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Frankreich: Sarkozy will 2017 wieder Präsident werden

Erneute Kandidatur 2017  

Sarkozy will's noch mal wissen

22.08.2016, 16:50 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Frankreich: Sarkozy will 2017 wieder Präsident werden. Zurück an die Staatsspitze? Nicolas Sarkozy will angeblich versuchen, wieder französischer Präsident zu werden. (Quelle: dpa)

Zurück an die Staatsspitze? Nicolas Sarkozy will angeblich versuchen, wieder französischer Präsident zu werden. (Quelle: dpa)

Frankreichs früherer Präsident Nicolas Sarkozy will 2017 erneut für die Konservativen ins Rennen um die Präsidentschaft gehen. Das gab der 61-Jährige indirekt in einem Twitter-Post bekannt.

Sarkozy zeigte darin eine Textstelle seines neuen Buchs, das am Mittwoch erscheinen soll. Sie beginnt mit den Worten: "Ich habe beschlossen, Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2017 zu sein." Dazu schrieb er: "Dieses Buch ist der Ausgangspunkt" und fügte den Hashtag AllesfürFrankreich hinzu, der auch dem Buchtitel entspricht.

In Frankreich wird im Frühjahr 2017 ein neuer Präsident gewählt. Sarkozy muss sich zuvor den Vorwahlen der Konservativen stellen.

Dazu muss er bis zum 25. August den Regeln gemäß als Parteichef zurücktreten, um an den Vorwahlen teilnehmen zu können. Der Nachfolger an der Parteispitze ist schon so gut wie inthronisiert: Laurent Wauquiez, ehrgeiziger Präsident der neuformierten Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Bei der bürgerlichen Rechten sind rund ein Dutzend Anwärter in den Startlöchern, unter ihnen Sarkozys damaliger Premier François Fillon oder Ex-Minister Bruno Le Maire. Es wird aber mit einem Duell zwischen Sarkozy und dem früheren Regierungschef Alain Juppé (71) gerechnet. Der als besonnen und erfahren geltende Bürgermeister von Bordeaux führt derzeit die Umfragen bei den Konservativen an.

Sarkozy war von 2007 bis 2012 schon einmal französischer Präsident.

Hollande bekommt noch mehr Konkurrenz

Bei den regierenden Sozialisten bekommt Staatschef François Hollande innerparteiliche Konkurrenz von Ex-Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg. Er hatte gestern seine Kandidatur angekündigt und Hollande scharf kritisiert. Er könne ihn unmöglich unterstützen, sagte Montebourg. Hollandes Politik sei "gescheitert", die Bilanz des Präsidenten "nicht vertretbar".

Der 53-Jährige ist einer der bekanntesten Vertreter des linken Sozialistenflügels. Als Wirtschaftsminister setzte er auf staatliche Eingriffe, um den Industriestandort Frankreich zu stärken, und warb unablässig für das "Made in France". Vor zwei Jahren flog Montebourg dann aus der Regierung: Der für provokante Äußerungen bekannte Minister hatte zuvor offen Hollandes Spar- und Reformpolitik kritisiert und einen Konfrontationskurs gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert.

In Frankreich wird im April und Mai 2017 in zwei Wahlrunden ein neuer Präsident gewählt. Der bei den Franzosen äußerst unpopuläre Hollande will erst Ende dieses Jahres bekanntgeben, ob er für eine Wiederwahl antritt oder nicht. Unabhängig davon streben die Sozialisten eine Vorwahl im Januar an.

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