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Syrien-Krieg: In Aleppo flammen schwere Kämpfe wieder auf

Nach Waffenruhe  

Schwere Kämpfe flammen in Aleppo wieder auf

23.10.2016, 10:36 Uhr | dpa

Syrien-Krieg: In Aleppo flammen schwere Kämpfe wieder auf. Soldaten der syrischen Armee in Aleppo (Archivbild).

Soldaten der syrischen Armee in Aleppo (Archivbild). Die Stadt ist die am heftigen umkämpfte im syrischen Bürgerkrieg. Foto: Sana Handout. (Quelle: dpa)

Nur wenige Stunden nach dem Auslaufen einer Waffenruhe sind die Kämpfe in der nordsyrischen Metropole Aleppo erneut ausgebrochen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von schwerem Artilleriebeschuss und Gefechten entlang der Frontlinie zwischen dem Osten und Westen der geteilten Stadt. Zudem habe es erneut Luftangriffe gegeben. Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Hilfe kam nicht durch

Am Samstagabend um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit war eine dreitägige, von Syriens Verbündetem Russland ausgerufene Waffenruhe zu Ende gegangen. Die Gewalt in der zwischen Regimetruppen und Rebellen geteilten Stadt war anschließend deutlich zurückgegangen. Dennoch konnten internationale Hilfsorganisationen nicht wie geplant Verletzte und Kranke aus dem von Rebellen kontrollierten Ostteil der Stadt herausbringen.

Die Sicherheitslage habe dies nicht zugelassen, sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes. Immer wieder habe es Beschuss durch Granaten und Scharfschützen gegeben. Ein sicherer Zugang sei für die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen nicht möglich gewesen.

Steinmeier setzt auf Moskau

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte der "Welt am Sonntag" mit Blick auf Russland: "Moskau, als wichtigster Unterstützer des Regimes, muss weiter seinen Einfluss geltend machen, damit eine tragfähige Übereinkunft für Aleppo und letztlich ein Waffenstillstand für ganz Syrien möglich wird." Alle Beteiligten seien in der Pflicht, auch die Kämpfer vor Ort und diejenigen in der Region, deren Stimme Gewicht hat. "Die Menschlichkeit gebietet es, die verheerende Lage der Menschen in Aleppo zu lindern."

Aleppo ist die am heftigen umkämpfte Stadt im syrischen Bürgerkrieg. Die UN schätzen, dass im Ostteil der Stadt bis zu 300.000 Menschen festsitzen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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