Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Terrorismus >

Messerattacke eines IS-Anhängers auf Erzieher war erfunden

Angeblicher Messerangriff nahe Paris  

Erzieher erfindet Attacke durch IS-Anhänger

14.12.2015, 18:13 Uhr | AP

Messerattacke eines IS-Anhängers auf Erzieher war erfunden. Polizisten stehen vor einer Vorschule in Aubervilliers nahe Paris, wo ein Erzieher einen Angriff auf sich vorgetäuscht hat.  (Quelle: Reuters)

Polizisten stehen vor einer Vorschule in Aubervilliers nahe Paris, wo ein Erzieher einen Angriff auf sich vorgetäuscht hat. (Quelle: Reuters)

Ein Vorschullehrer in Frankreich hat mit der Behauptung, von einem IS-Anhänger mit einem Messer attackiert worden zu sein, für Aufregung gesorgt. Dabei war die Geschichte erfunden, wie die Staatsanwaltschaft am Nachmittag bekannt gab. Das angebliche Opfer wurde verhört.

Der Erzieher hatte nach Angaben der Behörden erklärt, er sei im Vorort Aubervilliers bei Paris von einem Mann angegriffen worden, der sich auf den IS berufen habe. Der angeblich mit einer Skimaske vermummte Angreifer habe vor Schulbeginn in Aubervilliers mit einem Teppichmesser und einer Schere auf den Lehrer eingestochen, sagte der Präfekt der Region Seine-Saint-Denis, Philippe Galli. Zu diesem Zeitpunkt seien schon andere Lehrer, aber noch keine Kinder an der Vorschule gewesen.

Wegen der Vorwürfe hatten die Behörden eine Fahndung nach dem angeblichen Täter ausgelöst. Nun erklärte die Staatsanwaltschaft, die Angaben hätten sich auf Informationen des Lehrers gestützt. Französische Medien hatten bereits berichtet, der Lehrer habe keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitten.

Frankreich im Ausnahmezustand

Seit der Pariser Terrorserie vom 13. November herrscht in Frankreich der Ausnahmezustand. Der IS hatte sich zu den Anschlägen bekannt, bei denen 130 Menschen ums Leben kamen. In Propagandabotschaften rief die Terrormiliz ihre Anhänger auf, Lehrer und Schulen anzugreifen, weil das säkulare französische Bildungssystem die Gedanken junger Menschen vergifte.

Für die französischen Schulen gelten bereits seit den Anschlägen auf das Magazin "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt im Januar strenge Sicherheitsvorkehrungen. So bleiben die Türen während des Unterrichts verschlossen. Besucher müssen sich ausweisen. In Stichproben werden auch Taschen durchsucht.

Nach dem angeblichen Angriff vom Montag kam Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem nach Aubervilliers und versprach, die Sicherheit an allen Schulen des Landes weiter zu erhöhen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal