Provinzhauptstadt Baakuba, zwangen die Reporter auszusteigen und töteten sie mit Schüssen aus ihren Kalaschnikow-Gewehren.

Die Journalisten wollten über die Gewalt im Gebiet Mukdadijah, 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad, berichten. Dort waren bei einem Doppelanschlag auf ein Café am Montagabend 20 Menschen getötet worden. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Der Sender Scharkija befindet sich im Besitz von Sunniten. Er gilt als Unterstützer der sunnitischen Minderheit im Irak.

+++ IS regelt Missbrauch von Sex-Sklavinnen (30. Dezember 2015) +++

In einer Fatwa regelt die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) den Umgang mit Sex-Sklavinnen. Das geht aus IS-Dokumenten hervor, die von US-Spezialeinheiten während eines Einsatzes in Syrien erbeutet wurden. Weiterlesen

+++ Al-Bagdadi übt sich in Durchhalteparolen (27. Dezember 2015) +++

Militärisch befindet sich der Islamische Staat (IS) kurz vor dem Jahreswechsel an vielen Fronten in der Defensive. Nun ist eine neue Audio-Botschaft von Abu Bakr al-Bagdadi aufgetaucht. Mit der Nachricht des Terrorchefs soll offensichtlich die Moral der Kämpfer gestärkt werden. Weiterlesen

+++ IS-Kämpfer räumen letzte Stellungen in Ramadi (27. Dezember 2015) +++

Die zuletzt vom Islamischen Staat (IS) kontrollierte irakische Stadt Ramadi ist offenbar wieder unter der Kontrolle des Iraks. Die Kämpfer der Dschihadistenmiliz hätten den Amtssitz der Provinzregierung geräumt, sagte ein Sprecher der Anti-Terror-Einheit CTS. Es gebe keinen Widerstand mehr. Weiterlesen

+++ Kurden beginnen Großoffensive zur Rückeroberung Sindschars (12. November 2015) +++

Unterstützt von Luftangriffen der internationalen Koalition haben kurdische Einheiten im Irak eine Großoffensive gegen den Islamischen Staat (IS) in der nordirakischen Stadt Sindschar gestartet. Den Peschmerga-Kämpfern gelang am Donnerstag zunächst die Rückeroberung mehrerer nördlich gelegener Dörfer, wie General Haschem Seetaji AFP sagte. Die strategisch wichtige Stadt liegt an einer Hauptversorgungsroute zwischen den von den Dschihadisten kontrollierten Gebieten im Irak und Syrien. Nach Angaben des Sicherheitsrates der autonomen Kurdengebiete im Nordirak sind an der Offensive 7500 kurdische Kämpfer beteiligt. Ein US-Geheimdienstoffizier, Chance McCraw, schätzte die Zahl der IS-Kämpfer in Sindschar auf 300 bis 400; es befänden sich zahlreiche Sprengfallen in der Stadt. Über Sindschar standen Rauchsäulen, die von den Luftangriffe und von Granatenbeschuss herrührten, wie ein AFP-Journalist berichtete. Die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition beschoss in dem Bezirk sechs Ziele, auf der anderen Seite der Grenze, in der syrischen Region al-Hol, fünf weitere. Sindschar liegt rund 50 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. 

+++ Türkei für internationale Bodentruppen in Syrien (10. November 2015) +++

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat sich für einen internationalen Einsatz von Bodentruppen in Syrien ausgesprochen. Luftangriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reichten nicht aus, sagte Davutoglu dem Sender CNN International vor dem G20-Gipfel im südtürkischen Antalya. "Wir brauchen eine integrierte Strategie mit Luftangriffen und Bodentruppen. Aber die Türkei kann das nicht alleine bewältigen. Wenn es eine Koalition und eine sehr gut konzipierte integrierte Strategie gibt, ist die Türkei bereit, sich darin in jedem Sinne zu beteiligen", sagte Davutoglu.

