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Hillary Clinton und Bernie Sanders als Team kämpfen gegen Donald Trump

Schulterschluss der US-Demokraten  

Clinton und Sanders kämpfen jetzt gemeinsam gegen Trump

13.07.2016, 14:10 Uhr | AFP

Hillary Clinton und Bernie Sanders als Team kämpfen gegen Donald Trump. Vereint gegen Trump: Bernie Sanders und Hillary Clinton beim gemeinsamen Auftritt in New Hampshire. (Quelle: dpa)

Vereint gegen Trump: Bernie Sanders und Hillary Clinton beim gemeinsamen Auftritt in New Hampshire. (Quelle: dpa)

Nach monatelangem Ringen um die Präsidentschaftskandidatur üben die US-Demokraten Hillary Clinton und Bernie Sanders nun den Schulterschluss. Im Kampf gegen Donald Trump hat Sanders der bisherigen Rivalin seine Unterstützung ausgesprochen.

Sanders wolle "alles dafür zu tun", dass Clinton Präsidentin werde, sagte der Senator bei einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt in Portsmouth im Bundesstaat New Hampshire. Die beiden hatten sich in den Vorwahlen noch erbitterte Auseinandersetzungen geliefert. Sanders zögerte daraufhin lange, Clinton als offizielle Kandidatin der Demokraten anzuerkennen. Das hat er nun nachgeholt. 

Clinton soll bei einem Parteitag Ende Juli in Philadelphia offiziell zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden. Bereits in der kommenden Woche will sich der rechtspopulistische Immobilienmilliardär Donald Trump bei einem Parteitag der Republikaner in Cleveland zum Kandidaten nominieren lassen.

"Fortschrittlichstes Programm in der Geschichte der Partei"

Für die Demokraten steht nun der gemeinsame Kampf gegen Trump im Vordergrund. "Mit Deiner Hilfe werden wir die Kräfte bündeln, um Donald Trump zu besiegen", sagte Clinton an Sanders gewandt. Der 74-jährige Senator hatte zuvor an der Seite Clintons deren Sieg im Nominierungsrennen unumwunden zugegeben, ihr gratuliert und vor allem das lange erwartete Schlüsselwort ausgesprochen, dass er seine bisherige Rivalin "unterstützt".

Sanders hob zugleich hervor, dass die "politische Revolution", die er in der von ihm angeführten Bewegung sieht, noch nicht vorbei sei. Er werde diesen Weg nun zusammen mit Clinton weitergehen. Beide Lager hätten inzwischen zusammen ein Programm entwickelt, das "das fortschrittlichste in der Geschichte der Demokratischen Partei" sei.

Clinton macht Zugeständnisse an Sanders

Sanders war als völliger Außenseiter in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur gestartet. Mit seinen Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und Zähmung der Finanzmärkte hatte er jedoch rasch eine breite Anhängerschaft vor allem unter jungen linksgerichteten Wählern hinter sich versammelt und in mehreren Bundesstaaten die Vorwahlen gewonnen.

Auf dem Höhepunkt seiner Auseinandersetzungen mit Clinton hatte Sanders der Ex-Außenministerin sogar vorgeworfen, für das Präsidentenamt "nicht qualifiziert" zu sein. Nach seiner letztlichen Niederlage in den Vorwahlen verweigerte er sich dann über Wochen hinweg den Appellen, der früheren Außenministerin, Senatorin und First Lady die Unterstützung auszusprechen. Er begründete dies damit, dass er Druck für seine politischen Ziele ausüben wolle.

Der Schulterschluss der beiden bisherigen Rivalen wurde dann durch die gemeinsame Ausarbeitung eines Programmentwurfs ermöglicht, der beim Parteitag verabschiedet werden soll. Clinton ging darin auf diverse Forderungen des Senators ein und rückte dadurch weiter nach links.

So stimmte sie der Forderung zu, den landesweit geltenden Mindestlohn um mehr als das Doppelte auf 15 Dollar (13,50 Euro) zu erhöhen. Die allgemeine Krankenversicherung soll dem Entwurf zufolge ausgeweitet, das Studium an staatlichen Hochschulen für den Großteil der Studenten kostenfrei werden. Zudem fordert die Partei wegen Sanders offiziell die Abschaffung der Todesstrafe.

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