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Anti-Terror-Einsatz in Belgien: Polizei verhaftet drei Verdächtige

Anti-Terror-Einsatz  

Polizei verhaftet drei Terrorverdächtige in Belgien

18.06.2016, 23:19 Uhr | AFP, t-online.de, dpa

Anti-Terror-Einsatz in Belgien: Polizei verhaftet drei Verdächtige. Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. (Quelle: dpa/Archiv)

Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. (Quelle: Archiv/dpa)

Nach einer großen Anti-Terror-Aktion mit Dutzenden Hausdurchsungen haben die Ermittler in Belgien drei Verdächtige in Haft genommen. Den belgischen Staatsbürgern werde versuchter "terroristischer" Mord sowie die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit.

Die Männer sind demnach im Alter von 27, 29 und 40 Jahren. Die Polizei habe neun weitere festgenommene Verdächtige nach Verhören wieder freigelassen. Die Razzien erfolgten laut Staatsanwaltschaft im Zuge von Terrorermittlungen, die ein "sofortiges Eingreifen" erfordert hätten.

Ministerpräsident fordert "extreme Wachsamkeit"

Mehrere Medien berichten, dass möglicherweise ein Anschlag während des EM-Spiels Belgien gegen Irland geplant gewesen sei. Das wurde von offizieller Seite bislang nicht bestätigt. Allerdings rief der belgische Ministerpräsident Charles Michel nach dem Anti-Terror-Einsatz zu "extremer Wachsamkeit, Stunde für Stunde" auf.

Die Razzien fanden den Angaben zufolge in der Hauptstadt Brüssel sowie in wallonischen und flämischen Städten statt. Die Hausdurchsuchungen seien "ohne Zwischenfälle" verlaufen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es seien "weder Waffen noch Sprengstoff" gefunden worden.

Achter Verdächtiger festgenommen

Erst am Freitagabend hatte die belgische Staatsanwaltschaft die Festnahme eines achten Verdächtigen im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel bekanntgegeben.

Gegen den 30-jährigen Belgier Youssef E. A. wurde Haftbefehl erlassen. Ihm werden "die Teilnahme an Aktivitäten einer Terrorgruppe, Mord sowie versuchter Mord in einem terroristischen Kontext als Täter, Mittäter oder Komplize" vorgeworfen.

Am 22. März hatten sich zunächst zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunden später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

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