+++ Syrische Truppen erobern Ort von Terrormiliz zurück (9. November 2015) +++

Im Norden Syriens haben Regierungstruppen die Terrormiliz Islamischer Staat aus einem Dorf nahe der strategisch wichtigen Luftwaffenbasis Kweiras vertrieben. Der Ort Scheich Ahmad in der Provinz Aleppo fiel den Soldaten beim Vormarsch auf den vom IS belagerten Militärstützpunkt in die Hände, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Montag berichtete. Russische und syrische Luftangriffe hätten die Truppen unterstützt, ergänzte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Das syrische Militär rückte bis auf zwei Kilometer an den Stützpunkt Kweiras heran, wie die Aktivisten weiter meldeten. Dieser wird seit fast zwei Jahren vom IS belagert. Die Extremisten von dort zu vertreiben, wäre ein größerer Erfolg für Assad. Der seit 2011 von den Kämpfen bedrängte Präsident begann eine große Offensive, nachdem Russland am 30. September erste Luftangriffe geflogen hatte.

+++ Polizei erschießt führenden Kopf des ägyptischen IS-Ablegers +++

Die ägyptische Polizei hat einen führenden Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erschossen, der unter anderem hinter der Entführung und Ermordung eines Kroaten im vergangenen August stehen soll. Wie das ägyptische Innenministerium am Montag mitteilte, wurde Aschraf Ali Ali Hassanein al-Gharabli bei einem Feuergefecht mit der Polizei in Kairo getötet. Hassanein war demnach einer der führenden Köpfe des ägyptischen IS-Ablegers, der sich zum Absturz der russischen Passagiermaschine Ende Oktober über dem Sinai bekannt hatte. Neben der Entführung und Enthauptung des Kroaten Tomislav Salopek macht die Polizei Hassanein für einen Bombenanschlag auf das italienische Konsulat in Kairo im Juli 2014 sowie für den Tod eines US-Bürgers im selben Jahr verantwortlich. Die Ermittler hätten ihn in Kairo ausfindig gemacht, erklärte das Innenministerium. Beim Versuch ihn festzunehmen sei er aber in einem Auto bis zu einem Vorort geflohen und nach einem Schussgefecht mit der Polizei erschossen worden. Ob Hassanein auch in den mutmaßlichen Anschlag auf die russische Passagiermaschine verwickelt war, ist unklar. Laut einem Vertreter der Polizei gehörte er einer radikalislamischen Gruppierung an, die vor allem in Kairo aktiv war, bevor sie sich im November 2014 dem IS-Ableger Provinz Sinai anschloss.

+++ Terrorverdächtiger am Flughafen in München festgenommen (6. November 2015) +++

Die Bundesanwaltschaft hat am Freitag einen Mann bei der Einreise am Münchner Flughafen festnehmen lassen, der Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sein soll. Gegen den 31 Jahre alten Deutschen bestehe ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 21. Oktober, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Der Mann, der aus dem Berliner Raum stammt, soll im Dezember 2014 nach Syrien gereist und sich dort dem IS angeschlossen haben, um am Bürgerkrieg teilzunehmen. Bis Mai 2015 sei er in der Verwaltung der Terrormiliz tätig gewesen und habe Neuankömmlinge im Bürgerkriegsgebiet betreut. Später soll er Hüllen für Sprengfallen gebaut und bewaffnet einen IS-Versorgungskonvoi begleitet haben.

+++ Türkische Polizei fasst 20 mutmaßliche IS-Dschihadisten (6. November 2015) +++

Eine Woche vor dem G-20-Gipfeltreffen hat die türkische Polizei im südlichen Ferienort Antalya einem Bericht zufolge 20 mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gefasst. Die Festnahmen seien durch Kräfte zur Bekämpfung von Terrorismus erfolgt, meldete die Nachrichtenagentur Dogan am Freitag. In Antalya sollen am 15. und 16. November die Staats- und Regierungschefs der 20 weltweit führenden Industrie- und Schwellenländer zusammentreffen, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

+++ Russland bombardiert erneut IS-Stellungen nahe Palmyra (5. November 2015) +++

Die russische Luftwaffe hat zum zweiten Mal in dieser Woche Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nahe weltberühmten syrischen Ruinenstadt Palmyra bombardiert. Eine "große befestigte Position" sei zerstört worden, in der sich unter anderem ein Luftabwehrgewehr und ein Panzer befunden hätten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Es seien aber nur Ziele "in beträchtlichem Abstand von den Kulturdenkmälern" angegriffen worden.

