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Belgien: Psychisch Verwirrter löst Terror-Alarm in Brüssel aus

Bombenattrappe gefunden  

Psychisch Verwirrter löst Terror-Alarm aus

21.06.2016, 19:35 Uhr | dpa, AFP

Belgien: Psychisch Verwirrter löst Terror-Alarm in Brüssel aus. Anti-Terror-Einsatz vor dem Einkaufszentrum in Brüssel ist beendet. (Quelle: AFP)

Anti-Terror-Einsatz vor dem Einkaufszentrum in Brüssel ist beendet. (Quelle: AFP)

Ein offenbar psychisch gestörter Mann hat in Brüssel einen Anti-Terror-Großeinsatz in der Innenstadt ausgelöst. Der 26-Jährige hatte die Polizei angerufen und angegeben, er trage eine Sprengstoffweste. 

In seinem Anruf bei der Polizei hatte der 26-Jährige angegeben, er sei in einem Auto entführt, mit einer Sprengstoffweste ausgestattet und dann vor dem Einkaufzentrum City2 im Zentrum der belgischen Hauptstadt abgesetzt worden. Die Sprengstoffweste sei mit einer Fernzündung ausgerüstet.

Laut Staatsanwaltschaft ist der Mann der Polizei bereits bekannt, unter anderem wegen psychischer Probleme. Er wurde festgenommen, die Sprengstoffweste entpuppte sich als Attrappe.

Zweithöchste Terrorwarnstufe bleibt 

Die Absperrungen rund um das Einkaufszentrum "City 2" wurden am Vormittag wieder abgebaut, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Das Shoppingcenter liegt an einer belebten Einkaufsstraße im Stadtzentrum der belgischen Hauptstadt.  

 (Quelle: Google) (Quelle: Google)

Das Kabinett von Regierungschef Charles Michel kam zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. "Derzeit ist die Lage unter Kontrolle", sagte Michel nach der Sitzung. "Die Sicherheitskräfte bleiben äußerst wachsam." Das belgische Krisenzentrum beließ die Terrorwarnstufe unverändert auf dem zweithöchsten Niveau. "Die Sicherheitsmaßnahmen bleiben unverändert", erklärte das Zentrum auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft 

Belgien ist seit den Brüsseler Anschlägen vom 22. März in erhöhter Alarmbereitschaft. Damals hatten sich zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunde später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

Am Wochenende hatte es wegen einer "unmittelbaren Bedrohung" einen landesweiten Anti-Terror-Einsatz gegeben. Drei Männer wurden wegen "versuchten terroristischen Mordes" in Haft genommen. Einem Medienbericht zufolge hatte es einen Hinweis gegeben, dass während des EM-Spiels der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Irland Anschläge verübt werden sollten. Die Attentäter wollten demnach möglicherweise Fußballfans auf Fanmeilen in Belgien attackieren.

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