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Regierungsgegner kontrollieren Flughafen

Reisende sitzen in Bangkok fest  

Regierungsgegner kontrollieren Flughafen

26.11.2008, 17:20 Uhr | dapd, AFP

Proteste gegen die mutmaßlich korrupte Regierung: Tausende haben das Flughafengelände besetzt (Foto: Reuters)Proteste gegen die mutmaßlich korrupte Regierung: Tausende haben das Flughafengelände besetzt (Foto: Reuters) Wegen der Massenproteste gegen die thailändische Regierung sitzen am internationalen Flughafen von Bangkok tausende Touristen fest. Der Airport bleibe den ganzen Mittwoch geschlossen, sagte ein Flughafenvertreter. Bereits am Morgen hingen 3000 Reisende fest, im Laufe des Tages drohten es unzählige mehr zu werden.

Ein Sprecher der hinter den Protesten stehenden Volksallianz für die Demokratie (PAD) verkündete, dass der Flughafen komplett von den Regierungsgegnern kontrolliert werde. Alle Fluggesellschaften müssten bei der PAD direkt um Start- und Landegenehmigungen bitten.

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3000 Passagiere sitzen fest

Die Situation am internationalen Flughafen war in der Nacht eskaliert, Regierungsgegner stürmten das Gebäude. Nach Angaben von Flughafenchef Saereerat Prasutanont wurde der Airport am Mittwochmorgen um 4 Uhr Ortszeit für alle Starts und Landungen gesperrt. "Ich wurde von Thai Airways informiert, dass im Moment 3000 Passagiere festsitzen", sagte er am Vormittag. Später sagte ein Flughafenvertreter, die ursprünglich nur bis Mittag geltende Sperrung werde mindestens bis zum Abend verlängert.

"Niemand ist da, um uns zu helfen"

Vor den verlassenen Check-In-Schaltern campierten entnervte Reisende mit ihrem Gepäck. "Wir haben die ganze Nacht hier verbracht, nachdem das ganze Personal weggerannt ist. Niemand ist da, um uns zu helfen", sagte Vanessa Sloan aus Florida. Singapore Airlines und einige andere Fluggesellschaften kündigten an, Bangkok vorerst nicht mehr anzufliegen. Australien und Neuseeland riefen ihre Staatsbürger in Thailand zu größter Vorsicht auf.

Demonstranten mit Granaten angegriffen

Vor dem Flughafen blieb die Lage äußerst gespannt. Nach Angaben der Rettungskräfte kam es zu einer Explosion. Zwei lokale Fernsehsender berichteten, dass eine Granate in die Regierungsgegner geflogen sei. Dabei habe es drei Verletzte gegeben. Auch in zwei anderen Vierteln der Hauptstadt kam es zu Granatenanschlägen.

Demonstranten wollen Wongsawats Rückkehr verhindern

Die Demonstranten wollen mit ihren Aktionen die Rückkehr von Ministerpräsident Somchai Wongsawat verhindern, der heute von einer Auslandsreise zurückerwartet wird. Mit der Aktion soll zudem sein Rücktritt erzwungen werden. Dem Ministerpräsidenten wird von seinen Gegnern vorgeworfen, ein korrupter Handlanger seines Schwagers Thaksin Shinawatra zu sein, der erst 2006 vom Militär gestürzt worden war. Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung wurden in den vergangenen Wochen bereits mehrere Menschen getötet.

Militär fordert Parlamentsauflösung

Der thailändische Armee-Chef, General Anupong Paojinda, forderte Wongsawat auf, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen auszurufen. Es handele allerdings sich "nicht um einen Putsch", betonte General Anupong. Die Regierung Somchais habe weiterhin die "volle Macht".

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