+++ IS-Propagandisten in Spanien festgenommen (4. November 2015) +++

Wegen des Vorwurfs der Propaganda für den IS sind in Spanien zwei Männer festgenommen worden. Die beiden Männer marrokanischer Abstammung sind im Süden von Barcelona gefasst worden. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, "aktiv und direkt Propaganda" des Islamischen Staats in Umlauf gebracht zu haben.

Seit Anfang des Jahres haben die spanischen Behörden die Festnahmen von Verdächtigen vervielfacht, die freiwillige Kämpfer für den Irak und Syrien oder Anschläge rekrutiert haben sollen.

+++ Acht Tote bei Anschlag auf Sinai-Halbinsel (4. November 2015) +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Autobombe galt einem Club für Polizeibeamte westlich der Stadt Al-Arisch im Norden der Unruheregion.

Die Terrormiliz IS bekannte sich in einer zunächst nicht verifizierbaren Stellungnahme im Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Anschlag. 

+++ 69 IS-Gefangene kurz vor geplanter Hinrichtung gerettet +++

US-Spezialeinheiten haben gemeinsam mit kurdischen Kämpfern ein Dorf des IS im Irak gestürmt. Der Einsatz erfolgte kurz vor einer geplanten Massenhinrichtung. Dabei kam erstmals seit 2011 ein US-Soldat im Irak ums Leben. Weiterlesen

+++ Der IS fürchtet um seine Schlagkraft +++

Der Islamische Staat gilt als schlagkräftigste Terrororganisation der Welt. Doch nun lässt eine Rede ihres Sprechers Abu Mohammad al-Adnani erahnen, dass es innerhalb des Machtgefüges der Miliz mächtig bröckelt. Weiterlesen

+++ Der IS steht kurz vor Aleppo +++

Die Terrormilizen des Islamischen Staates (IS) rücken vor - und das trotz massiver Luftangriffe russischer Kampfjets. Nach dem bedeutendsten Vorstoß seit Monaten stehen die Dschihadisten kurz vor Aleppo. An einer Stelle nur noch zwei Kilometer von den Positionen der Regierungstruppen entfernt. Weiterlesen

+++ Verkehrte Fronten: Moskau bombardiert Rebellen - IS rückt vor +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat im Norden Syriens einen der größten Geländegewinne seit Monaten erzielt – im Kampf gegen die demokratischen Rebellen. Die werden derweil auch von russischen Truppen bombardiert. Demnach steht die Terrormiliz jetzt nur noch zwei Kilometer vor einem Industriegebiet, das wiederum unter Kontrolle der Assad-Truppen steht. Weiterlesen

+++ Pentagon-Chef: Russland wird für Syrien-Einsatz bezahlen +++

Russlands Angriffe in Syrien treffen meist die gemäßigten Rebellen und lassen Anhänger der Freiheitsbewegung verzweifeln. Jetzt warnt US-Verteidigungsminister Ashton Carter die Russen: Sie würden bald einen Preis für ihre Attacken bezahlen. "Ich rechne damit, dass die Russen in naher Zukunft erste Verluste in Syrien erleiden werden", sagte Carter beim Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel. Weiterlesen

+++ Krieg in Syrien: Was genau will Wladimir Putin? +++

Russland zieht die Aufmerksamkeit der Nato von der Ukraine auf Syrien. Steckt Kalkül dahinter? Weiterlesen

+++ Nuklearschmuggler wollten gezielt an den IS verkaufen +++

Banden mit Verbindungen nach Russland haben unter anderem der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) radioaktives Material angeboten. Das geht aus Recherchen der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) in der früheren Sowjetrepublik Moldawien hervor. Weiterlesen

