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Afghanistan: Selbstmordanschlag auf Bundeswehrkonvoi in Kabul

Afghanistan  

Anschlag auf Bundeswehrkonvoi in Kabul

11.12.2013, 09:54 Uhr | AFP, dpa

Afghanistan: Selbstmordanschlag auf Bundeswehrkonvoi in Kabul. Afghanistan, Kabul, Bundeswehr (Quelle: Reuters)

Bei dem Selbstmordattentat auf den Konvoi blieben die deutschen Soldaten unverletzt (Quelle: Reuters)

In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein Selbstmordanschlag auf einen Bundeswehrkonvoi verübt worden. Nach Angaben eines Bundeswehr-Sprecher in Masar-i-Scharif sind dabei keine deutschen Soldaten verletzt worden. Unterdessen haben sich die Taliban zu dem Anschlag bekannt.

Demnach sprengte sich der Attentäter in einem Fahrzeug in die Luft. Außer dem Täter gab es aber keine Toten, auch verletzt wurde niemand.

"Zu früh explodiert"

Das Fahrzeug sei "zu früh explodiert" und habe den Konvoi daher nicht erreicht, sagte eine NATO-Sprecherin. Nach anderen Quellen sei der Selbstmordattentäter in den Konvoi der Schutztruppe hineingefahren.

Nach Angaben eines Bundeswehrsprechers wurden bei dem Attentat am frühen Morgen zwei Fahrzeuge der deutschen Kolonne beschädigt. Alle Fahrzeuge hätten kurz darauf ihre Fahrt zum Flughafen fortsetzen können.

Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums bestätigte den Angriff nahe dem schwer gesicherten Flughafens, der auch eine NATO-Militärbasis beherbergt. Der Anschlag ereignete sich während eines Besuchs von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere in Nordafghanistan.

Taliban verbreiten eigene Version

Mittlerweile haben sich die radikalislamischen Taliban zu dem Selbstmordanschlag bekannt. Ein "Gotteskrieger" habe die Militärkolonne angegriffen, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid.

In der Taliban-Mitteilung hieß: "Zehn deutsche Soldaten wurden getötet und drei ihrer Fahrzeuge beschädigt."

De Maiziere auf traditionellem Truppenbesuch

Der deutsche Verteidigungsminister besucht derzeit die deutsche Truppe in Masar-i-Scharif. De Maiziere sagte, für die deutschen Soldaten stehe ein "besonderer Jahreswechsel" bevor. 2014 werde das letzte Jahr sein, in dem deutsche Soldaten mit ISAF-Mandat in Afghanistan seien. Ende 2014 ende ein Mandat, "das länger gedauert hat als der erste und der zweite Weltkrieg zusammen".

De Maizière hat rasche Klarheit über einen internationalen Militäreinsatz in Afghanistan nach 2014 verlangt. Er forderte die afghanische Regierung auf, mit der Unterzeichnung eines dafür zwingend notwendigen Sicherheitsabkommens nicht bis zur Präsidentschaftswahl im April zu warten. Das sei "sicher zu spät", sagte der Verteidigungsminister.

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