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Brüssel-Terror: Mohamed Abrini ist der "Mann mit dem Hut"

Brüsseler Anschläge  

Der "Mann mit dem Hut" ist gefasst

09.04.2016, 20:07 Uhr | dpa, AFP

Brüssel-Terror: Mohamed Abrini ist der "Mann mit dem Hut". Mohamed Abrini ist der "Mann mit dem Hut". (Quelle: Reuters)

Mohamed Abrini ist der "Mann mit dem Hut". (Quelle: Reuters)

Der als "Mann mit dem Hut" gesuchte dritte Terrorverdächtige des Brüsseler Flughafens ist gefasst. Es handele sich um den am Vortag verhafteten Mohamed Abrini, teilte die Brüsseler Staatsanwaltschaft mit.

Dem 31-Jährigen werden Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in leitender Funktion sowie terroristische Morde vorgeworfen.

Abrini sei mit Ermittlungsergebnissen konfrontiert worden und habe seine Anwesenheit am Tatort zugegeben, hieß es. Auf Fahndungsfotos und -videos vom Flughafen war er stets mit einer hellen Jacke und einem dunklen Hut zu sehen gewesen. Diese Jacke hat Abrini laut Staatsanwaltschaft in einen Mülleimer geworfen, den Hut danach verkauft.

Abrinis Rolle in Paris noch unklar

Mit der Identifizierung Abrinis wird immer deutlicher, dass die Täter der Brüsseler und Pariser Terroranschläge in äußerst enger Verbindung standen. Denn Abrini war auch in die Mordserie von Paris verwickelt, obwohl seine genaue Rolle unklar ist.

Er war zwei Tage vor den Attentaten gemeinsam mit dem inzwischen festgenommenen Salah Abdeslam an einer Tankstelle an der Autobahn nach Paris gefilmt worden. Mit Abdeslam, einem Hauptverdächtigen der Paris-Ermittlungen, soll Abrini auch eine Unterkunft für die Terroristen nahe Paris gemietet haben.

Ermittlungen gegen weiteren Verdächtigen

Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel und Paris hat die belgische Justiz Ermittlungsverfahren gegen Abrini und einen weiteren, am Freitag festgenommenen Verdächtigen eingeleitet.

Bei dem Verdächtigen Osama K. handle es sich um den zweiten Mann aus der Brüsseler U-Bahn-Station, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Gegen ihn werde ebenfalls wegen "terroristischen Mordes" ermittelt. Der gesuchte Verdächtige war gemeinsam mit dem Attentäter gesehen worden, der sich am 22. März in einer U-Bahn im Brüsseler Europaviertel in die Luft sprengte.

Koordinierte Anschläge

Bei koordinierten Anschlägen auf mehrere Pariser Lokale, den Konzertsaal Bataclan und das Stade de France waren 130 Menschen getötet worden.

Auf dem Flughafen Zaventem in Brüssel hatten sich am 22. März zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, ein weiterer Sprengsatz detonierte nicht. Kurz darauf wurde auch in einer U-Bahn im Europaviertel ein Selbstmordattentat verübt. Bei den Anschlägen starben insgesamt 32 Menschen.

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