+++ Russische Luftschläge auf Palmyra? Moskau dementiert +++

Russland hat Berichte über Luftangriffe auf die syrische Wüstenstadt Palmyra zurückgewiesen. Dies seien "absolute Lügen", sagte Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium. Zuvor hatte das syrische Fernsehen unter Berufung auf Militärkreise berichtet, russische Kampfjets hätten die vom Islamischen Staat (IS) kontrollierte Stadt ins Visier genommen. Weiterlesen

+++ Russische Luftangriffen gegen IS möglich (29. September 2015) +++

Kurzes Händeschütteln und kühle Atmosphäre am Rande der UN-Vollversammlung in New York: Zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin gab es auf persönlicher Ebene kaum Annäherungen. Allerdings: Putin erwägt jetzt, sich an den Luftangriffen gegen den IS zu beteiligen. Weiterlesen

+++ Zehntausende Ausländer kämpfen für den IS (27. September 2015) +++

Etwa 30.000 ausländische Kämpfer haben sich bereits der Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien und im Irak angeschlossen. Unter ihnen seien zahlreiche westliche Staatsbürger, berichtete die "New York Times". Die Zeitung beruft sich auf nicht näher genannte Vertreter von US-Geheimdiensten und Justizbehörden. In den letzten Wochen waren Vorwürfe laut geworden, das US-Militär spiele die Gefahr des IS herunter, um ihren Kampf gegen die Dschihadisten als Erfolg darzustellen. Ein für Dienstag angekündigter Bericht des US-Kongresses sieht das anders: Die Rekrutierung ausländischer Kämpfer durch den IS hat demnach auch ein Jahr nach Beginn der Luftangriffe der US-geführten Koalition in Syrien und im Irak nicht nachgelassen.

+++ IS-Miliz richtet zehn Menschen in Syrien hin (22. September 2015) +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat in Syrien neun Männer und einen Jungen hingerichtet, denen sie Homosexualität vorwarf. Sieben Männer seien in Rastan in der Provinz Homs im Zentrum des Landes erschossen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zwei Männer und ein Junge seien in Hreitan in der nördlichen Provinz Aleppo exekutiert worden. Demnach erfolgten die Hinrichtungen öffentlich, allerdings hätten IS-Kämpfer alle Kameras zerstört, mit denen die Exekutionen womöglich gefilmt worden sein könnten.

+++ Zahl der IS-Abtrünnigen nimmt zu (21. September 2015) +++

Bei der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gibt es einem Bericht zufolge eine zunehmende Zahl von Aussteigern. Mindestens 58 Mitglieder hätten die Gruppe seit Januar vergangenen Jahres verlassen, davon allein 17 zwischen Juni und August dieses Jahres, hieß es in einem Bericht des am Londoner King's College ansässigen Politikinstituts International Center for the Study of Radicalisation (ICSR). Weiterlesen

+++ USA: Russland hat vier Kampfflieger in Syrien stationiert (19. September 2015) +++

Russland hat nach US-Angaben vier Kampfflieger in Syrien stationiert. Die Kampfflugzeuge seien in Latakia im Westen des Bürgerkriegslandes gesichtet worden, sagte am Freitagabend in Washington ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. In Latakia errichtet Russland derzeit nach US-Angaben einen Luftwaffenstützpunkt aus vorgefertigten Teilen und einem mobilen Kontrollturm.

+++ 25 Menschen sterben bei Anschlägen in Bagdad (17. September 2015) +++

Bei zwei Bombenanschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 120 Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenseite Al-Sumaria am Donnerstag. Demnach starben 13 Opfer, als in einem Handelsviertel im Ostteil der Stadt eine Autobombe explodierte. Zwölf Menschen seien zudem getötet worden, als unweit davon ein Selbstmordattentäter einen Sprengstoffgürtel zündete, berichteten Sicherheitsquellen. Der IS bekannte sich im Internet zu den Taten. Die sunnitischen Extremisten verüben regelmäßig Anschläge in Bagdad und anderen irakischen Städten.

+++ USA erwägen militärische Gespräche mit Russland (16. September 2015)

Kommt Bewegung in den Kampf gegen den IS? Ranghohe Militärvertreter aus den USA und Russland wollen über die Lage in Syrien sprechen. Die Regierung in Washington denkt über ein Angebot aus Moskau nach. US-Außenminister John Kerry tendiert dazu das Angebot anzunehmen, weil die USA Klarheit über die jüngste Aufrüstung Russlands im Bürgerkriegsland wollten.

Der Vorstoß kam demnach vom russischen Außenminister Sergej Lawrow, als er am Dienstag zum dritten Mal binnen zehn Tagen mit Kerry telefonierte. Lawrow habe dabei betont, dass sein Land in Syrien nur gegen die Terrormiliz Islamischer Staat kämpfen wolle. Die USA sehen die größere Präsenz Russlands aber mit Sorge, weil Moskau auch den vom Westen geächteten Präsidenten Baschar al-Assad unterstützt.

+++ De Maizière: "Wir dürfen dem Morden nicht weiter zusehen" (13. September 2015) +++

Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise hat Thomas de Maizière ein entschiedeneres Vorgehen der Europäer im Syrien-Konflikt und im Kampf gegen den IS gefordert. Der Bundesinnenminister lässt jedoch offen, was genau er damit meint. Diplomatie allein reiche nicht, europäische Bodentruppen will er aber auch nicht. Weiterlesen

+++ Türkei fahndet nach IS-Frauen aus Deutschland (12. September 2015) +++

Zwei Frauen aus Deutschland stehen einem Medienbericht zufolge auf der Fahndungsliste der Türkei. Sie sollen sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben und stehen im Verdacht, Selbstmordattentate zu planen. Weiterlesen

+++ IS preist zwei Gefangene "zum Verkauf" an (10. September 2015) +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach eigenen Angaben einen Norweger und einen Chinesen entführt und verlangt nun Lösegeld für deren Freilassung. In seinem Propaganda-Magazin "Dabik" veröffentlichte der IS Fotos der Geiseln und forderte alle, "die ein Lösegeld für die Freilassung" der Geiseln zahlen wollten, dazu auf, sich unter einer irakischen Telefonnummer zu melden. Auf der Fotomontage mit Bildern des Norwegers prangt der Schriftzug "Norwegischer Gefangener zu verkaufen". Weiterlesen

+++ IS setzte Senfgas gegen Kurden ein (7. September 2015) +++

Der deutsche Geheimdienst hat Beweise dafür, dass die Terroristen des Islamischen Staates (IS) Senfgas gegen Kurden im Nordirak eingesetzt haben. Es könnte aus den Beständen des früheren Diktators Saddam Hussein stammen. Weiterlesen

+++ Britische Drohne tötet IS-Kämpfer (7. September 2015) +++

Drei IS-Anhänger in Syrien sind am 21. August von einer britischen Drohne gezielt getötet worden. Das sagte Premierminister David Cameron vor dem Unterhaus in London. Unter den Getöteten seien mindestens zwei Briten, die Anschläge gegen das Vereinigte Königreich geplant haben. Weiterlesen

+++ Putin will Allianz gegen IS schmieden (4. September 2015) +++

Russlands Präsident Wladimir Putin will Staaten in Nahost und im Westen im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) an einen Tisch bringen. Dafür wirbt der Kremlchef in Gesprächen mit US-Präsident Obama und weiteren Staatschefs. Die Frage, ob Russland militärisch eingreifen will, ist noch offen. Weiterlesen

Vom Al-Kaida-Ableger zum IS

Nach dem Sturz des Langzeitherrschers Saddam Hussein 2003 kämpfte die Gruppe zunächst als Al-Kaida-Ableger im Irak gegen die US-Armee, 2013 ging sie auf Expansionskurs. Unter dem Anführer Abu Bakr al-Baghdadi und dem Namen Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) mischte sie sich in den syrischen Bürgerkrieg ein. Sie wurde stärker und lieferte sich Machtkämpfe mit anderen radikalislamischen Gruppen, darunter auch Al-Kaida.

