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Gorbatschow wirft der Nato Kriegstreiberei vor

Gipfel in Warschau  

Gorbatschow wirft der Nato Kriegstreiberei vor

09.07.2016, 13:57 Uhr | dpa, AP

Gorbatschow wirft der Nato Kriegstreiberei vor. Der ehemalige Staatspräsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, macht dem Militärbündnis Nato starke Vorwürfe. (Quelle: dpa)

Der ehemalige Staatspräsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, macht dem Militärbündnis Nato starke Vorwürfe. (Quelle: dpa)

Der russische Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow hat der Nato Kriegstreiberei vorgeworfen. "Von einem Kalten Krieg geht die Nato zu den Vorbereitungen für einen heißen (Krieg) über", kommentierte der ehemalige Sowjetpräsident den Gipfel der Allianz in Warschau.

Die Rhetorik des mächtigsten Verteidigungsbündnisses der Welt wirke wie eine Kriegserklärung an Russland, sagte er der Agentur Interfax. "Sie sprechen nur über Verteidigung, aber im Grunde treffen sie Vorbereitungen für Angriffshandlungen", meinte Gorbatschow, der als einer der Väter der deutschen Einheit gilt.

Abrutschen in einen Krieg verhindern

Das Verhältnis zwischen Russland und der Nato ist seit der Annektierung der Halbinsel Krim zerrüttet. Das Militärbündnis hatte am Freitag beschlossen, Tausende zusätzliche Soldaten nach Osteuropa zu verlegen, da sich Polen, Estland, Lettland und Litauen wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine bedroht fühlen. Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte, das Bündnis suche keine Konfrontation mit Russland.

Der 85-jährige Gorbatschow sagte, Russland werde dadurch zu harten und gefährlichen Reaktionen provoziert. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, alles zu tun, um ein Abrutschen in einen Krieg zu verhindern.

Gipfeltreffen in Warschau

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder haben derweil am Samstag ihr Spitzentreffen in Warschau fortgesetzt. Das Militärbündnis müsse sich mit einer Reihe neuer Bedrohungen seiner Mitglieder auseinandersetzen, sagte Stoltenberg. Dazu gehörten Cyberattacken und Anschläge von Organisationen wie der Terrormiliz Islamischer Staat.

Bei einem Abendessen schätzten die Gipfelteilnehmer die geopolitischen Absichten Russlands ein. Allgemein werde angenommen, dass Moskau jede Schwachstelle auf dem westlichen Balkan, in der Republik Moldau und der Ukraine ausnutzen werde, sagte ein Nato-Beamter. Dem müsse die Nato fest und vereint entgegentreten.

Besonderes Augenmerk werde dabei auf Mazedonien und andere Staaten gelegt, die aus dem früheren Mazedonien hervorgegangen sind. In der Ukraine solle Russland seine Verpflichtungen aus dem Minsker Friedensabkommen vom Februar vergangenen Jahres erfüllen.

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