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Deutschland bei Rennen um Nato-Spitzenposten raus

Frau wird erstmals Vize-Chefin  

Deutschland bei Rennen um Nato-Spitzenposten raus

27.06.2016, 16:31 Uhr | dpa

Deutschland bei Rennen um Nato-Spitzenposten raus. Rose Gottemoeller vor wenigen Tagen bei einer Nato-Veranstaltung in Polen. Im Oktober wird sie Vize-Generalsekretärin. (Quelle: dpa)

Rose Gottemoeller vor wenigen Tagen bei einer Nato-Veranstaltung in Polen. Im Oktober wird sie Vize-Generalsekretärin. (Quelle: dpa)

In der Geschichte der Nato wird zum ersten Mal eine Frau den Posten des Vize-Generalsekretärs besetzen. Für die deutsche Regierung ist die Wahl allerdings keine gute Nachricht. Ihr Kandidat für den Topjob konnte sich nicht durchsetzen.

Generalsekretär Jens Stoltenberg ernannte die US-amerikanische Staatssekretärin für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, Rose Gottemoeller, zu seiner künftigen Stellvertreterin. Der von der Bundesregierung vorgeschlagene Spitzendiplomat Martin Erdmann zog den Kürzeren.

Gottemoeller bringe langjährige Erfahrungen in der internationalen Sicherheitspolitik mit und sei eine Russland-Expertin, kommentierte Stoltenberg seine Wahl. Darüber hinaus sei es ein Meilenstein für die Nato, dass erstmals eine Frau den Posten des Vize-Generalsekretärs besetze.

Die 63 Jahre alte Gottemoeller, die fließend Russisch spricht, soll ihren neuen Job am 1. Oktober antreten. Dann wird der derzeitige stellvertretende Generalsekretär Alexander Vershbow in den Ruhestand gehen.

Deutscher Kandidat ebenfalls Nato-Experte

Für die Bundesregierung ist die Entscheidung Stoltenbergs eine Schlappe. Nach Angaben aus Nato-Kreisen hatte sich sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei dem Norweger für die Ernennung des deutschen Kandidaten stark gemacht.

Mit Erdmann hatte Berlin einen intimen Kenner des Bündnisses ins Rennen geschickt. Der 61-Jährige ist derzeit deutscher Botschafter in der Türkei. Er arbeitete zuvor allerdings 15 Jahre in der Nato-Zentrale in Brüssel - unter anderem als Ständiger Vertreter der Bundesrepublik und als beigeordneter Nato-Generalsekretär.

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