In den eroberten Gebieten in Syrien und im Irak riefen die Dschihadisten ein Kalifat aus, in dem sie staatliche Strukturen aufbauten und brutal gegen Gegner vorgingen. Sie nannten sich nun Islamischer Staat. In anderen Ländern von Libyen über Nigeria bis Afghanistan schworen Islamistengruppen dem Kalifat die Treue. Aus Expertensicht ist die Miliz die finanzstärkste Terrororganisation der Welt. Die Einnahmen stammen aus dem Ölschmuggel, Steuern, Spenden, Schutzgeldern, Beute, Zöllen und Lösegeld.

Abu Bakr al-Baghdadi, der selbsternannte Kalif

Details über die Biografie von Abu Bakr al-Baghdadi, den selbst ernannten "Kalifen Ibrahim", sind mit Vorsicht zu genießen. Häufig lassen sie sich nicht verifizieren. Lange Zeit wusste kaum jemand, wie der Chef der Terrormiliz Islamischer Staat aussieht, da es nur zwei Fotos von ihm gab. Al-Bagdadi soll 1971 in der irakischen Stadt Samarra geboren worden sein.

An der Universität Bagdad machte er einen Abschluss in Islamischen Studien. Zwischen 2005 und 2009 soll er in einem US-Gefangenenlager im Irak gesessen haben. Heute ist er einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Im Jahr 2010 übernahm Al-Bagdadi die Führung des Al-Kaida-Ablegers im Irak, der damals noch "Islamischer Staat im Irak" hieß. Nach und nach begann die Gruppe, sich nach Syrien auszudehnen.

Gegner und Verbündete des Islamischen Staates

USA: Die mächtigste Militärmacht der Welt organisiert die internationalen Luftangriffe im Irak und in Syrien, die im vergangenen August begannen. Die USA bilden zudem syrische Rebellen für den Kampf gegen den IS aus.

ARABISCHE STAATEN: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar und Jordanien unterstützen die USA bei Luftangriffen in Syrien. Die Staaten sind vom IS bedroht, dessen "Kalifat" einen Anspruch auf Herrschaft über alle Muslime erhebt.

TÜRKEI: Ankara hat lange nur humanitäre Hilfe geleistet. Am Freitag flog die Armee erstmals Luftangriffe gegen den IS. Zudem dürfen die USA jetzt den türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik nutzen. Die Türkei will zugleich den Sturz des Assad-Regimes und kämpft gegen kurdische Rebellen

EUROPA: Frankreich und Großbritannien beteiligen sich an den US-Luftangriffen gegen den IS. Deutschland liefert Waffen und andere Ausrüstungsgüter an die Kurden im Nordirak. Zudem bildet die Bundeswehr irakisch-kurdische Kämpfer aus.

DIE KURDEN: Sowohl die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Nordirak als auch die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) im Norden Syriens haben dem IS empfindliche Niederlagen beigebracht.

SYRIEN: Die syrische Armee bekämpft den IS zwar, richtet aber die meisten ihrer Angriffe gegen andere Rebellen im Land. Kritiker werfen dem Regime in Damaskus vor, es habe einen heimlichen Waffenstillstand mit den Extremisten und diese so mit aufgebaut.

SYRISCHE REBELLEN: Zwischen Aufständischen und dem IS kommt es immer wieder zu Gefechten. Verfeindet ist die Terrormiliz auch mit der Nusra-Front, dem syrischen Ableger der Terrormiliz Al-Kaida, obwohl beide Gruppen dieselbe Ideologie teilen.

IRAK: Bagdad hat Anfang vergangener Woche eine Offensive gegen den IS im Westen des Landes begonnen. Unterstützt wird Iraks Armee von schiitischen Milizen, die mit dem Iran verbunden sind.

SUNNITEN: Unterstützung erhält der IS von Sunniten und sunnitischen Stämmen im Irak und in Syrien, die sich von ihren Regierungen diskriminiert fühlen. Im Irak haben sich viele alte Kader des Regimes des früheren Machthabers Saddam Hussein dem IS angeschlossen, weil sie die Regierung in Bagdad stürzen wollen. 

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