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Chávez und Bush liefern sich Machtkampf

Wahlkrimi in UN-Vollversammlung  

Chávez und Bush liefern sich Machtkampf

17.10.2006, 11:52 Uhr | dpa

In der Vollversammlung der Vereinten Nationen geht heute der Machtkampf um die Wahl eines lateinamerikanischen Vertreters für den UN-Sicherheitsrat weiter. Im Ring stehen dabei der mittelamerikanische Staat Guatemala, der von den USA unterstützt wird, und Venezuela mit seinem Präsidenten Hugo Chávez, der immer aggressiver Stimmung gegen die USA macht.

Andere Kandidaten kamen durch
In zahlreichen Wahldurchgängen hatte am Montag keines der beiden Länder die nötige Zweidrittelmehrheit erhalten. Gleich im ersten Wahlgang waren dagegen Italien, Belgien, Südafrika und Indonesien für die nächsten zwei Jahre zu nichtständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats bestimmt worden.

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Guatemala für Bush
Chávez möchte sein Land um jeden Preis in das höchste UN-Gremium bringen, während die Regierung von US-Präsident George W. Bush genau das verhindern und deshalb Guatemala durchsetzen will. Chile hat Chávez vorgeworfen, die Gruppe der lateinamerikanischen Staaten unter Druck zu setzen.

Guatemala meist vorn
Im ersten Wahlgang schnitt Guatemala am Montag mit 109 zu 76 Stimmen deutlich besser ab als Venezuela. Doch in der sechsten Runde gab es mit jeweils 93 Stimmen einen Gleichstand. Der neunte und vorerst letzte Durchgang endete am Montag mit 110 Stimmen für Guatemala und 77 für Venezuela.

Letztes Kopf-an-Kopf-Rennen 1980
Da jedoch für die Wahl laut Geschäftsordnung der Vollversammlung eine Zweidrittelmehrheit nötig ist, kann sich die Entscheidung noch Tage, wenn nicht gar Wochen hinziehen. 1979 war es zu der bislang längsten Wahlprozedur gekommen. Auch damals ging es um einen lateinamerikanischen Sitz: Kuba und Kolumbien lieferten sich in 155 Wahlgängen über zehn Wochen ein ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen, bis am 7. Januar 1980 schließlich Mexiko als Kompromisskandidat gewählt wurde.

Zehn nichtständige Mitglieder
Von den zehn nichtständigen Mitgliedern im Sicherheitsrat werden jedes Jahr fünf neu gewählt. Die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich haben einen ständigen Sitz. Zum 1. Januar 2007 scheiden Griechenland, Dänemark, Tansania und Japan nach zweijähriger Mitgliedschaft aus dem Rat aus.

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