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Nordkorea könnte Rakete Richtung Hawaii schießen

Zeitung beruft sich auf Geheimdienstinformationen  

Nordkorea könnte Rakete Richtung Hawaii schießen

18.06.2009, 21:05 Uhr | AFP , dapd , dpa

Was führt Nordkorea mit seinen Raketentests im Schilde? (Foto: Reuters)Was führt Nordkorea mit seinen Raketentests im Schilde? (Foto: Reuters)

Einem japanischen Zeitungsbericht zufolge könnte Nordkorea Anfang Juli eine ballistische Langstreckenrakete Richtung Hawaii abschießen. Die Rakete mit einer Reichweite von bis zu 6500 Kilometern würde vom Testzentrum Dongchang Ni im Nordwesten des Landes gestartet, berichtet die Zeitung "Yoimuri". Das Blatt beruft sich auf eine Analyse des Verteidigungsministeriums in Tokio und Geheimdienstinformationen.

Als Starttermin komme die Zeit zwischen 4. und 8. Juli infrage, heißt es weiter. Das japanische Verteidigungsministerium äußerte sich nicht zu dem Bericht, das Verteidigungsministerium und der Geheimdienst in Seoul konnten ihn nicht bestätigen.

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US-Regierung bringt Raketenabwehrsysteme auf Hawaii

Die USA nehmen den Bericht durchaus ernst und rüsten Hawaii gegen einen Raketenangriff aus Nordkorea auf. Es gebe "einige Besorgnis", dass eine nordkoreanische Rakete die im Pazifik gelegene US-Inselgruppe treffen könne, sagte Verteidigungsminister Robert Gates. Aus diesem Grund habe er die Stationierung von THAAD-Raketenabwehrsystemen und Radaranlagen in Hawaii angeordnet. "Ich würde sagen, wir sind in einer guten Position, sollte der Schutz amerikanischen Territoriums nötig werden", sagte Gates.

Mehrere tausend Tonnen Chemiewaffen

Nach einer aktuellen Analyse einer Expertengruppe verfügt das Regime in Pjöngjang zudem über einige tausend Tonnen Chemiewaffen. Die nordkoreanische Volksarmee lagere etwa 2500 bis 5000 Tonnen chemische Kampfstoffe, heißt es dem Bericht der renommierten nicht-staatlichen International Crisis Group (ICG).

Frühere Schätzungen bestätigt

Mit den Mengenangaben bestätigte die Organisation Schätzungen des südkoreanischen Verteidigungsministeriums zu biochemischen Waffen in Nordkorea. Nach Angaben Südkoreas verfügt das Nachbarland außerdem über die Fähigkeit, tödliche Viren zu züchten.

Vorräte nicht angewachsen, aber ausreichend

Im Falle eines Konflikts könnte Nordkorea das Arsenal von Chemiewaffen "als Teil der Strategie einsetzen, einen raschen Sieg über Südkorea zu erzielen, bevor die USA wirksam eingreifen", berichtet die ICG. Die Vorräte scheinen nicht angewachsen zu sein, doch reichten sie aus, "Südkorea umfassende zivile Verluste zuzufügen".

Sechs-Parteien-Gespräche sollen wieder aufgenommen werden

Russland und China riefen Nordkorea unterdessen auf, im Streit über sein Atomprogramm an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der chinesische Präsident Hu Jintao und sein russischer Kollege Dmitri Medwedew forderten in einer gemeinsamen Erklärung eine friedliche Lösung des Konflikts. Die Sechs-Parteien-Gespräche sollten so rasch wie möglich wieder aufgenommen werden, hieß es in der nach einem Treffen am Mittwoch in Moskau veröffentlichten Erklärung. Hu und Medwedew äußerten sich darin außerdem sehr besorgt über den Atomstreit.

Schärfere Sanktionen beschlossen

China und Russland hatten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ihre Vetomacht als ständige Mitglieder eingesetzt, um westliche Sanktionen gegen Nordkorea abzumildern. Nach dem jüngsten Atomtest Pjöngjangs trugen sie aber eine Verschärfung der internationalen Strafmaßnahmen mit.

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