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Minnesota: Acht Verletzte nach Messerattacke in Einkaufszentrum

IS bekennt sich zu Angriff  

Acht Verletzte nach Messerattacke in Minnesota

18.09.2016, 21:49 Uhr | AFP

Minnesota: Acht Verletzte nach Messerattacke in Einkaufszentrum. Menschen stehen vor dem Einkaufszentrum, in dem die Attacke stattfand. (Quelle: AP/dpa)

Menschen stehen vor dem Einkaufszentrum, in dem die Attacke stattfand. (Quelle: AP/dpa)

Ein Mann hat in einem Einkaufszentrum im US-Staat Minnesota neun Menschen mit einem Messer angegriffen und verletzt - möglicherweise im Auftrag der Terrormiliz Islamischer Staat. Das IS-Sprachrohr Rasd bezeichnete den Mann als einen "Soldaten des Islamischen Staates". 

Der Angreifer war am Tatort von einem Polizisten getötet worden. Die US-Bundespolizei FBI sagte, der Vorfall werde als möglicher Terrorakt angesehen. Man bemühe sich aber nach wie vor, zunächst den Hintergrund des Mannes und mögliche Motive auszuloten.

Islamistischer Ausruf 

Bei dem Angriff in dem Einkaufszentrum der Stadt St. Cloud rund 110 Kilometer nordwestlich von Minneapolis soll der mutmaßliche Täter mindestens einmal "Allahu Akbar" gerufen haben. Der Mann habe Anweisungen der Terrormiliz befolgt, Anschläge in Ländern zu verüben, die an der US-geführten Koalition gegen den IS beteiligt sind, meldete Rasd weiter. Unklar war zunächst, ob der IS den Angriff geplant hatte oder lediglich wusste, dass er bevorstand.

Die IS-Extremisten haben so genannte "einsame Wölfe" zu Attacken ermutigt. Auch übernahm die Terrormiliz in der Vergangenheit für Angriffe die Verantwortung, obwohl die zentrale Führungsspitze des IS sie nicht geplant hatte. Der Polizeichef von St. Cloud, Blair Anderson, hatte zunächst nicht von einem Terrorakt sprechen wollen.

Täter trug Uniform  

Der Angreifer hatte während der Tat die Uniform eines privaten Wachdienstes getragen. Er sei polizeibekannt gewesen und dreimal wegen kleinerer Verkehrsdelikte aufgefallen, sagte Anderson auf einer Pressekonferenz. Man habe keinen Hinweis darauf, dass noch jemand anders in den Angriff verwickelt sei, hieß es zunächst. Das FBI will der örtlichen Polizei bei den Ermittlungen helfen, wie die Bundesbehörde mitteilte. Die neun Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Bis Sonntag konnten sechs von ihnen nach Angaben eines Kliniksprechers wieder entlassen werden.

Wenigstens einmal habe der mutmaßliche Täter Bezug auf Allah genommen und ein Opfer gefragt, ob es Muslim sei, sagte Polizeichef Anderson weiter. Er gab die Identität des Mannes nicht bekannt. Unklar blieb ferner, ob der mutmaßliche Täter als Wachmann in der Mall gearbeitet hatte. Auf der Pressekonferenz lobte Anderson den Polizisten, der den Angreifer schließlich erschoss. Der Beamte, der Teilzeit arbeitet und gerade außer Dienst war, sei "zur rechten Zeit am rechten Ort" gewesen, sagte Anderson. Er habe klar weitere Verletzte und mögliche Todesopfer verhindert.

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