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Aleppo kehrt zum Leben zurück

Feuerpause in Kraft  

Nach Aleppo kehrt das Leben vorsichtig zurück

08.05.2016, 15:17 Uhr | AFP

Aleppo kehrt zum Leben zurück. Radfahren zwischen Ruinen: Wenn die Waffen schweigen, kann sich wieder so etwas wie Alltag entwickeln. (Quelle: Reuters)

Radfahren zwischen Ruinen: Wenn die Waffen schweigen, kann sich wieder so etwas wie Alltag entwickeln. (Quelle: Reuters)

Schulbesuch statt Bombenterror: Mit der Verlängerung der Feuerpause ist in der zerschossenen Stadt Aleppo am Wochenende eine fast gespenstische Normalität eingekehrt. Zahlreiche vor Luftangriffen und Kämpfen geflohene Bewohner kehrten in die syrische Stadt zurück.

Familien begaben sich wieder in ihre Häuser in den von Rebellen kontrollierten Stadtvierteln, Schulen und Geschäfte öffneten wieder. 

Menschen kommen zurück 

"Ich habe mich entschieden, mit meiner Familie zurückzukehren, nachdem mir Angehörige versichert haben, dass wieder Ruhe eingekehrt ist", sagte Abu Mohammad, ein Vater von sechs Kindern aus dem Stadtviertel Kallasseh. "Wir sind geflohen, weil es hier Massaker gab, die Luftangriffe waren unglaublich." Er hoffe, nicht erneut fliehen zu müssen, sagte er. 

Ein Lehrer im Stadtteil Schaar sagte, fast alle Schüler seien zum Unterricht zurückgekehrt. "Gott sei Dank, die Bombardements haben aufgehört und wir sind in der Schule zurück", sagte Ahmed, ein Grundschüler im östlichen Teil Aleppos. 

Verstärkte Angriffe unmittelbar vor Feuerpause 

Die von den Rebellen kontrollierten Viertel im Osten von Aleppo waren vor der Vereinbarung über die Feuerpause verstärkt von der syrischen Luftwaffe angegriffen worden. Zwischen dem 22. April und dem 5. Mai wurden dabei mehr als 280 Zivilisten getötet.

Auf Druck der USA und Russlands stimmte die syrische Armee schließlich einer zweitägigen Feuerpause in Aleppo und der gleichnamigen Provinz zu. Sie sollte zunächst bis Freitag um Mitternacht gelten und wurde nochmals um 72 Stunden (bis Montag, 23.01 MESZ) verlängert.

Die Gewalt in Aleppo hatte die Sorge genährt, dass die am 27. Februar in Kraft getretene Waffenruhe für ganz Syrien vollends scheitern könnte. Von der landesweiten Feuerpause sind nur Dschihadistengruppen wie der Islamische Staat (IS) ausgenommen. Trotz der Waffenruhe wurde auch am Samstag in den Regionen Deir Essor, Damaskus, Homs und Daraa gekämpft. 

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