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Nach Abkommen mit Taliban: Trump will zunächst 8600 US-Soldaten in Afghanistan lassen

Nach Abkommen mit Taliban  

Trump will zunächst 8600 US-Soldaten in Afghanistan lassen

29.08.2019, 20:56 Uhr | dpa

Nach Abkommen mit Taliban: Trump will zunächst 8600 US-Soldaten in Afghanistan lassen. Ein US-Marinesoldat nimmt am Militärstützpunkt Shorab in der Provinz Helmand an einem Manöver mit der afghanischen Armee teil.

Ein US-Marinesoldat nimmt am Militärstützpunkt Shorab in der Provinz Helmand an einem Manöver mit der afghanischen Armee teil. Foto: Massoud Hossaini/AP. (Quelle: dpa)

Washington (dpa) - Nach dem angestrebten Abkommen mit den radikalislamischen Taliban will US-Präsident Donald Trump zunächst 8600 amerikanische Soldaten in Afghanistan belassen.

"Wir werden auf 8600 runtergehen, und dann von dort aus festlegen, wie es weitergeht", sagte Trump in einem Interview bei Fox News Radio. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Er betonte aber, es müsse immer eine gewisse amerikanische Präsenz in dem Land geben, um die Ausbreitung terroristischer Gefahren zu verhindern.

Mit Blick auf die Gespräche zwischen den USA und den Taliban sagte er, man komme einem Abschluss näher. Er könne aber nicht sagen, ob es am Ende eine Einigung geben werde. "Ich weiß nicht, ob es dazu kommt."

Die USA und die Taliban sprechen seit Juli 2018 über eine politische Lösung des bald 18 Jahre dauernden Konflikts in Afghanistan. Den Taliban geht es vor allem um den Abzug der US-Truppen. Derzeit sind rund 14.000 amerikanische Soldaten in dem Land. Den USA wiederum geht es vor allem um Garantien der Taliban, dass Afghanistan nicht wieder zu einem Rückzugsort für Terroristen wird.

Die Amerikaner waren in das Land einmarschiert nach den Flugzeugattentaten von Al-Kaida in den USA am 11. September 2001. Al-Kaida hatte damals ihre Zentrale in Afghanistan.

Trump machte klar, dass es keine Option sei, die US-Präsenz in Afghanistan komplett aufzugeben. "Wir müssen ein Auge auf Afghanistan haben", mahnte er. "Wir werden unsere Präsenz deutlich reduzieren", sagte Trump, betonte aber zugleich, er werde nicht den Fehler machen, den die vorherige US-Regierung im Irak gemacht habe mit dem kompletten Abzug der amerikanischen Truppen. Nach dem Abzug der Amerikaner aus dem Irak hatte sich die Terrororganisation IS dort ausgebreitet. Auch mit Blick auf Afghanistan gibt es Befürchtungen, dass Terroristen dort wieder Fuß fassen könnten, wenn internationale Truppen das Land verlassen.

Der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham, der große Nähe und viel Zugang zum Präsidenten hat, hatte Trump am Sonntag aufgerufen, die Truppenpräsenz in Afghanistan nicht auf weniger als 8600 zu reduzieren. Andernfalls drohten desaströse Konsequenzen. Man müsse sicherstellen, dass ein Abzug nicht zum Erstarken des IS oder Al-Kaidas in Afghanistan führe. Die US-Soldaten in dem Land seien ein Schutz davor, dass es zu einem weiteren 11. September komme.

Trump verfolgt seit langem das Ziel, die Zahl der US-Truppen in Afghanistan zu reduzieren, ebenso in anderen internationalen Einsätzen. Er verfolgt generell den Kurs - und hat dies seinen Anhängern versprochen, möglichst viele US-Soldaten in die Heimat zurückzuholen und die Rolle der USA als "Weltpolizist" zu beenden.

Das Vorgehen der Amerikaner, der militärischen Leitnation in Afghanistan, ist in dieser Frage aber auch und gerade für internationale Partner von Bedeutung, die ebenfalls Soldaten an den Hindukusch geschickt haben. Deutschland etwa führt dort mit mehr als 1250 Soldaten den größten Auslandseinsatz der Bundeswehr.

Die Gespräche zwischen den USA und den Taliban sollen in innerafghanische Friedensgespräche münden. Bisher hatten sich die Taliban geweigert, mit der Regierung in Kabul zu sprechen, die sie als "Marionette" des Westens betrachten. Auch ein Waffenstillstand ist Thema.

Der Sprecher des politischen Büros der Taliban, Sohail Schahin, hatte am Mittwoch auf Twitter geschrieben, die Gespräche stünden kurz vor einem Abschluss. Man hoffe, bald gute Nachrichten überbringen zu können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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