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Irak: Drohnen der US-Streitkräfte von Aufständischen gehackt

Irak  

US-Drohnen von Aufständischen gehackt

18.12.2009, 08:31 Uhr | dapd

Drohne: Das millionenteure High-Tech-Gerät des US-Militärs wurde von Aufständischen ganz einfach ausgespäht (Foto: dpa)Millionenteures High-Tech-Gerät des US-Militärs - ganz einfach ausgespäht (Foto: dpa) Aufständischen im Irak ist es mit Hilfe eines billigen und frei erhältlichen Programms gelungen, Videoübertragungen aus Drohnen der US-Streitkräfte abzufangen. Die technisch hochgerüsteten, ferngesteuerten Fluggeräte gelten als eines der wichtigsten Spionagesysteme des US-Militärs.

Ein ranghoher Beamter aus dem Verteidigungsministerium bestätigte einen Bericht des "Wall Street Journal", wonach schiitische Aufständische die Datenübertragung der Drohnen geknackt haben. Sie konnten die Aufklärungsvideos sehen und mitschneiden. Dem Beamten zufolge gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass sie die elektronischen Signale stören oder sich einer Drohne bemächtigen konnten. Es werde daran gearbeitet, die Sicherheitslücke zu schließen, sagte der Gewährsmann, der nicht namentlich genannt werden wollte, da es sich um Geheimdienstinformationen handelte.

Billig-Software zapft High-Tech an

Dem "Wall Street Journal" zufolge nutzten die vom Iran unterstützten Aufständischen regulär erhältliche Programme wie "SkyGrabber", um die Videos von einem ungesicherten Kommunikationskanal der Drohnen mitzuschneiden. Das Programm, das die mehrere Millionen teuren High-Tech-Vögel anzapfen kann, kostet im Internet ganze 25,95 Dollar - umgerechnet knapp 18 Euro. Die Sache sei aufgeflogen, als bei Festnahmen Drohnen-Aufnahmen auf irakischen Laptops sichergestellt worden seien, schrieb die Zeitung weiter.

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Taliban kennen US-Pläne

Laut "Wall Street Journal" haben Aufständische auch in Afghanistan Videodaten von Drohnen abgefangen. Die Drohnen werden sowohl zur Überwachung als auch für gezielte Raketenangriffe eingesetzt. Eine Live-Kontrolle der unbemannten Flugzeuge hätte für mögliche Feinde des US-Militärs den Vorteil, die Arbeit der Aufklärer verfolgen zu können. Daraus könnten zweifelsohne Schlüsse auf bevorstehende Angriffe gezogen werden. Im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet setzen US-Militär und Geheimdienst die Drohnen regelmäßig für Luftangriffe auf mutmaßliche Topterroristen ein. Allein am Donnerstag wurden bei zwei solchen Angriffen in Pakistan 17 Menschen getötet.

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