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Der "unsichtbare Scheich": IS-Chef zeigt sich öffentlich

IS-Chef Al-Bagdadi  

Der "unsichtbare Scheich" zeigt sein Gesicht

06.07.2014, 11:24 Uhr | dpa, AFP

Der "unsichtbare Scheich": IS-Chef zeigt sich öffentlich. Isis-Chef Al-Bagdadi: Der "unsichtbare Scheich" zeigt sein Gesicht (Quelle: AFP)

Dieses Bild aus einem Video der Isis soll Abu Bakr al-Bagdadi beim Freitagsgebet zeigen (Quelle: AFP)

Der Chef der Terrorgruppe IS, Abu Bakr al-Bagdadi, hat sich das erste Mal per Videobotschaft zu Wort gemeldet. IS verbreitete die Aufnahme am Samstag im Internet. Es zeigt ihn angeblich bei der Freitagspredigt in einer Moschee in der nordirakischen Stadt Mossul. Damit reagierte die Gruppe auf Meldungen, wonach Al-Bagdadi bei einem Luftangriff verletzt wurde.

Im Video preist er unter anderem den Dschihad, den "Heiligen Krieg". Außerdem fordert er den "Gehorsam" aller Muslime ein. Es ist jedoch nicht klar, ob das Video echt und aktuell ist. Bislang hatte sich Abu Bakr al-Bagdadi zumeist vor der Öffentlichkeit verborgen. Von ihm gibt es nur sehr wenige Fotos, weshalb er auch der "unsichtbare Scheich" genannt wurde.

Irakische Medien hatten am Freitag berichtet, der IS-Chef sei wahrscheinlich bei einem Luftangriff verletzt worden. Auf dem Video sind jedoch keine Verletzungen zu erkennen.

Die Terrorgruppe Isis hatte am vergangenen Sonntag in den beiden Ländern ein "Islamisches Kalifat" ausgerufen. Zugleich ernannte sie Abu Bakr al-Bagdadi zum ersten "Kalifen". Das neue Video wurde über ein Twitter-Konto verbereitet, das Isis zuvor schon für andere Audiobotschaften genutzt hatte, unter anderem von Al-Bagdadi.

Isis zerstört Moscheen und Grabmäler

IS hat derweil im Norden des Iraks mehrere Moscheen und andere religiöse Einrichtungen von Schiiten und andersgläubigen Sunniten zerstört. Bilder im Internet zeigten unter anderem, wie IS-Kämpfer in der Stadt Mossul mindestens fünf Gebetsstätten und Grabmäler in die Luft sprengen oder mit Bulldozern dem Erdboden gleich machen.

In dem Ort Tel Afar zerstörten sie mindestens vier Moscheen und ein Grabmal. Die Terrorgruppe habe die Einrichtungen als "heidnische Tempel" bezeichnet, berichtete das irakische Nachrichtenportal "Al-Mada". Isis hatte Mossul, die zweitgrößte Stadt des Iraks, Mitte Juni eingenommen.

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