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Russland rechnet mit Obama ab und setzt auf Trump

Beziehung "willentlich zerstört"  

Russland rechnet mit Obama ab und setzt auf Trump

01.12.2016, 13:50 Uhr | von Julian Moering mit Material von dpa und AFP

Russland rechnet mit Obama ab und setzt auf Trump. Kühle Begegnung zwischen Wladimir Putin und Barack Obama bei den Vereintein Nationen im Herbst 2015. (Quelle: dpa)

Kühle Begegnung zwischen Wladimir Putin und Barack Obama bei den Vereintein Nationen im Herbst 2015. (Quelle: dpa)

Die Tage von US-Präsident Barack Obama im Amt sind gezählt, sein designierter Nachfolger Donald Trump steht bereits in den Startlöchern. Die russische Regierung nutzt die Gunst der Stunde und rechnet mit Obama ab. Moskau setzt auf Trump.

Die Vorwürfe aus Moskau sind hart: Obama habe die Beziehung beider Staaten - Russlands und der USA - "willentlich zerstört", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". Die Obama-Regierung habe "antirussische Politik" mit "zerstörerischen Folgen" betrieben.

Putin und Lawrow reichen Trump die Hand

Zugleich äußerte Lawrow die Hoffnung, unter Trump könne sich das Blatt wenden. "Wir vertrauen darauf, dass die neue Regierung nicht die Fehler der bisherigen wiederholen will", so der Außenminister. 

Auch Russlands Präsident Wladimir Putin bekräftigte, sein Land sei zur Zusammenarbeit mit der neuen US-Regierung unter Trump bereit. Es sei wichtig, "bilaterale Beziehungen auf einer gleichberechtigten und für beide Seiten förderlichen Basis zu entwickeln", sagte er am Donnerstag in seiner jährlichen Rede vor beiden Kammern des Parlaments in Moskau. "Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, internationale Sicherheit und Stabilität zu garantieren."

Russlands gestörte Beziehung zu den USA unter Obama ist exemplarisch für das zerüttete Verhältnis von Moskau zu großen Teilen des Westens. Die Hoffnung auf baldige Entspannung ist gering.

Vermeintliches Signal zur Zusammenarbeit

Zwar sandte Putin in seiner Rede ein vermeintliches Signal zur Zusammenarbeit. "Wir wollen keine Konfrontation, wir suchen keine Feinde", sagte er. Aber er sagte auch: "Wir brauchen Freunde, aber wir dulden keine Missachtung unserer nationalen Interessen."

Da muss man nicht einmal zwischen den Zeilen lesen, um zu verstehen: Putin ist nicht kompromissbereit.

Russlands Politik in der Ukraine-Krise und im Syrien-Konflikt sowie Nato-Aktivitäten in Osteuropa haben die heftigsten Spannungen mit dem Westen seit dem Ende des Kalten Krieges ausgelöst.

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