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Trauerfeier: Bewegende Reden der Kinder von Schimon Peres

Trauerfeier in Jerusalem  

Kinder von Schimon Peres nehmen Abschied in bewegenden Reden

30.09.2016, 14:00 Uhr | dpa, AP

Trauerfeier: Bewegende Reden der Kinder von Schimon Peres. Chemi Peres, der Sohn des verstorbenen israelischen Ex-Präsidenten, und US-Präsident Barack Obama während der Trauerfeier in Jerusalem. (Quelle: Reuters)

Chemi Peres, der Sohn des verstorbenen israelischen Ex-Präsidenten, und US-Präsident Barack Obama während der Trauerfeier in Jerusalem. (Quelle: Reuters)

Bei einer Trauerfeier auf dem Herzl-Berg in Jerusalem haben Gäste aus aller Welt des früheren israelischen Präsidenten Schimon Peres gedacht. Neben zahlreichen Politgrößen nahmen auch die Kinder des Friedensnobelpreisträgers in emotionalen Reden Abschied von ihrem Vater.

Seine Tochter Zvia erinnerte an viele kleine persönliche Momente. Als sie Kind war, habe Peres etwa die Frühstücksbrote in besondere Formen geschnitten, um sie zum Essen zu bewegen. Sein Sohn Joni sagte, Peres sei im Grund ein schüchterner Mensch gewesen. Obwohl der Staatsmann oft abwesend gewesen sei, habe er eine "enge und besondere Beziehung" zu ihm gehabt.

Sohn Chemi dankte den internationalen Gästen für ihre Teilnahme an der Trauerfeier. "Viele werden Deinen Weg fortsetzen, jeder auf seine Art", sagte er an seinen Vater gerichtet.

Bill Clinton erinnert sich an seinen israelischen Wegbegleiter

Zu jenen Gäste zählten unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der französische Präsident François HollandeUS-Präsident Barack Obama und der frühere amerikanische Präsident Bill Clinton. In seiner Trauerrede sagte Clinton, sein israelischer Wegbegleiter sei ein "kluger Meister unserer gemeinsamen Menschlichkeit" gewesen. 

Clinton erinnerte sich an ein Treffen, bei dem israelische und arabische Kinder gemeinsam das John-Lennon-Lied "Imagine" gesungen hätten. "Er glaubte an all die Dinge, die der Beste von uns tun konnte. Er begann sein Leben als hellster Student Israels, wurde dessen bester Lehrer und endete als dessen größter Träumer", so Clinton.

Netanjahu: "Über die Jahre sind wir Freunde geworden"

Auch Israels Regierungschef und Peres' früherer Kontrahent Benjamin Netanjahu würdigte den Altpräsidenten in einer Trauerrede als "einen der größten Anführer" seines Volkes. Peres habe sein Leben dem Kampf für eine Friedensregelung mit den Palästinensern gewidmet, sagte Netanjahu.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir politische Gegner waren, aber über die Jahre sind wir Freunde geworden, sogar enge Freunde", erzählte der rechtsorientierte Ministerpräsident über den Friedensnobelpreisträger. "Er war ein großer Staatsmann, Israel trauert um ihn, die Welt trauert um ihn. Aber sein Erbe gibt uns Hoffnung." 

Kanzlerin würdigt Peres von Berlin aus

Angela Merkel, die nicht an der Trauerfeier teilnahm, bezeichnete Peres als "großen Staatsmann und Visionär" seines Landes. Die Bundeskanzlerin trug sich in der israelischen Botschaft in Berlin in ein Kondolenzbuch ein und schrieb: "Ich bleibe dankbar für die Begegnungen mit diesem weisen, großherzigen und humorvollen Mann und für seinen Einsatz für die deutsch-israelischen Beziehungen nach dem Zivilisationsbruch der Shoah."

Merkel fügte hinzu: "Er hat sich sein ganzes Leben für Frieden und Versöhnung eingesetzt und so den Menschen Hoffnung gegeben. Das ist sein Vermächtnis und unser Auftrag für die Zukunft."

Der 93-jährige Friedensnobelpreisträger war am Mittwoch gestorben, zwei Wochen nach einem schweren Schlaganfall. Peres galt als Architekt der Friedensverträge zwischen den Israelis und den Palästinensern. Er wurde dafür 1994 gemeinsam mit dem damaligen israelischen Regierungschef Izchak Rabin und PLO-Chef Jassir Arafat mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

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