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Anschlag in New York: 29 Verletzte bei Explosion in Manhattan

Explosion in Manhattan  

29 Verletzte bei mutmaßlichem Anschlag in New York

18.09.2016, 17:31 Uhr | AFP, dpa, AP

Anschlag in New York: 29 Verletzte bei Explosion in Manhattan. Im New Yorker Stadtteil Manhattan ist es zu einer Explosion gekommen. (Quelle: dpa)

Im New Yorker Stadtteil Manhattan ist es zu einer Explosion gekommen. (Quelle: dpa)

Schlimme Erinnerungen kurz nach dem 15. Jahrestag der Terroranschläge in den USA: Bei einer Explosion in Manhattan (New York) sind mindestens 29 Menschen verletzt worden. Die Polizei vermutet keinen Terrorakt, Täter und Motiv blieben aber zunächst unbekannt.

Bei einem mutmaßlichen Anschlag in Manhattan sind am Samstagabend 29 Menschen verletzt worden, davon einer schwer. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sagte, die Explosion im belebten Stadtteil Chelsea sei vermutlich "absichtlich" ausgelöst worden, Hinweise auf einen "terroristischen" Hintergrund lägen aber derzeit nicht vor.

In der Nähe des Tatorts wurde ein Dampfdrucktopf mit Kabeln gefunden. Außen sei ein schwarzer Gegenstand mit Klebeband an dem Topf angebracht gewesen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Polizei. Es sei unklar, was in dem Topf war und ob dieser Fund etwas mit der Explosion im Bezirk Chelsea zu tun hatte. Die Gegend wurde weiträumig abgesperrt und der verdächtige Topf zur Untersuchung abtransportiert.

Rohrbombe in New Jersey

Wenige Stunden zuvor war im benachbarten US-Bundesstaat New Jersey eine Rohrbombe explodiert, verletzt wurde niemand.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Explosion in Chelsea gegen 20.30 Uhr (Ortszeit; Sonntag 02.30 Uhr MESZ) in der 23. Straße. Im Lokalfernsehen berichteten Zeugen, die Detonation sei im gesamten Viertel zu hören gewesen. Die Feuerwehr der US-Ostküstenmetropole sprach zunächst von 25 Verletzten, von denen offenbar keiner in Lebensgefahr sei.

Später korrigierte die Feuerwehr die Zahl auf 29 Verletzte, darunter ein Schwerverletzter. 24 Menschen seien mit unterschiedlich schweren Verletzungen durch Glas- und Metallsplitter in Krankenhäuser eingeliefert worden, sagte Feuerwehrsprecher Daniel Nigro.

Bislang keine Hinweise auf Terrorakt

De Blasio sagte, nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gebe es keinen Hinweis auf einen "terroristischen" Hintergrund der Explosion. Dies sei aber eine vorläufige Angabe. "Wir werden das sehr genau prüfen, aber zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Beweis für eine Verbindung zum Terrorismus." Was immer der Grund und die Absicht gewesen sei, "New Yorker lassen sich nicht einschüchtern", erklärte de Blasio.

Auch New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo stellte klar: "Wir werden sie nicht gewinnen lassen. Sie wollen Terror einträufeln, sie wollen Euch Angst einjagen, Euch Sorgen bereiten, ob Ihr nach New York oder über eine Brücke oder in eine U-Bahnstation gehen könnt."

Verdächtige seien bislang nicht gefasst worden. Derzeit würden Videos von Überwachungskameras ausgewertet, die Ermittlungen dauerten an. "Wir werden finden, wer auch immer oder welche Gruppe auch immer das getan hat, und wir werden sie zur Rechenschaft ziehen", sagte Cuomo.

Zweiter Sprengsatz explodierte nicht

Am Ort der Explosion, einer Gegend mit zahlreichen Bars, Restaurants, Theatern und schicken Wohnungen, waren die Feuerwehr und eine Anti-Terror-Einheit der Polizei im Einsatz. Die Polizei riegelte die Gegend ab, Polizeihubschrauber kreisten in der Luft. Die am nächsten gelegene U-Bahn-Station wurde geschlossen. US-Präsident Barack Obama wurde nach Angaben des Weißen Hauses über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Wenige Straßenblocks von der Explosion entfernt hatte die Polizei einen zweiten Sprengsatz entdeckt, der nicht detonierte.

Der Fund weckte Erinnerungen an den Bombenanschlag im April 2013 auf den Boston Marathon. Dabei waren zwei mit Sprengstoff gefüllte Dampfdrucktöpfe explodiert. Als Folge wurden drei Menschen getötet sowie mehr als 250 verletzt.


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