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Gazakonflikt: Israel ruft 10.000 weitere Reservisten ein

Gazakrieg  

Israel ruft 10.000 weitere Reservisten ein

21.08.2014, 15:24 Uhr | t-online, dpa

Gazakonflikt: Israel ruft 10.000 weitere Reservisten ein. Deutliches Signal an die Hamas: Israel hat Medienberichten zufolge weitere 10.000 Reservisten einberufen. (Quelle: dpa)

Deutliches Signal an die Hamas: Israel hat Medienberichten zufolge weitere 10.000 Reservisten einberufen. (Quelle: dpa)

Der Gazakrieg ist voll entbrannt. Wie nun bekannt wurde, wird Israel weitere 10.000 Reservisten einberufen. Das twitterte der ARD-Studioleiter Richard Schneider aus Tel Aviv. Bei mehreren Angriffen sind binnen weniger Stunden 22 Menschen ums Leben gekommen.

Während der Bodenoffensive in dem Palästinensergebiet hatte die Armee 82 000 Reservisten im Einsatz. Viele davon wurden nach dem Abzug der Truppen zu Monatsbeginn wieder nach Hause geschickt. Die neue Mobilisierung wurde als Warnsignal an die im Gazastreifen herrschende Hamas gewertet, dass eine neue Bodenoffensive Israels bevorstehen könnte.

Die Anzahl der Toten der jüngsten Angriffe wurde von der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan vermeldet. Vier Personen seien getötet worden, als sie Verwandte, die bei Angriffen in der Nacht umgekommen waren, auf einem Friedhof begruben.

Die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der israelischen Angriffe vor rund vier Wochen stieg damit auf 2071, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza, Aschraf al-Kidra, auf Twitter mitteilte.

Zivilist durch Mörsergranate schwer verletzt

Auf israelischer Seite wurde am Donnerstag ein Zivilist durch eine von militanten Palästinensern abgefeuerte Mörsergranate schwer verletzt, wie die Armee mitteilte. Am Vormittag schlugen demnach binnen kurzer Zeit zwölf Granaten im Süden Israels ein.

Die israelische Armee flog ihrerseits Angriffe auf Militante, die nach ihren Angaben im Begriff waren, Raketen abzufeuern. Seit dem Zusammenbruch einer Feuerpause am Dienstag wurden laut israelischem Militär insgesamt 243 Raketen auf Israel geschossen.

Offener Brief an Merkel

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel und weitere Minister forderten 90 Nahost-Experten ein Ende der Waffenlieferungen an Israel. Man solle sich mit Nachdruck für ein Ende der Besatzung der palästinensischen Gebiete einsetzen und die Tötung von Zivilisten untersuchen, so die Verfasser. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Vizepräsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Dr. Gerhard Fulda sowie die Direktorin des Zentrums Moderner Orient, Prof. Dr. Ulrike Freitag.

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