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Zika-Virus: WHO hebt den globalen Gesundheitsnotstand auf

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Zika-Virus bleibt ein Problem  

WHO erklärt globalen Zika-Notstand für beendet

21.11.2016, 07:36 Uhr | dpa

Zika-Virus: WHO hebt den globalen Gesundheitsnotstand auf. Die Ärztin Ewelina Krol erforscht sichere und kostengünstige Impfungen gegen das Virus Zika.

Die Ärztin Ewelina Krol erforscht sichere und kostengünstige Impfungen gegen das Virus Zika. Foto: Adam Warzawa. (Quelle: dpa)

Genf (dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den wegen der Zika-Epidemie ausgerufenen globalen Gesundheitsnotstand aufgehoben. Die Ausbreitung des Zika-Virus auf mehr als 30 Länder sei allerdings weiterhin ein schwerwiegendes Problem und die Bekämpfung erfordere anhaltende internationale Anstrengungen.

Das erklärte der Vorsitzende des WHO-Notfallkomitees, David Heymann. Zuvor hatten von der WHO berufene Virus-Experten in einer internationalen Telefonkonferenz die Zika-Lage erörtert. Die Entscheidung der UN-Sonderorganisation zur Aufhebung des vor neun Monaten ausgerufenen globalen Notstands erfolgte auf Empfehlung der Experten.

Auch wenn sich die Ausbreitung des Zika-Virus verlangsamt habe, dürften die Gefahren nicht unterschätzt werden, erklärten die Experten. Eine Reihe von Problemen im Zusammenhang mit Zika sei noch weitgehend ungeklärt, sagte der WHO-Abteilungsdirektor für Notfallprogramme Peter Salama. Die weiterere intensive Erforschung des Virus sei daher unbedingt erforderlich.

Zu den offenen Fragen gehören die konkreten Auslöser für Schädelmissbildungen (Mikroenzephalie) bei Embryos von mit dem Zika-Virus infizierten Schwangeren. Aus zahlreichen Ländern waren derartige Probleme bei Neugeborenen berichtet worden. Allein in Brasilien gab es bislang mehr als 2000 solcher Fälle.

David Heymann von der London School of Hygiene and Tropical erklärte, Zika bleibe ungeachtet der Aufhebung des globalen Notstands eine "bedeutende und langhaltende" Gefahr für die Gesundheit. Zika wird vor allem durch Moskitos verbreitet. Der Erreger kann aber laut WHO auch längere Zeit nach einer überstandenen Infektion durch Samenflüssigkeit beim Sex übertragen werden. Symptome der in den meisten Fällen glimpflich verlaufenden Erkrankung ähneln denen eines grippalen Infekts.

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