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Mindestens acht Polizisten bei Anschlag bei Kairo erschossen

Mindestens acht Polizisten sterben  

Blutiger Anschlag auf Minibus in Ägypten

08.05.2016, 12:38 Uhr | dpa, AP, AFP

Mindestens acht Polizisten bei Anschlag bei Kairo erschossen. Auf den Bus mit den Polizisten in Helwan wurde minutenlang gefeuert. (Quelle: dpa)

Auf den Bus mit den Polizisten in Helwan wurde minutenlang gefeuert. (Quelle: dpa)

Bei einem Angriff auf einen Minibus südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind mindestens acht Polizisten getötet worden. Vier Vermummte eröffneten im Ort Helwan das Feuer auf den Van, in dem Sicherheitskräfte in Zivil unterwegs waren. Das teilte das ägyptische Innenministerium mit. Zwei islamistische Gruppen bekannten sich zu der Tat.

Die Attentäter konnten laut Innenministerium nach der Tat rund 35 Kilometer südlich von Kairo entkommen. Die Polizei habe eine Großfahndung eingeleitet. 

Die staatliche Zeitung "Al-Ahram" zitierte Augenzeugen, bei dem Angriff seien mindestens zehn Minuten lang Schüsse zu hören gewesen. Bilder in lokalen Medien zeigten den Bus mit zahlreichen Einschusslöchern. Die Nachrichtenseite Al-Youm al-Sabea meldete unter Berufung auf Ermittler, jedes Opfer sei von mindestens zehn Kugeln aus der Nähe getroffen worden.

Zwei Gruppen bekennen sich zur Tat

Der ägyptische IS-Ableger erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass "Soldaten des Kalifats" das Polizeifahrzeug angegriffen und acht "ungläubige" Beamte getötet hätten. Es handelte sich demnach um einen Vergeltungsangriff für die Inhaftierung "reiner Frauen" in ägyptischen Gefängnissen. Ob die Erklärung echt ist, war nicht feststellbar. Sie ähnelt aber früheren, authentischen Bekennerschreiben des IS.

Zugleich erklärte aber auch eine Gruppe mit dem Namen "Volkswiderstand", sie habe die Tat verübt. Diese Gruppe sei mit den in Ägypten verbotenen islamistischen Muslimbrüdern verbunden, berichtete Al-Youm al-Sabea.

Immer wieder Anschläge auf Soldaten und Polizisten

Die Gruppe war bisher laut Analysten nur für kleinere Angriffe auf Polizei, Armee und andere Ziele bekannt. Sie wandte sich damit gegen Einrichtungen, die sie für den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 verantwortlich macht.

Der IS-Ableger hat in der Vergangenheit mehrfach ägyptische Sicherheitskräfte angegriffen. Vor allem im Norden der Halbinsel Sinai kommt es regelmäßig zu schweren Zusammenstößen mit der Armee. Vor allem auf der Sinai-Halbinsel, aber auch im Gebiet von Kairo und in anderen Landesteilen wurden seit 2013 hunderte ägyptische Polizisten und Soldaten getötet.


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