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Regierung um Präsident Kiir verhängt Ausnahmezustand im Südsudan

Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen  

Ausnahmezustand im Südsudan

02.01.2014, 12:51 Uhr | rtr, dpa

Regierung um Präsident Kiir verhängt Ausnahmezustand im Südsudan. Soldat der Regierungstruppen im Südsudan (Quelle: Reuters)

Ein Soldat der Regierungstruppen von Präsident Kiir nach der Befreiung der südsudanesischen Stadt Malakal aus den Händen der Rebellen (Quelle: Reuters)

Der Präsident des Südsudan, Salva Kiir, hat den Ausnahmezustand über die beiden Bundesstaaten Unity und Jonglei verhängt. Dies gab die Regierung des Südsudan per Twitter-Meldung bekannt.

Im Südsudan kämpfen seit 14 Tagen Regierungstruppen mit Rebellen.

Ein Korrespondent des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira erklärte, die Regierung schicke mehrere Tausend Soldaten in die Hauptstadt des Bundesstaates Jonglei, Bor, um diese von den Rebellen zurückzuerobern.

Präsident Kiir habe unterdessen eine Delegation für die Friedensgespräche mit den Rebellen seines ehemaligen Stellvertreters Riek Machar in Addis Abeba zusammengestellt, so der Al-Dschasira-Korrespondent weiter.

Zehntausende auf der Flucht

Nach Angaben des Roten Kreuzes sind im Südsudan Zehntausende Menschen auf der Flucht. Sie überquerten den Nil, um Zuflucht im angrenzenden Bezirk Awerial zu suchen. "Auf der Straße zum Fluss sind Tausende Menschen unterwegs, während viele andere auf Boote warten, die sie auf die andere Seite bringen sollen", erklärte die Hilfsorganisation. Die Flüchtlinge bräuchten dringend Unterstützung.

Das Rote Kreuz habe damit begonnen, 30.000 Menschen in der Region unter anderem mit Decken, Kochgeräten, Kanistern und Lebensmittel zu versorgen.

Im Südsudan waren Mitte Dezember schwere Kämpfe zwischen Anhängern Kiirs und Machars entbrannt. Tausende Menschen sind seither ums Leben gekommen. Der Konflikt hat vor allem ethnische Hintergründe: Es stehen sich Kämpfer der stärksten Volksgruppen im Südsudan - der Dinka und der Nuer - gegenüber, die schon lange verfeindet sind. Kiir gehört der Gruppe der Dinkas, Machar der Gruppe der Nuer an.

Friedensgespräche vereinbart

Am Silvestertag hatten sich Kiir und Machar unter internationalem Druck seitens der Afrikanischen Union auf den Beginn von Friedensgesprächen geeinigt. Diese sollen in den nächsten Tagen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba beginnen.

Ziel ist unter anderem eine Waffenruhe. Der Südsudan ist erst seit 2011 unabhängig. Damals spaltete sich das erdölreiche Land mit seinen 10,8 Millionen Einwohnern vom Sudan ab.

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