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Barack Obama: "Der IS wird verlieren"

Kampf gegen Islamisten  

Obama: "Der IS wird verlieren"

29.09.2015, 22:35 Uhr | dpa

Barack Obama: "Der IS wird verlieren". US-Präsident Barack Obama will die "Herzen der Verführten" zurückgewinnen. (Quelle: AP/dpa)

US-Präsident Barack Obama will die "Herzen der Verführten" zurückgewinnen. (Quelle: AP/dpa)

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wird nach den Worten von US-Präsident Barack Obama zwangsläufig unterliegen. "Der IS wird verlieren, weil er nichts zu bieten hat außer Leid und Tod", sagte Obama auf einem Treffen von Staats- und Regierungschefs am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

"Wir werden letztlich die Oberhand gewinnen, weil wir von einer stärkeren, besseren Vision geleitet werden: Einem Bekenntnis zu Sicherheit, Chancen und Würde für jeden Menschen."

Gleichwohl gebe es keine militärische Lösung, sagte Obama. "Der Islamische Staat kann nicht auf dem Schlachtfeld besiegt werden. Selbst wenn wir die ganze Führungsriege des IS ausradieren, würden immer noch einige weitermachen." Stattdessen müssten die Köpfe und Herzen der Verführten gewonnen werden.

Ban Ki Moon setzt auf soziale Medien

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte den IS "eine Bedrohung des internationalen Friedens". Die Gruppe "höhlt die universellen Werte von Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und menschlicher Würde aus." Menschenrechte seien aber nicht verhandelbar. "Wenn wir damit anfangen, haben wir schon verloren."

Zugleich dürfe die Jugend in den betroffenen Ländern mit ihren Hoffnungen und Träumen nicht alleingelassen werden. "Die sozialen Medien sind ein Schlüssel. Wir müssen den Sirenengesängen der Menschenverachter, die einfache Lösungen vorschlagen und dann nur Blut und Terror kennen, etwas entgegensetzen."

Steinmeier: "Brauchen langen Atem"

Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier verwies am Rande des Treffens auf Erfolge: "Im Nordirak haben die Peschmerga - auch dank unserer deutschen Unterstützung - weite Gebiete zurückerobert. Der Ansturm auf Kobane wurde gestoppt." Der IS könne praktisch kein Öl mehr exportieren.

Richtig sei aber auch, dass der IS noch lange nicht besiegt sei. "Aber uns war von Anfang an klar: Für diesen Kampf brauchen wir einen langen Atem." Der Nährboden für das "Krebsgeschwür" IS könne nicht über Nacht beseitigt werden. Die im syrischen Bürgerkrieg erstarkte Terrormiliz kontrolliert weite Teile in Syrien und im Irak.

USA und Russland wollen militärische Absprachen

Unterdessen haben Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin vereinbart, sich künftig im Syrien-Konflikt militärisch abzusprechen. Führende Kräfte im Verteidigungsministerium würden Unterredungen mit den Russen aufnehmen, sagte Sprecher Peter Cook. Ziel sei, Personal zu schützen sowie "Fehleinschätzungen" zu vermeiden. "Wir wollen nicht, dass ein Unfall passiert", sagte Cook.

"Das Ziel sollte hier sein, die Terrormiliz Islamischer Staat zu besiegen", sagte Cook - nicht dagegen, das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu unterstützen oder es zu verteidigen. Russland beliefert das Regime seit Jahren mit Waffen und hat inzwischen Berichten zufolge selbst Waffen in das Bürgerkriegsland verlegt. Cook vermied es auf Nachfragen, die beginnenden Absprachen mit den Russen als Zusammenarbeit einzustufen.

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