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Melania Trump soll selbst für Plagiat-Rede verantwortlich sein

Michelle Obamas Worte  

Melania Trump soll selbst für Plagiat-Rede verantwortlich sein

20.07.2016, 19:12 Uhr | t-online.de, dpa

Melania Trump soll selbst für Plagiat-Rede verantwortlich sein. Melania Trump (l) bediente sich in ihrer Rede bei einem Text von Michelle Obama (r). (Quelle: dpa)

Melania Trump (l) bediente sich in ihrer Rede bei einem Text von Michelle Obama (r). (Quelle: dpa)

Mit ihrer von Michelle Obama abgekupferten Rede hat Melania Trump den Republikanern ordentlich Ärger eingehandelt. Jetzt stellt sich heraus: Die Trump-Gattin hat die Rede wohl selbst entscheidend umgeschrieben.

Nach Berichten der "New York Times" und anderer US-Medien stammte die ursprüngliche Version der Ansprache von zwei erfahrenen Redenschreibern der Republikaner. Damit sei Melania Trump aber nicht zufrieden gewesen, sie habe wochenlang keine Rückmeldung gegeben.

Vom ersten Entwurf habe sie nur Bruchstücke übrig gelassen, schreibt die "New York Times". Wenn das Plagiat auf Frau Trumps eigene Kappe ginge, würde das auch erklären, warum bisher im Team Donald Trumps keine personellen Konsequenzen gezogen wurden.

Zwischenzeitlich übernahm eine Redenschreiberin aus Trumps Team die Verantwortung. Das Ganze sei ihr Fehler. Trump habe ihr Rücktrittsangebot aber abgelehnt.

Ehemaliger Reporter bemerkte die Ähnlichkeiten

Aufgedeckt hat den Skandal übrigens kein findiger Berater aus dem demokratischen Lager, sondern eher zufällig ein entlassener TV-Reporter. Jarrett Hill saß gerade in Los Angeles in einem Café, als die Rede Melania Trumps über den Bildschirm flimmerte. Dabei erreichten ihn Sätze wie "...die einzige Grenze unseres Erfolgs ist die Kraft unserer Träume". Das kam dem 31-Jährigen irgendwie bekannt vor und er beendete den Satz instinktiv "... und unsere Bereitschaft, für sie zu arbeiten".

"Das war wie bei einem Film, wo man die Zitate kennt und automatisch mitspricht", sagte Hill der "Los Angeles Times". Er wusste: Diese Sätze hatte er schon einmal gehört - aus dem Mund von Michelle Obama beim Nominierungsparteitag von 2008.

Kleiner Tweet, große Wirkung

Als Hill die Passage spaßeshalber googelte, wurde ihm schnell klar, dass Melania Trump mehr als nur einen Satz aus Obamas Rede abgeschrieben hatte. Er teilte seine Entdeckung über Twitter mit. Von da verbreitete sich die Nachricht in alle Welt.

Hill verließ das Café und ging nach Hause. Als er dort den Fernseher anschaltete, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen: Der Plagiatsverdacht lief überall in den Nachrichten. Für den arbeitslosen Journalisten könnte die Zufallsentdeckung zum Karriere-Booster werden. Mit der ungewöhnlichen Aktion machte der Journalist zahlreiche US-Fernsehsender auf sich aufmerksam.

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