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Gebührenstreit: Donald Trump erhebt Vorwürfe gegen Amazon

Streit um Post-Gebühren  

Trumpt attackiert erneut Amazon

01.04.2018, 19:03 Uhr | nsc, dpa, AP

Gebührenstreit: Donald Trump erhebt Vorwürfe gegen Amazon. Donald Trump (Archiv): Seit Monaten setzt der US-Präsident Amazon unter Druck. (Quelle: AP/dpa/Evan Vucci)

Donald Trump (Archiv): Seit Monaten setzt der US-Präsident Amazon unter Druck. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa)

Der Online-Händler Amazon zahle der US-Post zu wenig Geld, twitterte Trump. Das Unternehmen erhalte so einen Vorteil und treibe Konkurrenten in die Insolvenz.

US-Präsident Donald Trump hat erneut das Online-Händler Amazon attackiert. Dem Unternehmen warf Trump auf Twitter vor, es nutze die Postbehörde, den United States Postal Service, aus. "Die US-Post verliert im Schnitt bei jedem Paket, das sie für Amazon ausliefert, 1,50 Dollar. Das summiert sich zu Milliarden von Dollar", twitterte Trump und setzte fort: "Wenn das Post Office seine Paketpreise erhöhen würde, würden Amazons Versandkosten um 2,6 Milliarden Dollar steigen." Er forderte: Die "Abzocke" müsse aufhören.

Bereits am Donnerstag hatte er Amazon angegriffen. In einem Tweet schrieb er, dass Amazon die US-amerikanische Post als Lieferjungen missbrauchen würde. Das Unternehmen zahle der Behörde dafür zu wenig Geld. So erhalte Amazon einen Wettbewerbsvorteil und Tausende Konkurrenten müssten ihre Geschäfte schließen.

Seit mehr als zehn Jahren gelingt es der US-Post nicht, einen Gewinn zu erwirtschaften. Für das Steuerjahr 2017 meldete die Behörde ein Minus von 2,7 Milliarden US-Dollar. Laut Recherchen der "New York Times" resultieren die Verluste jedoch vor allem daraus, dass weniger Werbebriefe und weniger Prioritätspost verschickt werden würden. 

Jedes Jahr schließt die US-Post ein neues Abkommen mit Amazon. Dieses muss stets von Bundesaufsichtsbehörden genehmigt werden. Bisher stuften die den Deal als profitabel ein. Doch eine Analyse der Citigroup, die 2017 veröffentlicht wurde, schließt, dass die Post von seinen Kunden weniger Geld verlange, als marktüblich sei. Das würde auch das Abkommen mit Amazon betreffen. Der Online-Händler gilt als größter Kunde der Post.

Seit Monaten attackierte Trump Amazon wieder und wieder. Ein Grund dafür könnte sein, dass der Chef von Amazon, Jeff Bezos, die Zeitung "Washington Post" besitzt. Die hatte in den vergangenen Monaten kritisch über Trump berichtet. Der US-Präsident wirft dem Blatt vor "Fake News", Falschmeldungen, zu verbreiten.

Verwendete Quellen:
  • AP, dpa
  • Recherche der "New York Times"
  • Studie der Citigroup zur US-Post
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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