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EU wirft Russland und China Fake-News-Kampagne vor

Aktualisiert am 25.04.2020Lesedauer: 2 Min.
Zwei russische Polizisten auf dem Roten Platz in Moskau: Die EU wirft Moskau und Peking vor, weiter Fehlinformationen in der Corona-Krise zu verbreiten.
Zwei russische Polizisten auf dem Roten Platz in Moskau: Die EU wirft Moskau und Peking vor, weiter Fehlinformationen in der Corona-Krise zu verbreiten. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
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Nach Einschätzung der Europäischen Union verbreiten Moskau und China in der Corona-Krise weiter Falschinformationen – trotz potentiell schwerwiegender Folgen für die Gesundheit ihrer Bürger.

Moskau und Peking verbreiten in der Corona-Krise nach Einschätzung der EU unvermindert gezielt irreführende oder falsche Informationen. Trotz potenziell schwerwiegender Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit verbreiteten "offizielle und staatlich unterstützte Quellen verschiedener Regierungen, inklusive Russland und – in geringerem Maße – China, weiter in großem Umfang Verschwörungstheorien und Desinformation", heißt es in einem Bericht des Auswärtigen Dienstes der EU.

EU-Außenbeauftragte: "Globaler Kampf der Narrative"

Die Auswertung bezieht sich auf den Zeitraum vom 2. bis zum 22. April und basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen und Berichten. Auch Syrien und der Iran werden als Ursprung gesteuerter Desinformation genannt. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrel spricht schon seit längerem von einem "globalen Kampf der Narrative" in der Corona-Krise.

In dem am Freitag veröffentlichten Bericht der EU-Kampagne "EU vs. Disinfo" heißt es nun unter anderem, vom Kreml unterstütze Falschinformationen über das Coronavirus verbreiteten sich weiter stark in den sozialen Medien – selbst dann, wenn sie den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation widersprächen. Kreml-freundliche Quellen und russische Staatsmedien verfolgen demnach zwei Ziele: Zum einen solle die EU-Reaktion auf die Pandemie unterminiert, zum anderen solle Verwirrung über den Ursprung und die Auswirkungen des Coronavirus gestiftet werden.

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Beweise für Versuch Chinas, Schuldvorwürfe wegen Pandemie-Ausbruch anzuwehren

Außerdem gebe es Beweise für den koordinierten Versuch offizieller chinesischer Quellen, Schuldvorwürfe wegen des Ausbruchs der Pandemie abzuwehren. Staatliche Beamte und Medien versuchten, Erwähnungen der Provinz Wuhan als Ursprung von Covid-19 einzuschränken.

Einige Medien hatten bereits im Vorfeld über einen Entwurf des Bericht geschrieben, die Veröffentlichung verzögerte sich daraufhin. Der Vorwurf stand im Raum, die EU schwäche den Bericht auf Druck Chinas ab. Der Grüne Europaabgeordnete und China-Experte Reinhard Bütikofer hält diesen Vorwurf für unbegründet. Er habe beide Versionen miteinander verglichen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Die Unterschiede sind marginal. Die EU ist nicht eingeknickt." Einige Formulierungen seien verändert worden, außerdem sei ein Beispiel für chinesische Fake-News herausgenommen worden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Jonas Rogge
  • Nicolas Lindken
Von Carl Exner, Nicolas Lindken
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