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Erstes Flugzeug startet vom Airport Brüssel

Strenge Sicherheitskontrollen  

Erstes Flugzeug startet vom Airport Brüssel

03.04.2016, 14:35 Uhr | dpa, AP

Erstes Flugzeug startet vom Airport Brüssel. Der Brüsseler Flughafen nimmt nach den Anschlägen langsam seinen Betrieb wieder auf. (Quelle: dpa)

Der Brüsseler Flughafen nimmt nach den Anschlägen langsam seinen Betrieb wieder auf. (Quelle: dpa)

Am Brüsseler Flughafen ist die erste Passagiermaschine seit den Anschlägen vom 22. März gestartet. Es handelte sich um den planmäßigen Brussels-Airlines-Flug nach Faro in Portugal. Für Sonntag waren noch zwei weitere Flüge geplant.

Die Passagiere mussten sich einem völlig neuen Abfertigungssystem unterziehen. Die Kontrollen begannen schon vor dem Flughafen. Wer kein Flugticket hatte, wurde nicht durchgelassen.

Der Flughafen ist derzeit nur per Auto zu erreichen. Öffentliche Verkehrsmittel fahren ihn noch nicht an.

Kapazität bleibt eingeschränkt

Flughafen-Chef Arnaud Feist sagte, zunächst werde es nur einen eingeschränkten Passagierverkehr geben. Bis zu den Sommerferien Ende Juni oder Anfang Juli werde der Betrieb hoffentlich wieder bei voller Kapazität laufen.

Der Flughafen war seit den Anschlägen vom 22. März geschlossen. Drei Selbstmordattentäter töteten dort 16 Menschen und 16 weitere in einer U-Bahnstation. 270 Menschen wurden verletzt.

"Zeichen der Hoffnung"

Feist nannte es ein "Zeichen der Hoffnung", dass der Flughafen keine zwei Wochen nach den Anschlägen und "den dunkelsten Tagen in der Geschichte der Luftfahrt in Belgien" wieder geöffnet sei. Dem Sender RTBF sagte der Flughafen-Chef, dass nach ersten Reparaturen in der beschädigten Abflughalle rund 800 Passagiere pro Stunde abgefertigt werden könnten.

Das wären 20 Prozent der bisherigen Kapazität. Am Flughafen von Brüssel starteten und landeten vor den Anschlägen 6000 Flüge pro Tag.

Schärfere Sicherheitskontrollen

Die Passagiere müssen schärfere Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen. Unter anderem müssen sie und ihr Gepäck durch eine Sicherheitskontrolle, bevor sie das Flughafengebäude betreten, wie ein Polizeisprecher sagte. Außerdem gibt es stichprobenartige Kontrollen von Autos. Die Attentäter hatten die Abfertigungshalle mit Koffern mit Sprengsätzen und Nägeln betreten können.

Bei einer Demonstration vor der Börse in Brüssel wurden unterdessen am Samstag rund zwei Dutzend Personen festgenommen. Sie waren trotz eines Demonstrationsverbots gegen Islamophobie auf die Straße gegangen. Polizei und Militär patrouillierten auch im Problemviertel Molenbeek, wo rechte Demonstranten eine Kundgebung gegen Muslime angekündigt hatten.

Molenbeek war das Wohnviertel von mehreren der Attentäter von Paris im November und in Brüssel vor fast zwei Wochen. In Zusammenhang mit einem weiteren, mutmaßlich vereitelten Anschlag erließ die belgische Bundesstaatsanwaltschaft am Samstag Haftbefehl gegen einen 33-jährigen Belgier. Er werde der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung verdächtigt, hieß es in einer Erklärung.

Seine Verhaftung steht im Zusammenhang mit der Festnahme des Franzosen Reda K. nördlich von Paris vergangene Woche. Dieser stand nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft unmittelbar vor einen Anschlag.

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