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EM 2016: Terror-Experte hält Public Viewing für grundsätzlich sicher

Während der Fußball-EM  

Terror-Experte hält Public Viewing für grundsätzlich sicher

09.06.2016, 10:24 Uhr | Bernhard Vetter, t-online.de

EM 2016: Terror-Experte hält Public Viewing für grundsätzlich sicher. Public Viewing 2014 in Mainz: Fußball-Fans sollten sich die Freude bei der Fußball-EM 2016 nicht von Terroristen verderben lassen. (Quelle: dpa)

Public Viewing 2014 in Mainz: Fußball-Fans sollten sich die Freude bei der Fußball-EM 2016 nicht von Terroristen verderben lassen. (Quelle: dpa)

Fans können sich beim Public Viewing in Deutschland während der Fußball-EM relativ sicher fühlen. Das sagt der Terror-Experte Rolf Tophoven im Gespräch mit t-online.de. Deutsche Fans, die nach Frankreich fahren, seien zudem kein Primärziel für Terroristen.

Zwar lasse sich ein Public Viewing nicht so gut schützen wie etwa ein Fußballstadion in Frankreich, wo Militär und Polizei eingesetzt werden, sagte Tophoven. Dennoch seien auch die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland gut, wo neben Polizisten auch private Sicherheitsdienste tätig sind.

Als Beispiel nannte Tophoven das Public Viewing auf Großleinwänden in deutschen Fußballstadien: Hier seien beispielsweise Glasflaschen und Rucksäcke verboten. "Und wer drin ist und rausgeht, kommt auch nicht wieder rein", sagte der Terror-Experte.

Keine konkreten Anschlagspläne

Grund zu übertriebener Angst besteht Tophoven zufolge nicht: Es seien keine konkreten Anschlagspläne bekannt. Drohungen der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) richteten sich zudem eindeutig nicht konkret gegen die EM, sondern gegen die westliche Welt insgesamt.

Dennoch will Tophoven nicht ausschließen, dass Terror-Gruppen oder bisher unbekannte Einzeltäter versuchen, die Fußball-EM anzugreifen. "Weiche Ziele mit hohen Opferzahlen, die große mediale Aufmerksamkeit - das ist für Terroristen schon attraktiv", sagte Tophoven.

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Terroristen könnten abwarten

Andererseits: So einfach gestrickt, wie man meinen könnte, sind Dschihadisten auch nicht mehr. "Terroristen operieren heutzutage innovativ und flexibel", so Tophoven. Es sei bekannt, dass sie eher selten dann zuschlagen, wenn die Sicherheitsmaßnahmen und die Aufmerksamkeit von Polizei und Geheimdiensten besonders hoch seien.

Das mache Anschläge eher wahrscheinlich, wenn die Sicherheit wieder heruntergefahren werde. Schließlich kann ein extrem hohes Sicherheitsniveau nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden.

Mehr als Frankreich aufbiete, könne man nicht tun, sagte Tophoven. Deshalb könnten die Terroristen andersherum denken: Wir warten ab.

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