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Putin verlässt G20-Gipfel früher

"Montag wieder auf Arbeit"  

Putin verlässt G20-Gipfel früher

16.11.2014, 08:21 Uhr | AP, rtr, dpa

Putin verlässt G20-Gipfel früher. Er hat es eilig: Russlands Präsident Putin beim Verlassen des G20-Gipfels (Quelle: Reuters)

Er hat es eilig: Russlands Präsident Putin beim Verlassen des G20-Gipfels (Quelle: Reuters)

Kremlchef Wladimir Putin (62) hat den G20-Gipfel im australischen Brisbane ohne Mittagessen und noch vor Unterzeichnung des Abschlussprotokolls verlassen. Er müsse schließlich am Montag wieder arbeiten, sagte er vor Journalisten in seinem Hotel in Brisbane. "Damit es nur keine Spekulationen gibt. Ich bin nicht zum allgemeinen Essen geblieben, aber unser Finanzminister nahm daran teil", sagte er.

Der Konflikt in der Ukraine war eines der inoffiziellen Hauptthemen bei dem Treffen - eigentlich sollte es vor allem um Wirtschaftspolitik gehen. Putin musste sich von vielen Seiten Kritik an seiner Politik gefallen lassen.

Putin braucht seinen Schlaf

"Wir müssen von hier aus neun Stunden nach Wladiwostok fliegen und dann noch einmal neun Stunden bis Moskau. Dann müssen wir noch nach Hause. Und Montag geht es schon wieder auf Arbeit." Und vier bis fünf Stunden schlafen wolle er auch noch. "Ich bin zu Tony gegangen, er hat das mit Verständnis aufgenommen. Es gibt also hier keine anderen Gründe", meinte Putin. Er hatte den australischen Regierungschef Tony Abbott als guten Gastgeber gelobt.

Treffen mit Merkel und Juncker

Putin stand bei dem Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer wie kein anderer Staatschef unter Druck wegen des blutigen Konflikts in der Ukraine. Er habe mit mehreren Staats- und Regierungschefs über die Krise reden können, sagte Putin. Bis tief in die Nacht zum Sonntag hatte er sich auch mit Kanzlerin Angela Merkel in seinem Hotel getroffen.

Allerdings gab es keine Annäherung zwischen Putin und dem Westen in der Ukraine-Frage. Laut russischen Medien zeigte sich Putin unzufrieden mit den Beratungen. Vor allem beklage er den Druck angesichts der Ukraine-Krise. Er bestritt erneut jede Einflussnahme auf den Bürgerkrieg im Osten der Ukraine.

Putin legte den Angaben zufolge wieder einmal dar, dass er die Nato immer noch im Kalten Krieg verhaftet sehe und dem westliche Militärbündnis zutraue, in seinen Einflussbereich eindringen zu wollen. Allerdings sei er auch nicht ganz ohne Hoffnung auf die friedliche Beilegung des Konflikts, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Keine weiteren Sanktionen gegen Russland

Nachdem Putin früher abgereist war, trafen sich US-Präsident Barack Obama, Kanzlerin Merkel und die Staatschefs der Europäischen Union, um über die Ukraine zu beraten. Der Westen plant derzeit keine schärferen Sanktionen gegen Russland. Die aktuellen Strafmaßnahmen reichten aus, sagte Obama. Allerdings werde kontinuierlich überlegt, wie man den Druck auf Moskau bei Bedarf weiter erhöhen könne.

Die USA würden es vorziehen, wenn Russland nicht weiter isoliert werde. Solange Kremlchef Wladimir Putin aber internationales Recht breche, werde es dabei bleiben. Er habe Putin das auch bei seinen Begegnung in Brisbane und zuvor beim APEC-Gipfel im Peking so mitgeteilt, meinte Obama.

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