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Japan stößt China demonstrativ vor den Kopf

Konflikt um Flugzone verschärft sich  

Japan stößt China demonstrativ vor den Kopf

28.11.2013, 10:59 Uhr | dpa, AFP

Japan stößt China demonstrativ vor den Kopf. Streit um Chinas neue Luftverteidigungszone (Quelle: Archivbild: Reuters)

Ein japanischer Kampfjet hebt ab - neben den Amerikaner und den Südkoreanern erkennen auch die Japaner die neue Sicherheitszone der Chinesen nicht an (Quelle: Archivbild: Reuters)

Nach US-Bombern haben auch Maschinen der japanischen Luftwaffe die von China eingerichtete "Luftverteidigungszone" demonstrativ missachtet, ohne dass Peking reagiert hätte.

"Wir haben unsere normalen Patrouillen-Einsätze in der Gegend nicht verändert", sagte ein Sprecher der Küstenwache. Die Flüge seien China nicht gemeldet worden, die Regierung habe aber nicht - wie angedroht - Flugzeuge geschickt.

Zuvor waren zwei US-Bomber vom Typ B-52 unangemeldet durch die Zone geflogen. Auch Südkoreas Luftwaffe teilte mit, eines ihrer Flugzeuge sei ohne vorherige Anmeldung über das Gebiet geflogen.

Flugzone schockt die Region

China hatte bei der umstrittenen Einrichtung der "Verteidigungszone" vor wenigen Tagen verlangt, dass alle Maschinen, die den Luftraum kreuzen, ihren Flugplan und die Nationalität der Maschinen anmelden sowie eine Funkverbindung zu den chinesischen Behörden gewährleisten - und schockte damit die Region. Bei Missachtung droht China mit militärischen Gegenmaßnahmen.

Peking erhebt seit Jahren Anspruch auf eine von Tokio kontrollierte Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird. Die chinesische Regierung entsendet immer wieder Kriegsschiffe in das Gebiet um die unbewohnten Inseln. Am Samstag hatte das chinesische Verteidigungsministerium erklärt, die "Luftverteidigungszone" solle dem "Schutz vor möglichen Luftangriffen" dienen.

Chinesischer Flugzeugträger steuert auf Konfliktregion zu

Inmitten der Spannungen nimmt Chinas Flugzeugträger "Liaoning" weiter Kurs auf das Südchinesische Meer. Das Schiff steuert an Taiwan vorbei, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Wie mit Japan im Ostchinesischen Meer streitet China auch im Südchinesischen Meer mit mehreren Nachbarn um Inselgruppen. Chinas Marine sprach von einem "normalen" Übungseinsatz des Flugzeugträgers, der bislang nur Ausbildungszwecken dient und von zwei Kreuzern und zwei Fregatten begleitet wird.

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