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Anschlag von Nizza: Wie die Polizei und ein Passant den Attentäter stoppten

Nizza  

Wie die Polizei und ein Passant den Attentäter stoppten

15.07.2016, 17:20 Uhr | Julia Stanek, Spiegel Online

Wie französische Medien berichten, war ein Mann, dessen Name unbekannt ist, in die Aktion involviert. (Screenshot: Bit Projects)
Wie die Polizei und ein Passant den Attentäter stoppten

Wie französische Medien berichten, war ein Mann, dessen Name unbekannt ist, in die Aktion involviert.

Wie die Polizei und ein Passant den Attentäter stoppten. (Quelle: Bit Projects)


50 Einschusslöcher in Windschutzscheibe und Tür: Die Polizei setzte der Terrorfahrt in Nizza mit Waffen ein Ende. Zuvor hatte auch ein Passant versucht, den Attentäter aufzuhalten. (hier zum Live-Blog).

Niemand weiß, wie viele Menschen der Attentäter noch in den Tod gerissen hätte, wenn er nach seiner fast zwei Kilometer langen Terrorfahrt auf der Promenade des Anglais nicht gestoppt worden wäre – von der Polizei, aber auch von einem normalen Passanten. Wie französische Medien berichten, war ein Mann, dessen Name unbekannt ist, in die Aktion involviert.

Passant sprang auf den LKW

"Eine Person ist aus der Menschenmenge auf den Lastwagen gesprungen und wollte ihn anhalten", bestätigte Eric Ciotti, Präsident der Region Alpes-Maritimes, in einem Bericht von "Le Parisien". "Es war der Moment, in dem es den Polizisten gelang, den Terroristen auszuschalten."

Der Passant hätte "mit bloßen Händen" versucht, den Täter an der Weiterfahrt zu hindern – so beschreibt der "Figaro" die dramatische Szene. Offenbar hat der Attentäter von seiner Waffe Gebrauch gemacht, als der couragierte Mann aufgesprungen war. Als der Täter seine Schusswaffe zückte, konnte der Passant entweichen.

Attentäter richtete seine Waffe auf Polizisten

Dann richtete der Attentäter seine Waffe auf zwei Polizisten, die den Lastwagen inzwischen erreicht hatten. Diese reagierten ihrerseits mit Schüssen, die den Täter töteten. Wie der "Figaro" schreibt, war das Fahrzeug schließlich mit mindestens 50 Einschusslöchern übersät – den Polizisten waren bewaffnete Soldaten zur Hilfe gekommen, die ebenfalls in Richtung Fahrerhaus zielten.

Am Steuer des Lastwagens saß ein 31 Jahre alter Franzose tunesischer Herkunft. Er hatte innerhalb kürzester Zeit mindestens 84 Menschen in den Tod gerissen, als er während der Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag mit einem weißen Lastwagen im Zickzackkurs über die Promenade des Anglais fuhr. Die Straße war am Abend gesperrt, 30.000 Menschen standen entlang der Flaniermeile, um ein Feuerwerk zu sehen.

Auch ein Motorradfahrer versuchte den LKW zu stoppen

Doch dann wurden die Passanten nicht nur Zuschauer eines fröhlichen Spektakels, sondern Zeugen eines Attentats. Zunächst fuhr der Laster gegen 23 Uhr zwischen Palmen entlang auf die breite Fahrbahn, dann begann die tödliche Fahrt. Ein Motorrad holte den Lkw ein, wollte ihn offenbar aufhalten, stürzte aber am Straßenrand.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Wie der "Figaro" berichtet, waren auch gleich zu Beginn drei Polizisten alarmiert, die 200 Meter weit hinter dem Laster herliefen, aber nichts ausrichten konnten. Medienberichten zufolge änderte der Lastwagen mindestens einmal die Richtung, um möglichst viele Menschen zu erfassen. Hunderte gerieten in Panik und flüchteten. Wer im Weg war, wurde umgefahren. Bis die Polizisten das Feuer auf den Laster eröffneten und mehrere Kugeln das Führerhaus trafen.

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