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Islamisten verüben Anschlag auf Hotel in Mogadischu: Mehrere Tote

Mehrere Tote  

Islamisten verüben Anschlag in Mogadischu

26.06.2016, 12:36 Uhr | AFP, AP

Die islamistische Shebab-Miliz hat bei einem Anschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mehrere Menschen getötet und Geiseln genommen. 

Über die Anzahl der Getöteten gab es widersprüchliche Berichte: Meldungen gehen zwischen 15 und 17 Opfern aus. Zunächst gab es eine heftige Explosion, darauf folgten eine halbe Stunde später zwei schwächere Detonationen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Aus dem Inneren des Hotels waren nach Angaben eines Anwohners Schüsse zu hören.

Unklar war neben der Zahl der Gäste und der Geiseln auch die Zahl der Angreifer. Die Extremisten stellten Scharfschützen auf dem Hoteldach auf und warfen Granaten auf Einsatzkräfte, teilte ein Polizeisprecher mit. Einige der Bewaffneten verschanzten sich seinen Angaben zufolge im zweiten Stock des Gebäudes und schossen von dort aus mit Maschinengewehren, um den Zugriff von Sicherheitskräfte abzuwehren. Zwei der Angreifer konnten getötet werden.

Ein Augenzeuge berichtete, die Unbekannten hätten wahllos auf Hotelgäste gezielt. "Sie schossen auf jeden, den sie sahen", sagte Ali Mohamud. Er sei durch die Hintertür entkommen. Yusuf Ali, der Fahrer eines Krankenwagens, sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe elf Verletzte in Hospitäler gebracht. "Die meisten von ihnen wurden bei den Schusswechseln verletzt", berichtete er.

Das Hotel "Naasa Hablood" ist bei somalischen Politikern und im Ausland lebenden Somaliern beliebt.

Serie blutiger Anschläge

Erst vor gut drei Wochen waren bei einem Angriff auf das Hotel "Ambassador" zehn Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Abgeordnete. Die Attentäter zündeten zunächst eine Autobombe vor dem Hotel. Anschließend stürmten bewaffnete Männer in das Gebäude, wo sie sich mehr als zwölf Stunden lang verschanzten und um sich schossen. Zu dem Anschlag bekannte sich die Shebab-Miliz. Diese greift immer wieder Hotels, Restaurants und andere Einrichtungen in Mogadischu an.

Die Miliz hatte in den vergangenen Jahren auch in Kenia und Uganda mehrere blutige Anschläge verübt. In Somalia wurde sie durch Regierungstruppen und 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) aus Mogadischu und anderen Städten vertrieben. Sie kontrolliert aber immer noch einige ländliche Regionen und dringt häufig bis ins Zentrum der Hauptstadt vor.

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