Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Wladimir Putin fühlt sich durch US-Raketenschild bedroht

"Das ist kein Verteidigungssystem"  

Putin fühlt sich durch US-Raketenschild bedroht

14.05.2016, 07:41 Uhr | rtr

Wladimir Putin fühlt sich durch US-Raketenschild bedroht. Wladimir Putin betrachtet die Installation des Raketenschilds als ein Teil der amerikanischen Aufrüstung. (Quelle: AP/dpa)

Wladimir Putin betrachtet die Installation des Raketenschilds als ein Teil der amerikanischen Aufrüstung. (Quelle: AP/dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Inbetriebnahme eines US-Raketenschirms in Rumänien als Gefährdung der weltweiten Sicherheit kritisiert. Damit seien die USA einen Schritt in Richtung Wettrüsten gegangen: "Das ist kein Verteidigungssystem", sagte das Staatsoberhaupt.

Der Raketenschild sei Teil der US-Nuklear-Strategie. "Das sind offensichtlich erste Schritte der USA, das strategische Gleichgewicht der Kräfte zu stören", sagte Putin laut Itar Tass. 

Putin erklärte, Russland werde sich nicht in den Rüstungswettlauf hineinziehen lassen. Allerdings sehe man sich gezwungen, die aufkommenden Bedrohungen zu neutralisieren. Daher würden Armee und Marine mit den notwendigen Mitteln ausgestattet, um das strategische Gleichgewicht der Kräfte aufrecht zu erhalten. "Das ist die verlässlichste Garantie, dass es nicht zu einem großen militärischen Konflikt kommt."

US-Militär: Schutz vor Bedrohung aus Nahost 

Die USA hatten am Donnerstag den 800 Millionen Dollar teuren Schutzschirm auf der rumänischen Militärbasis Deveselu in Betrieb genommen. Die Einrichtung zum Schutz der Europäischen Union und der Nato sei in der Lage, Raketen beispielsweise aus dem Iran abzufangen, hatte der stellvertretende US-Verteidigungsminister Robert Work dabei erklärt.

Putin sagte, der Verweis auf eine nukleare Bedrohung durch den Iran könne nicht länger ernstgenommen werden. Es handele sich lediglich um eine Ausrede der USA, um einen Raketenschild in Europa aufbauen zu können.

Die Nato baut derzeit ihre Präsenz in Osteuropa aus. In Polen ist ein weiterer Schutzschirm geplant, der 2018 in Betrieb gehen soll.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal