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Nato und Russland lassen bei Großmanövern die Muskeln spielen

Militärische Großmanöver  

Europa und Russland proben den Ernstfall

26.05.2015, 10:46 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Nato und Russland lassen bei Großmanövern die Muskeln spielen. Britische Eurofighter im Einsatz über Norwegen. (Quelle: Reuters)

Britische Eurofighter im Einsatz über Norwegen. (Quelle: Reuters)

Mitten in der Krise lassen Russland und mehrere europäische Armeen ihre militärischen Muskeln spielen: Während Deutschland und acht andere europäische Staaten eine Großübung in Finnland, Norwegen und Schweden abhalten, hat der russische Präsident Wladimir Putin 12.000 Soldaten zu einem unangekündigten Luftwaffen-Manöver im Ural beordert.

Bei der großen Übung prüft die russische Luftwaffe ihre Gefechtsbereitschaft. Oberbefehlshaber Putin habe das viertägige Manöver angeordnet, teilte Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit. Bis Donnerstag sollen neben den Soldaten auch 250 Kampfflugzeuge im Uralgebiet und in Sibirien die Verteidigung gegen feindliche Luftangriffe üben. Langstreckenbomber sollen zudem den Raketenbeschuss von Zielen am Boden trainieren.

Russland hatte in den vergangenen Monaten verstärkt die Gefechtsbereitschaft der Streitkräfte geprüft. Die Nato sieht darin eine Provokation angesichts der Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine-Krise.

Deutsche Eurofighter im Einsatz

Parallel zu den russischen Aktivitäten hat ein großangelegtes Manöver von Nato-Mitgliedern und den nicht zur Allianz gehörenden Streitkräften Schwedens, Finnlands und der Schweiz begonnen. An der Übung der Luftstreitkräfte seien 3600 Soldaten aus neun Ländern beteiligt, teilte die schwedische Armee mit. Es seien 115 Kampfflugzeuge im Einsatz. Auch die Bundeswehr ist an der bis zum 4. Juni dauernden Militärübung unter anderem mit 12 Kampfjets des Typs Eurofighter beteiligt.

Bei dem Manöver werden Militärstützpunkte in Schweden, Finnland und Norwegen genutzt. Offiziell soll eine UN-Friedensmission geprobt werden. "Wir gewährleisten unsere Sicherheit zusammen mit anderen und das bedeutet, dass wir zusammen trainieren müssen", erklärte Carl-Johan Edström von der schwedischen Luftwaffe.

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