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Proteste in der Türkei: Amnesty International dokumentiert Polizeigewalt

Proteste im Sommer  

Amnesty dokumentiert Polizeiexzesse in der Türkei

02.10.2013, 14:49 Uhr | dpa, AFP

Proteste in der Türkei: Amnesty International dokumentiert Polizeigewalt. Bericht zur Polizeigewalt in der Türkei von Amnesty International (Quelle: Reuters)

Polizei gegen Demonstranten: Im vergangenen Sommer in der Türkei kein seltenes Bild. (Quelle: Reuters)

8000 Verletzte durch scharfe Munition, Tränengas, Wasserwerfer, Plastikgeschossen und Schläge - diese Bilanz der Polizeigewalt in der Türkei hat Amnesty International gezogen. Auch der Tod von mindestens drei Demonstranten im Gezi-Park im vergangenen Sommer könne direkt auf den Einsatz von exzessiver Gewalt durch die Sicherheitskräfte zurückgeführt werden, heißt es darin.

Darüber hinaus dokumentiert Amnesty auch sexuelle Übergriffe von Polizisten gegen Demonstrantinnen.

Die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Selmin Çaliskan, prangerte "völlig unangemessene Gewalt gegen friedliche Demonstranten und Misshandlungen durch die Polizei" an. Die türkische Justiz ermittele offensichtlich nicht ernsthaft gegen die Verantwortlichen für die Polizeigewalt, kritisierte sie. Stattdessen würden Demonstranten und die Organisatoren der Proteste "mit Verfahren überzogen, zum Teil mit absurden Vorwürfen".

Landesweite Unruhen im Sommer

Amnesty stellte fest, dass Demonstrierende massiv geschlagen wurden und die Polizei Plastikgeschosse auf Köpfe und Oberkörper von Demonstrierenden geschossen hat. Tränengaskanister seien direkt auf Demonstranten und Schaulustige, aber auch in Wohnhäuser oder medizinische Einrichtungen abgefeuert worden.

Die türkische Regierung müsse "endlich lernen, friedlichen Protest zu respektieren". Sie müsse sicherstellen, dass die Polizei "legale, friedliche Proteste schützt und Gewalt nur anwendet, wenn sie tatsächlich notwendig ist, zum Beispiel um Menschenleben zu retten".

Proteste gegen ein Bauprojekt im Istanbuler Gezi-Park hatten im Juni in der Türkei landesweite Unruhen ausgelöst, in deren Verlauf sechs Menschen starben. Ein weiterer Demonstrant starb bei neuen Unruhen vor zwei Wochen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warf den Demonstranten vor, sie seien "Plünderer" und wollten seine Regierung mit den Mitteln der Straßengewalt zu Fall bringen.

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