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Putin-Vertrauter: "Er ist schwer an Blutkrebs erkrankt"

Von t-online, mk

Aktualisiert am 13.05.2022 - 15:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Details bei Militärparade: Diese Szenen heizen die Gerüchte über Putins Gesundheitszustand an. (Quelle: t-online)
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Gerüchte über den Zustand des Kremlchefs machen immer wieder die Runde, ihr Wahrheitsgehalt ist oft kaum einzuschätzen. Jetzt liefert einer der reichsten Männer Russlands neue Hinweise – unfreiwillig.

Vorsicht ist immer geboten, wenn es heißt, der Kremlchef sei krank, liege im Sterben, werde bald operiert oder wieder Vater. Im undurchsichtigen Moskauer Machtapparat sind Gerüchte stets ein Mittel der Politik. Doch zuletzt häufen sich auch glaubwürdige Berichte, dass es mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht zum Besten steht – befeuert von seinem Verhalten und Erscheinungsbild. Eine Stimme aus dem innersten Zirkel Putins liefert jetzt neue Hinweise.

Dem US-Magazin "New Lines" ist der Mitschnitt eines Gesprächs mit einem der reichsten Männer Russlands zugespielt worden. Er soll zum Kreis von 20 bis 30 Personen um Putin gehören und über konkrete Informationen über die Abläufe im Kreml verfügen, schreibt das Magazin unter Berufung auf einen früheren europäischen Geheimdienstchef. "New Lines" kenne die Identität des Mannes, halte diese aber absichtlich geheim. Mitgeschnitten habe das Gespräch ein westlicher Geschäftspartner des Oligarchen, und zwar ohne dessen Wissen.

Gerüchte über Putins Gesundheit reißen nicht ab

In der Audiodatei äußert sich der Vertraute des russischen Staatsoberhaupts nicht nur extrem unzufrieden über den Krieg gegen die Ukraine und seine wirtschaftlichen Folgen, sondern auch über die Gesundheit des Kremlchefs – Putin sei "schwer an Blutkrebs erkrankt". Bestätigen oder widerlegen lässt sich die Behauptung nicht, da Putins Krankenakte ein gut gehütetes Geheimnis ist. Doch die Äußerung fügt sich ein in eine immer länger werdende Reihe von Hinweisen, dass Putin nicht gesund ist.

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Da ist Putins jüngster Auftritt bei der Parade am 9. Mai: Sein aufgedunsenes Gesicht befeuerte Spekulationen über eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder einen "Steroidwahn" des Kremlchefs. Bestimmte Formen von Blutkrebs werden tatsächlich mit Steroiden wie Kortison behandelt und können zum Aufquellen von Gesicht und Hals führen: "Dieses Erscheinungsbild kann mit dem Gebrauch von Steroiden einhergehen", zitiert "New Lines" den Medizinprofessor Ashley Grossman. Ohne die genaue Art einer mutmaßlichen Krebserkrankung zu kennen, ist freilich auch diese Einschätzung nur eine Annahme. Doch Grossman nennt noch eine weitere Nebenwirkung übermäßigen Steroidkonsums: "Es macht furchtbar paranoid."

Putins Rückenprobleme Hinweis auf Blutkrebs?

Konkretere Anhaltspunkte für Putins angeschlagene Gesundheit lieferten Anfang April russische Investigativjournalisten. Sie konnten anhand von Dokumenten nachweisen, dass Putin mindestens seit 2016 regelmäßig von einem ganzen Tross von Fachärzten umgeben ist. Am häufigsten an Putins Seite ist demnach der Chirurg Jewgeni Selivanov, der sich auf die Behandlung von Schilddrüsenkrebs spezialisiert hat. Das Rechercheteam fand außerdem Hinweise, dass sich Putin 2016 einer Rückenoperation unterzog und später intensiv von einer Spezialistin für Wirbelsäulenverletzungen betreut wurde.

Die Rechercheure führen die Rückenoperation auf einen Reitunfall des Pferdenarren Putin zurück, doch es gibt noch eine andere Interpretation. "Manche Formen von Blutkrebs greifen auch die Knochen an und schädigen den Rücken und die Wirbelsäule", so Medizinprofessor Grossman. Das würde darauf hindeuten, dass Putins mutmaßlicher Gebrauch von Steroiden und die Behandlungen an seinem Rücken dieselbe Ursache haben – nämlich eine Form von Blutkrebs.

"Wie in den schlechten alten Zeiten der Sowjetunion"

Und Grossman erkennt noch ein weiteres Indiz: Putins Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, die sich nicht zuletzt in seiner Vorliebe für extrem lange Tische beim Treffen mit Staatsgästen zeigt. "Steroide schaden dem Immunsystem und erhöhen das Risiko einer Covid-19-Erkrankung sehr", erläutert Ashley Grossman.

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Auch Hinweise auf eine Parkinson-Erkrankung wollen Beobachter in Putins jüngsten öffentlichen Auftritten erkannt haben. Doch interessanter wirkt eine nicht-medizinische Spur, die kürzlich der FSB gelegt hat: jener Geheimdienst, dem der Kremlchef selbst entstiegen ist. Die Leitung des FSB schickte im März eine Nachricht an sämtliche Regionalleiter der Organisation mit der Aufforderung, Gerüchten über Putins Gesundheitszustand keinen Glauben zu schenken. Doch das Memo hatte offenbar den gegenteiligen Effekt und hat die FSB-Agenten erst recht in der Annahme bestätigt, dass Putin krank sei: "Es ist wie in den schlechten alten Zeiten der Sowjetunion: Eine Nachricht wird erst geglaubt, wenn der Kreml sie als bösartige Lüge hinstellt", schreibt "New Lines".

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