Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Terrorismus >

Schulen in Los Angeles öffnen wieder: Überreaktion auf Terrordrohung

Überreaktion auf vermeintliche Terrordrohung  

Schulen in Los Angeles öffnen wieder

16.12.2015, 10:21 Uhr | AFP

Schulen in Los Angeles öffnen wieder: Überreaktion auf Terrordrohung. Schulbusfahrer im Los Angeles School District: Am Mittwoch sollen die Schulen wieder normal arbeiten. (Quelle: AP/dpa)

Schulbusfahrer im Los Angeles School District: Am Mittwoch sollen die Schulen wieder normal arbeiten. (Quelle: AP/dpa)

Die Schulen in Los Angeles arbeiten heute wieder normal,  nachdem das FBI eine Anschlagsdrohung als unglaubwürdig eingestuft hatte. Die US-Bundespolizei sei zu dem Schluss gekommen, dass "dies keine glaubwürdige Bedrohung war", sagte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti.

Die Schulbehörde LAUSD rechtfertigte ihre Entscheidung, mehr als 900 Schulen zu schließen, gegen scharfe Kritik aus New York. Er werde nicht das Leben eines Schülers risikieren, sagte LAUSD-Chef Ramon Cortines.

Die Entscheidung, von der rund 640.000 Schüler in der kalifornischen Metropole betroffen waren, sei auch im Lichte des Anschlags von San Bernardino getroffen worden. In dem nahe gelegenen Ort hatten zwei mutmaßlich islamistische Attentäter am 2. Dezember 14 Menschen getötet.

Das FBI stufte die Anschlagsdrohung jedoch nach Überprüfung von 1531 Schulen und rund zwölfstündigen Ermittlungen als nicht glaubwürdig ein. Zuvor hatte schon der für die Demokraten im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhaus sitzende Adam Schiff auf dem Onlinedienst Twitter geschrieben, nach ersten Erkenntnissen handele es sich um einen "Scherz". Der Schulbetrieb in großen US-Städten habe gestört werden sollen. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Mail von Frankfurter IP-Adresse

Bei der Schulverwaltung von Los Angeles war am Dienstag eine E-Mail mit einer Anschlagsdrohung eingegangen, der Unterricht wurde daraufhin abgesagt. US-Medien zufolge lief die E-Mail über eine IP-Adresse aus Frankfurt am Main. Dies bedeutet aber nicht, dass sich der Verfasser tatsächlich in Deutschland aufgehalten hat, da über IP-Adressen auch ein Standort vorgetäuscht werden kann.

In der Ostküstenmetropole New York ging eine ähnliche Drohung ein. Dort stuften die Behörden die E-Mail von Beginn an als nicht glaubwürdig ein, die Schulen blieben geöffnet. Der New Yorker Polizeichef Bill Bratton erklärte, die Schließung der Schulen sei "total, total unangebracht" gewesen. Das sei "ihr Ziel" gewesen, "ob Witzbold oder Terrorist, sie wollen Angst einflößen".

Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio erklärte, die Drohung sei "so allgemein und seltsam" gewesen, dass sie nicht habe Ernst genommen werden können. Darauf antwortete der Polizeichef von Los Angeles, Charlie Beck, es sei "sehr einfach, nachträglich eine Entscheidung zu kritisieren", bevor nicht die Tatsachen geklärt seien.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal