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London: Studenten stürmen Parteizentrale der Konservativen

London: Studenten stürmen Parteizentrale

11.11.2010, 10:30 Uhr | dpa

London: Studenten stürmen Parteizentrale der Konservativen. Aufgebrachte Studenten haben die Parteizentrale der britischen Konservativen angegriffen (Foto: AP)

Aufgebrachte Studenten haben die Parteizentrale der Konservativen angegriffen. (Foto: AP)

Gewalt im Regierungsviertel um Downing Street und Big Ben: Aufgebrachte Studenten haben bei einer Demonstration gegen Studiengebühren die Parteizentrale der regierenden Konservativen von Premierminister David Cameron gestürmt. Demonstranten drangen in den Gebäudekomplex am Themse-Ufer ein. Glasfronten gingen zu Bruch. Protestierende besetzten stundenlang das Dach des Parteihochhauses und entrollten Plakate.

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Die Polizei wurde von der Gewaltbereitschaft der Demonstranten überrascht und war zunächst weitgehend machtlos. Polizisten mussten sich Dienstmützen und Helme vom Kopf reißen lassen. Einige Ordnungshüter erlitten leichte Verletzungen. Auch Demonstranten wurden verletzt. Acht Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, berichtete die Polizei. Die Studentenorganisation NUS verurteilte die Gewalt und sagte: "99,9 Prozent der Studenten haben friedlich demonstriert."

Studiengebühren verdreifachen sich

Zuvor waren zehntausende Studierende in einem Protestmarsch friedlich durch das Regierungsviertel gezogen. Nach Angaben der NUS Studenten beteiligten sich rund 50.000 junge Leute an dem Protest. Sie brachten ihre Wut darüber zum Ausdruck, dass die Regierung die Studiengebühren auf bis zu 10.440 Euro pro Studienjahr fast verdreifachen will.

Vor dem Parteihochhaus entzündeten einige Studenten dann ein Feuer und lieferten sich Handgreiflichkeiten mit der Polizei. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch, aus dem Demonstrationszug wurden Wurfgeschosse wie Flaschen und Stöcke auf Polizisten geschleudert. In der Eingangshalle des Parteigebäudes wurden Möbel demoliert.

Großbritannien will eisern sparen

Die Erhöhung der Studiengebühren ist Teil des Sparkonzeptes der Regierung. Das nach der Bankenkrise hoch verschuldete Großbritannien kämpft gegen Staatsverschuldung und Rekorddefizit. In den nächsten vier bis fünf Jahren sollen im Staatshaushalt 81 Milliarden Pfund eingespart werden. Hunderttausende Jobs im öffentlichen Dienst stehen auf dem Spiel.

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