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UN-Klimakonferenz in Paris wird bis Samstag verlängert

Abkommen in der Warteschleife  

UN-Klimagipfel wird bis Samstag verlängert

11.12.2015, 17:49 Uhr | AFP

UN-Klimakonferenz in Paris wird bis Samstag verlängert. Eingangsbereich der Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris. (Quelle: Reuters)

Eingangsbereich der Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris. (Quelle: Reuters)

Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris wird bis Samstag verlängert. Offenbar besteht noch Verhandlungsbedarf über das angestrebte weltweite Klimaschutzabkommen.

Das soll jetzt statt am heutigen Freitag am Samstag verabschiedet werden, teilte die französische Konferenzleitung mit. Am Donnerstagabend hatte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius bei der UN-Konferenz in Le Bourget bei Paris einen neuen Entwurf für das Abkommen vorgelegt. Dieser soll nun noch den Freitag über in den Delegationen beraten werden.

 "Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung", wurde Fabius zitiert - wahrscheinlich um Bedenken über ein Zustandekommen zu zerstreuen.

Regelmäßige Überprüfung

Der neue Text enthält das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Mit Blick auf die eingereichten nationalen Pläne zur Verringerung der Emissionen heißt es, diese sollten ab 2023 alle fünf Jahre überprüft werden.

Allerdings soll es laut einer ergänzenden Entschließung bereits 2019 eine informelle Neubewertung geben. Emissionen sollen weltweit so schnell wie möglich sinken mit dem Ziel einer CO2-Neutralität in der zweiten Jahrhunderthälfte. Gefordert werden auch zusätzliche Anstrengungen beim Klimaschutz in der Zeit bis zu dem für 2020 geplanten Inkrafttreten des neuen Abkommens.

Zu Forderungen von Entwicklungsländern nach Schadenersatz bei durch den Klimawandel verursachten Schäden heißt es, es sollten Verfahren zum Umgang mit dieser Frage entwickelt werden. Dazu sind im Text allerdings noch mehrere Varianten vorgesehen.

Bekräftigt wird das Versprechen der Industriestaaten, ärmeren Ländern ab 2020 jährlich mindestens 100 Milliarden Dollar (91 Milliarden Euro) für Klimaschutz und die Bewältigung der Klimafolgen zur Verfügung zu stellen.

Geteilte Reaktionen

Die ersten Reaktionen von Umwelt- und Entwicklungsverbänden fielen geteilt aus. Von "Gewinnen und Verlusten" sprach Helen Szoke von Oxfam. Sie kritisierte die Ersetzung eines klaren Bekenntnisses zur Abkehr von fossilen Energieträgern durch den vageren Begriff Neutralität bei den Emissionen. "Der neue Verhandlungstext zeigt wichtige Fortschritte an", erklärte Christoph Bals von Germanwatch. Auch der Revisionsprozess sei wichtig, doch sei "hochproblematisch", damit erst 2023 zu beginnen.

Kritischer äußerte sich Martin Kaiser von Greenpeace: "Was auf dem Tisch liegt, ist nicht gut genug." Mehrere Verbände wiesen auch darauf hin, dass an einigen Punkten noch viel offen sei, etwa beim Thema Schadenersatz.


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