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Rätselhafte Luftschläge auf Libyens Hauptstadt Tripolis

Rätselhafte Luftschläge in Libyen  

Identität der Angreifer ist der Regierung unklar

18.08.2014, 18:54 Uhr | dpa

Rätselhafte Luftschläge auf Libyens Hauptstadt Tripolis. Eskalation der Gewalt in Libyen. Verfeindete militante Islamisten-Gruppen und der abtrünnige General Haftar liefern sich seit Monaten einen Kampf um die Macht im Land.  (Quelle: imago images/Xinhua)

Dunkler Rauch steigt aus einer Erdöl-Raffinerie außerhalb von Tripolis auf. Verfeindete, militante Islamisten-Gruppen liefern sich seit Monaten einen Kampf um die Macht im Land. (Quelle: Xinhua/imago images)

Nach zuletzt heftigen Kämpfen verfeindeter Islamisten-Milizen sorgen in Libyen nun rätselhafte Luftschläge für Wirbel. Wie die Zeitung "Al-Wasat" berichtete, waren in der Nacht zum Montag Bombardements in einem Gebiet südlich der Hauptstadt Tripolis zu hören. Ein Reporter der Zeitung meldete fünf Explosionen. Wer dafür verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Die Übergangsregierung ist ratlos.

Die Regierung erklärte, sie habe keine Erkenntnisse über die Hintergründe der Angriffe, ordnete eine Untersuchung an und bat "befreundete Staaten" um Hilfe.

Zuletzt hatte Libyens Parlament, das nach der Wahl im Juni diesen Jahres am 4. August erstmals in seiner jetzigen Zusammensetzung zusammentrat, die internationale Gemeinschaft angesichts der blutigen Kämpfe zwischen den verfeindeten Islamisten-Milizen um Hilfe gebeten.

Galten Luftschläge den Islamisten?

In Tripolis liefern sich islamistische Milizen aus den Städten Al-Sintan und Misrata seit Wochen blutige Kämpfe um den Flughafen der Hauptstadt Tripolis.

Bei den verfeindeten Milizen handelt es sich um ehemalige Revolutionsbrigaden, die 2011 am Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi beteiligt waren.

Steckt General Haftar dahinter?

"Al-Wasat" zufolge sollen die Luftangriffe nun den islamistischen Milizen der Stadt Misrata gegolten haben.

In den vergangenen Monaten hatten Verbündete des abtrünnigen libyschen Generalmajors Chalifa Haftar mehrmals Luftschläge gegen islamistische Milizen verübt - allerdings nicht in Tripolis, sondern in der Hafenstadt Bengasi.

Haftar hatte Mitte Mai eigenmächtig unter dem Namen "Operation Würde" eine Militäroffensive gegen Islamisten gestartet.

Zivilbevölkerung leidet

Wegen der Gewalteskalation haben die meisten internationalen Botschaften ihr Personal aus dem nordafrikanischen Land abgezogen.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR schickte erstmals seit der Eskalation der Kämpfe in Tripolis Medikamente, Decken und andere Hilfsgüter von Tunesien nach Libyen. Wie die Organisation mitteilte, wurden sie von Partnerorganisationen in der Stadt Sawija - rund 45 Kilometer westlich der Hauptstadt - an etwa 12.000 Flüchtlinge verteilt. UNHCR hat nach eigenen Angaben zwar ein eigenes Lager in Tripolis, kommt aber wegen der Gefechte nicht mehr an die Hilfsgüter heran.

Den Angaben zufolge herrscht in Tripolis inzwischen eine massive Benzinknappheit. Es gebe häufig Stromausfälle und es fehlten Lebensmittel und Wasser. Hilfsorganisationen schätzen, dass mindestens zwei Millionen Menschen durch die Lebensmittelknappheit bedroht sind. Auch das Gesundheitssystem leide. Denn zahlreiche Mitarbeiter in Kliniken seien Ausländer, die inzwischen wegen der andauernden Gewalt ausgereist seien.

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